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Lesedauer 4 Min.

Rosengärten fürs Handgelenk: Diors Grand Soir Automate

Rosengärten und Nachthimmel aus Diamant und Perlmutt: Diors neue Grand Soir Automate kombiniert Quarzwerk, Automatenkomplikation und die Gründungslegende des Hauses.
Dior Grand Soir Automate La Roseraie, befestigen von Lünette am Gehäuse

Dior Grand Soir Automate La Roseraie

© Dior

Dior lässt in der Grand-Soir-Kollektion einen Garten auf dem Zifferblatt wachsen, der mehr ist als dekoratives Beiwerk: Mit der Automate La Roseraie bringt das Haus sechs neue Referenzen heraus, deren Perlmutt- und Edelmetallkulisse die Villa Les Rhumbs in Granville zitiert, jenes Elternhaus, in dem Christian Dior aufwuchs. Fünf der sechs Uhren sind auf acht Exemplare limitiert, eine ist ein Unikat. Alle sechs teilen dieselbe Grundkonstruktion, unterscheiden sich aber in Motiv, Farbgebung und Steinbesatz – und in einem Punkt, der bei aller Juwelierskunst genauer betrachtet werden sollte: dem Werk. 

Villa Les Rhumbs als Bildvorlage 

Dior bedient sich bei der Roseraie unmittelbar aus der eigenen Biografie. Die Villa des Rhumbs oberhalb von Granville, in der Christian Dior seine Kindheit verbrachte, war für ihre üppigen Rosengärten bekannt; laut Maison sollen dort die ersten gestalterischen Ambitionen des späteren Couturiers gereift sein. Das Zifferblatt überträgt diese Kulisse in Perlmutt-Marketerie und gesetzte Goldzweige: ein Weg führt auf die im Hintergrund angedeutete Hausfassade zu, gerahmt von ineinander verschlungenen Rosensträuchern, deren Blüten Edelsteinherzen tragen. Der Gehäuseboden trägt dazu passend eine stilisierte Darstellung des Granville-Hauses.

Dior Grand Soir Automate La Roseraie mit Diamantband

Dior Grand Soir Automate La Roseraie mit Diamantband

© Dior

Automatenwerk statt reiner Zifferblattmalerei 

Technisch handelt es sich um einen echten Automaten im uhrmacherischen Sinn, nicht nur um ein bemaltes Zifferblatt. Ein Drücker im Gehäuse – je nach Referenz in Weiß- oder Roségold ausgeführt – aktiviert drei Animationen bei 3, 4 und 9 Uhr: zwei Kolibris schlagen mit den Flügeln, während sich eine bemalte Perlmuttscheibe mit Biene und Schmetterling dreht. Ein von Hand graviertes Papageien-Motiv mit changierendem Farbverlauf ergänzt die Szene, bleibt aber statisch. Die Konstruktion aus mehreren beweglichen, farblich unterschiedlich eingefärbten Federelementen (die Kolibri-Gefieder sind je nach Referenz separat gefärbt) verlangt Platz im Kaliber – ein Grund, warum Dior hier leider nicht auf ein mechanisches Automatikwerk, sondern auf ein Quarzwerk von ETA mit aufgesetztem, für Dior entwickeltem Automatenmechanismus setzt. 

Die Funktionsanzeige beschränkt sich entsprechend auf Stunden und Minuten. Diese Konstruktionsentscheidung ist bei Automatenuhren nicht unüblich, sollte aber benannt werden: Der technische und gestalterische Aufwand steckt hier nicht im Uhrwerk, sondern im Zifferblattkunsthandwerk und im Steinbesatz. (Auch interessant: Die Magie von Cannage - La D de Dior funkelt heller denn je)

Dior Grand Soir Automate Nachthimmel

Dior Grand Soir Automate mit Nachthimmel – eine „Il était une fois…“-Interpretation der Grand-Soir-Linie

© Dior

Diverse Referenzen, ein Gehäusekonzept 

Die Wasserdichtigkeit von 30 Metern und der 38-Millimeter-Durchmesser in Weißgold sind bei allen Referenzen identisch. Alle Versionen teilen ein schneegefasstes Weißgoldgehäuse mit 1015 Diamanten (3,71 ct) sowie eine mit 48 Diamanten (1,92 ct) besetzte Lünette und eine mit 63 Diamanten (0,24 ct) besetzte Krone. Unterschiede ergeben sich in Lünetten-Edelmetall, Armband und Farbschema der Edelsteine.

Dior Grand Soir Automate La Roseraie

Dior Grand Soir Automate La Roseraie

© Dior
  • Referenz CD13316X1742 (Unikat): Weißgold-Lünette, komplett diamantbesetztes Weißgold-Gliederarmband mit 1034 Diamanten (10,34 ct). Zifferblatt kombiniert Smaragde, blaue, rosa und violette Saphire. Gesamtdiamantanzahl 2173 (16,23 ct), Gesamtsteinbesatz 16,38 ct – die mit Abstand steinreichste Ausführung der Serie. 
  • CD1331KX1737 (8 Exemplare): Roségold-Lünette, weißes Alligatorlederband mit diamantbesetzter Weißgold-Dornschließe. Smaragde, Tsavorite, vereinzelt Saphire; Gesamtsteinbesatz 6,58 ct. 
  • CD1331KX1739 (8 Exemplare): Roségold-Lünette, Kolibris in Gelbgold, Papagei in Orange-Rosa-Verlauf. Smaragde, Spessartite, Tsavorite, ein rosa Saphir; 6,60 ct. 
  • CD13316X1738 (8 Exemplare): Weißgold-Lünette, Kolibris in Weißgold, Papagei in Orange-Grün-Verlauf. Spessartite, Tsavorite, rosa Saphire; 6,59 ct. 
  • CD13316X1740 (8 Exemplare): Weißgold-Lünette, Kolibris in Weißgold mit blau gefärbtem Gefieder, Papagei in Blau-Violett-Verlauf. Smaragde, Tsavorite, blaue und violette Saphire; 6,60 ct. 

´Die vier Acht-Stück-Editionen unterscheiden sich untereinander im Wesentlichen durch die Ausführung der Kolibris, der Verlaufsfarbe der gravierten Papageien und die Auswahl der Farbedelsteine, folgen damit aber jeweils einem eigenen, in sich stimmigen Farbthema.

Die Automate La Roseraie reiht sich in eine Kategorie ein, die stilistisch näher an der Haute Joaillerie als an der klassischen Uhrmacherei liegt: Der Automaten-Mechanismus ist Zusatzkomplikation zu einem im Kern schmuckbasierten Objekt, das Quarzwerk unterstreicht diese Priorität. Dass Dior dabei mit dem biografischen Bezug zur Villa des Rhumbs arbeitet, verortet das Design nachvollziehbar innerhalb der Ikonografie des Hauses, die auch andere „Il était une fois…“-Interpretationen der Grand-Soir-Linie bedient. Preis auf Anfrage.

Dior limitierte Uhren-Editionen Quarzuhr ausgefallene Uhren

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