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Lesedauer 4 Min.

Mühle-Glashütte: Quarz-Marinechronometer Edition 1994

30 Jahre Mühle-Glashütte GmbH, 30 Jahre Quarz-Marinechronometer. 1994 gründete Hans-Jürgen Mühle das Unternehmen seiner Familie neu und konstruierte ein neues Marinechronometer, das bis heute gefertigt wird. Im Jubiläumsjahr lanciert es die Marke als exklusive Edition 1994, limitiert auf nur 30 Exemplare.
Muehle_Glashuette_Quarz-Marinechronometer_Edition_1994
© Mühle-Glashütte
Nautische Tugenden mit langer Tradition

In diesem Jahr feiert nicht nur Nautische Instrumente Mühle-Glashütte sein 30-jähriges Bestehen, sondern auch das Quarz-Marinechronometer des unabhängigen Glashütter Familienunternehmens. Beides ist untrennbar miteinander verbunden. Denn 1994 wurde die Mühle-Glashütte GmbH neu gegründet, um die in Glashütte eingestellte Produktion von Marinechronometern weiterzuführen.

Vorausgegangen war der Neugründung eine Reihe firmenhistorischer Ereignisse: So musste Hans-Jürgen Mühle im Jahr 1980 die Eingliederung des zuvor enteigneten Familienbetriebs in den VEB Glashütter Uhrenbetriebe (GUB) hinnehmen. Hier wurde ihm eine Position im Vertrieb angeboten, wo der Ingenieur für Optik und Feinmechanik unter anderem für den Verkauf von Marine-Chronometern zuständig war.

Nach der deutschen Wiedervereinigung nutzte Hans-Jürgen Mühle die wiedergewonnene Freiheit und gründete das Unternehmen seiner Familie neu. 1994 ließ er es als Mühle-Glashütte GmbH nautische Instrumente und Feinmechanik neu eintragen und begann mit zwei Mitarbeitern mit der Konstruktion eines neuen Marinechronometer, das vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie in Hamburg zugelassen wurde. Die nach DIN 8319 an Chronometer gestellten Forderungen wurden dabei weit übertroffen. Daraus entwickelt sich in den darauffolgenden Jahren, was Mühle-Glashütte bis heute auszeichnet: funktionale Armbanduhren, denen die nautischen Tugenden der Präzision, Zuverlässigkeit und intuitiven Ablesbarkeit zugrunde liegen.

Muehle_Glashuette_Quarz-Marinechronometer_Edition_1994, Box

Das Mahagoni-Gehäuse hat mit 185 x 185 Millimetern die klassischen Maße eines Marinechronometer. 

© Mühle-Glashütte
Die Anforderungen der nautischen Navigation

Präzision, Zuverlässigkeit und eine gute Ablesbarkeit sind auf See extrem wichtig. Die hervorragende Genauigkeit des Quarz-Marinechronometer wird zum einen durch präzise gearbeitete, mechanische Bauteile gewährleistet, zum anderen wird sein Uhrwerk mit zuverlässiger Elektronik ausgestattet. Diese verfügt als Taktgeber über ein speziell ausgewähltes, künstlich gealtertes und temperaturstabilisiertes 4,19-MHz-Schwingquarz. Damit erreicht das Quarz-Marinechronometer im vorgeschriebenen Temperaturbereich eine mittlere Gangschwankung von unter 0,01 Sekunden pro Tag.

Auf See zeigt ein Marinechronometer die zur Navigation benötigte Universal Time Coordinated, kurz UTC, an. Im Vergleich mit der Ortszeit kann so der Längengrad der eigenen Position bestimmt werden. Damit die UTC-Zeit auf weiter See auch bei einem Batteriewechsel präzise gehalten wird, läuft das Quarz-Marinechronometer ohne Batterie mindestens 5 Minuten ohne Gangunterbrechung weiter. Eine erneute Zeiteinstellung ist daher nicht nötig. Genau wie eine Wartung des Uhrwerks: Denn Mechanik und Elektronik sind auf jahrelangen Dauerbetrieb ausgelegt. 

Die Zeit kann auf einem übersichtlichen und reflexionsfreien Zifferblatt präzise abgelesen werden. Dieses verfügt Glashütte-typisch über eine kleine Sekunde. Auf der separaten Skala vollzieht der Sekundenzeiger präzise Sekundenschritte ohne jegliche Vibration.

Muehle_Glashuette_Quarz-Marinechronometer_Edition_1994, Detail

Wie bei historischen Marinechronometern wird die Limitierungsnummer innerhalb der kleinen Sekunde bei 6 Uhr platziert.

© Mühle-Glashütte
Edle Ausstattungsmerkmale

Das Zifferblatt wurde für das Quarz-Marinechronometer Edition 1994 neu und modern gestaltet. Auf der cremeweißen Grundfläche findet sich eine "Mühle-blaue" Minuterie, die bei 3, 6, 9 und 12 über verlängerte Doppelindizes verfügt. Außerhalb sind kleine Minutenziffern platziert. Passend zum Jubiläum wird die Minutenzahl 30 durch eine goldene Farbgebung hervorgehoben, während die 55 passend zur 155-jährigen Tradition als Unternehmer in Glashütte durch eine 155 ersetzt wird. 

Wie bei historischen Marinechronometern wird die Limitierungsnummer innerhalb der kleinen Sekunde platziert. Auch sie zeigt sich im Farbton Gold – genau wie die vergoldeten Zeiger für Stunde, Minute und Sekunde.

Geschützt werden Zifferblatt und Uhrwerk durch ein edles Mahagoni-Gehäuse, das mit 185 x 185 Millimetern die klassischen Maße eines Marinechronometer besitzt. Das Gehäuse schützt vor Staub, Tropfwasser und Störstrahlung und ermöglicht das Ablesen der Zeit auch bei geschlossenem Deckel. 

In der Edition 1994 ist es mit zwei Sondergravuren versehen. Diese platziert Mühle-Glashütte stilecht auf je einer Messingplakette unter dem Öffnungsdrücker des Gehäusedeckels sowie auf der vergoldeten, fein geschliffenen Zifferblattplatine. Die Plaketten tragen neben dem Editionsnamen und dem 30-Jahre-Jubiläumslogo auch die Zahl der Gesamtlimitierung. So ist die exklusive Edition 1994 auf den ersten Blick zu erkennen. Das Jubiläum ist sogar im Preis zu erkennen: Er beträgt 1.194 Euro.

Hier lesen Sie mehr über die Teutonia IV Großdatum Edition 1994 mit ihrem neu entwickelten Modul-Uhrwerk MU9424-GD, welche Mühle vor Kurzem als krönenden Abschluss der Feierlichkeiten zum 30-jährigen Bestehen des Familienunternehmens vorstellte. Und hier gibt es interessante Informationen über eine aktuelle Sonder-Ausstellung in Kooperation mit dem Deutschen Uhrenmuseum Glashütte.

Mühle-Glashütte Chronometer Glashütte Uhren limitierte Uhren-Editionen Uhren bis 2.000 Euro

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