Genus GNS2 Eternal Gallop: Fünf Pferde als Zeitmesser
Genus: Zeit als Bewegung
Mit der GNS2 Eternal Gallop führt die unabhängige Genfer Marke Genus ihr Konzept fort, statt Zeigern bewegliche Elemente zur Anzeige der Uhrzeit zu benutzen. Das Prinzip, das wir bereits von der Genus Dragon her kennen, wird 2026, im chinesischen Jahr des Pferdes, auf diese Tierart angewandt. Durch die anspruchsvolle Mechanik in Kombination mit aufwendig gefertigten Miniaturskulpturen entsteht so eine poetische Form der Zeitanzeige.
5 PS am Handgelenk: Genus GNS2 Eternal Gallop in Roségold
WatchTimeWie man die Uhrzeit abliest
Fünf Miniaturpferde aus Roségold bewegen sich über das Zifferblatt und übernehmen die Anzeige der Minuten. Sie laufen nicht auf einer kreisförmigen Bahn, sondern auf der Bahn einer arabischen Ziffer Acht, dem Symbol der Unendlichkeit. Die beiden Kreise der Acht sind mit einer Schienenminuterie versehen. Zur vollen Stunde befindet sich das erste Pferd bei der 60 und der drachenförmige Baguettediamant, der auf der äußeren Bahn des Zifferblatts die Stunden anzeigt, auf einer vollen Stunde. Um Viertel nach sind alle Pferde um den oberen Kreis aufgerollt, um Viertel vor um den unteren, und so weiter. Erreicht das führende Pferd erneut die 60, ist der Diamant am nächsten Stundenindex angekommen. An diese Art der Indikation hat man sich schnell gewöhnt, die Uhr ist dann sehr einfach abzulesen.
Genus: GNS2 Eternal Gallop in Titan
GenusGravur und Skulptur: die Pferde als Einzelstücke
Die fünf Pferde gleichen sich nicht – jedes einzelne ist individuell gestaltet und repräsentiert je eines der Elemente der chinesischen Mythologie: nacheinander sind das Erde (1. Pferd), Holz, Wasser, Metall und Feuer (5. Pferd). Bei der Zuordnung der Pferde und ihrer Reihenfolge hat sich Sébastien Billières, Uhrmacher und Gründer von Genus, von den Prinzipien von Feng Shui und Sheng Qi leiten lassen. So soll aus der Verbindung aus Stärke, Eleganz und Geschwindigkeit eine positive Energie freigesetzt werden. Technisch gesehen wird jedes einzelne Exemplar vollständig von Hand graviert, dabei kommen mehrere tausend Bearbeitungsschritte zum Einsatz. Die Gravur erfolgt unter dem Mikroskop mit verschiedenen Sticheln, wobei Material unwiderruflich abgetragen wird. Laut Hersteller sind rund 12.000 einzelne Bewegungen notwendig, um ein Pferd fertigzustellen. Die Graveure achten darauf, dass Kontraste zwischen matten und polierten Flächen entstehen, sodass Muskeln, Mähne und damit die Bewegung plastisch erscheinen.
Genus: Handaufzugskaliber 260Rh-2
GenusKaliber 260Rh-2, modular aufgebaut
Angetrieben wird diese komplexe Darstellung vom Handaufzugskaliber 260Rh-2, das speziell für die GNS2 entwickelt wurde. Das Werk basiert auf einer modularen Konstruktion mit zwei Ebenen: ein Basiswerk für Energieversorgung und Regulierung sowie ein Aufsatzmodul für die Anzeige der Zeit über die beweglichen Elemente. Die Gangreserve liegt bei rund 50 Stunden.
Genus: GNS2 Eternal Gallop in Roségold
GenusZifferblatt und Gehäuse
Das Zifferblatt ist offen konstruiert und besteht aus mehreren Ebenen. Zwei halbmondförmige Anzeigen bilden die Basis und sind von Hand gehämmert, wodurch eine gewollt unregelmäßige Oberfläche entsteht. Diese zitiert den Boden, über den die Pferde laufen. Unterstützt wird die räumliche Wirkung durch ein stark gewölbtes Box-Saphirglas, das wie eine Kuppel über dem Zifferblatt steht.
Die Eternal Gallop erscheint in zwei Versionen: zum einen in Grade-5-Titan mit schwarzer ADLC-Beschichtung, zum anderen in 4N-Roségold. Beide Varianten besitzen ein Gehäuse mit 43 mm Durchmesser und einer Höhe von 18,8 mm. Die Wasserdichtigkeit liegt bei 30 Metern. Beide Varianten sind auf je acht Exemplare limitiert; die Preise liegen bei 118.000 Schweizer Franken für die Titanversion bzw. 150.000 Franken für die Roségolduhr.