Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 4 Min.

Hautlence: Kubera und Retrovision '64

Kubera oder Retrovision '64? Hautlence zeigt 2026, wie eine Nischenmarke zwischen Serienmodell und Sammlerobjekt navigiert.
Hautlence Kubera am Handgelenk

Hautlence Kubera am Handgelenk

© Hautlence

Hautlence präsentiert zur Watches and Wonders 2026 zwei Neuheiten, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Die Kubera Serie 1 markiert den Beginn einer komplett neuen Gehäuselinie, während die Retrovision '64 die bestehende Retrovision-Kollektion um ein drittes Kapitel erweitert. Beide Modelle verfolgen dieselbe konstruktive Grundidee: die Zeitanzeige ohne klassische Zeiger zu lösen.

Kubera Serie 1: Neue Architektur, neues Werk 

Mit der Kubera betritt Hautlence konzeptionell neues Terrain. Das Stahlgehäuse (36 x 43,8 x 11,3 mm) setzt auf eine mehrlagige, abgestufte Konstruktion, deren kaskadierende Ebenen an kubistische Formensprache erinnern. Das integrierte Stahlarmband mit sich verjüngenden Gliedern setzt diese Geometrie nahtlos fort. Das Zifferblatt aus Messing mit olivgrünem Lack trägt eine geometrische Reliefstruktur. Das Herzstück ist das Lajoux-Perret B60 mit Automatikaufzug und antimagnetischer Hemmung. Für Hautlence ist letzteres ein Novum. Das von Agenhor in Zusammenarbeit mit Hautlence entwickelte Modul realisiert springende Stunden via Fensteranzeige sowie eine periphere Minutenanzeige, bei der ein türkisfarbener Cursor am Zifferblattrand entlanggleitet. Die Gangreserve beträgt mindestens 70 Stunden bei 28.800 A/h. 

Hautlence Kubera

Hautlence Kubera

© Hautlence

Für Hautlence ist die Partnerschaft mit Agenhor nicht neu. Das Genfer Modulhaus, bekannt für komplexe springende Anzeigen und retrograde Mechanismen, hat bereits frühere Projekte der Gruppe begleitet. Im Jahr 2023 erwarb die Übergesellschaft MELB Luxe der Unternehmerfamilie Meylan eine Beteiligung an Agenhor, wodurch die Gruppe direkten und langfristigen Zugang zu einem der innovativsten Komplikationsateliers der Uhrenbranche erhielt. 

Hautlence Kubera

Hautlence Kubera

© Hautlence

Dass die Marke für die Kubera nun erstmals ein Lajoux-Perret-Basiswerk in Kombination mit einem Agenhor-Modul einsetzt statt eines hauseigenen Kalibers, ist eine pragmatische Entscheidung, die Entwicklungskosten senkt ohne die Anzeigekomplexität zu reduzieren. Die neue Serie positioniert sich als Referenz FB60-ST00 mit 32.000 Schweizer Franken als Einstieg zur Marke.

Hautlence Retrovision '64

Hautlence Retrovision '64

© Hautlence

Retrovision '64: Drei Exemplare, ein Tourbillon 

Wo die Kubera langfristig angelegt ist, spielt die Retrovision '64 in einer anderen Liga: limitiert auf nur drei Exemplare, ausgestattet mit fliegendem Minutentourbillon samt Doppelspirale. Das Referenzmodell ED50-TI00 zitiert in seiner Gehäuseform den klappbaren Kommunikator der US-amerikanischen Science-Fiction-Serie Star Trek aus dem Jahr 1966. Das Klappscharnier öffnet den Blick auf ein horizontal angeordnetes Zifferblatt aus Neusilber, auf dem die Stunden linear-retrograd springen. Die Minutenanzeige erfolgt auf einem separaten, runden Zifferblatt. Das fliegende Minutentourbillon mit Doppelspirale sitzt zentral sichtbar. Das Kaliber D50 mit Automatikaufzug liefert mindestens 72 Stunden Gangreserve bei 21.600 A/h und umfasst 239 Bauteile.

Hautlence Retrovision '64

Hautlence Retrovision '64

© Hautlence

Das Gehäuse aus Titan Grade 5 mit 5N-PVD- und brauner PVD-Beschichtung misst 61,2 x 41,8 x 15,6 mm, das Armband ist aus schwarzem Kautschuk. Das Stundenzifferblatt ist direkt ins Gehäuse integriert, mit oxidierter Oberfläche und orangefarbenen Ziffern. Die Retrovision-Reihe hat Hautlence seit 2022 zu einer Konstante im Programm entwickelt. Nach der Retrovision '47 (Radio) und der Retrovision '85 (Roboter) folgt nun ein Objekt aus der Popkultur der 1960er-Jahre. Die Retrovision-Modelle funktionieren als editoriale Objekte mit hohem Wiedererkennungswert und bedienen ein Sammlerfeld, das mechanische Uhren als designhistorische Artefakte begreift. Das Modell liegt bei 130.000 Schweizer Franken.

Wo steht Hautlence 2026? 

Hautlence zählt rund 200 Uhren Jahresproduktion. Die Marke ist seit 2012 Teil der MELB Holding, einer familiengeführten unabhängigen Uhrengruppe der Meylan Familie, zu der auch H. Moser & Cie zählt. Zehn hauseigene Manufakturkaliber wurden intern entwickelt, für einige Kollektionen arbeitet die Marke aber bewusst mit externen Partnern zusammen. Die Watches and Wonders 2026 hat eine Marke gezeigt, die ihre Positionierung zwischen avantgardistischer Designuhrmacherei und technisch substanziierter Haute Horlogerie weiter schärft. Die Kubera adressiert ein breiteres Käuferspektrum, die Retrovision '64 festigt den Status im Sammlermarkt. Dass beide Neuheiten dazu auf zeigerlose Anzeigenkonzepte setzen, ist ein klares Differenzierungsmerkmal der Marke gegenüber dem Gros der unabhängigen Hersteller.

Hautlence Schweizer Uhren Uhren über 50.000 Euro Uhren bis 50.000 Euro springende Stunde Tourbillon

Neueste Beiträge

Einzelstück in Handarbeit: Der Chronograph Lacerta von A. Mantei
Zifferblatt, Zeiger, Modifikation des Uhrwerks: Am Chronographen Lacerta ist vieles Handarbeit. Im Meisteratelier A. Mantei in Itzehoe entsteht das Einzelstück.
3 Minuten
Sternglas feiert zehnjähriges Jubiläum mit Zirkel X
Zum zehnjährigen Bestehen präsentiert die Hamburger Marke eine Uhr, die die Schönheit des Kreises zelebriert. Die Zirkel X präsentiert das markentypisch reduzierte Design in schlanker Proportion und führt zudem eine neue Typographie ein.
3 Minuten
21. Okt 2026
Frederique Constant präsentiert The Elements Collection – Edition 2026 - Seltene Mineralien und erstklassige Manufaktur-Uhrwerke
Die Elements Collection – Edition 2026 vereint drei stilprägende Modelle der Classic Manufacture in einem Set: die Classic Moonphase Date Manufacture, die Classic Tourbillon Manufacture und die Classic Perpetual Calendar Manufacture.
4 Minuten
22. Okt 2026
Top Thema: Hamilton x Call of Duty: Diese Khaki Field trägt Captain Price

Hamilton x Call of Duty: Diese Khaki Field trägt Captain Price

- Top Thema
Hotspot: Atlantic Worldmaster Open Heart – Die Unruh im Rampenlicht

Atlantic Worldmaster Open Heart – Die Unruh im Rampenlicht

- Hotspot
WatchTime September 2026

Das aktuelle WatchTime Magazin

- Jetzt erhältlich

Das könnte Sie auch interessieren

Baselworld: Die ehemalige Leitmesse der Uhrenindustrie - Historie, Vorgänger, Nachfolger
Rund 100 Jahre lang waren die Baselworld und ihre Vorgängermessen der wichtigste Treffpunkt für die Uhrenindustrie. Wir blicken auf den jährlichen Branchenevent zurück, der als Leitmesse mittlerweile von der Watches and Wonders in Genf abgelöst wurde.
5 Minuten
29. Mär 2024
Patek Philippe in Mailand: Sieben exklusive Limited Editions für Italien
Zur Watch Art Grand Exhibition in Mailand präsentiert Patek Philippe sieben Sondermodelle, die ausschließlich auf den italienischen Markt kommen. Das Spektrum reicht von einer Aquanaut und drei Calatrava-Varianten bis zum neuen Chronographen mit augenblicklichem ewigem Kalender und zwei Weltzeit-Minutenrepetitionen.
5 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige