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5 Fakten über Sinn Spezialuhren

Sinn Spezialuhren 903 St Be II
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Sinn Spezialuhren

Wer eine Sinn-Uhr kauft, ist ein Überzeugungstäter. Menschen, die hohe Affinität zur Technik besitzen und die davon fasziniert sind, wie Sinn Spezialuhren Lösungen zum Beispiel für erhöhten Magnetfeldschutz und Kratzfestigkeit findet. Manche müssen sich im Beruf auf ihre Uhr verlassen können, weil ihr Leben davon abhängt, beispielsweise Rettungstaucher, Feuerwehrleute, Piloten. Sinn-Uhren warten für sie nur mit technologischen Lösungen auf, die nützlich sind.

Beeindruckendes Modell: die 717, die die Sinn-Borduhr NaBo 17 ZM zum Vorbild hat: Den zentralen Minutenzähler des Chronographen realisiert Sinn mit dem selbst entwickeltem Modul SZ01 auf Basis des Kalibers Concepto C 99001. Auch die orangefarbene Signalfarbe der Stoppzeiger und die Gestaltung von Zeiger, Zifferblatt und innenliegender Drehskala übernimmt die 717. Der Innenring wird durch Drehen der Lünette bewegt.

© Sinn Spezialuhren

Das Unternehmen, 1961 vom Piloten und Blindfluglehrer Helmut Sinn gegründet und seit 1994 unter der Leitung von Dipl. Ing. Lothar Schmidt, vertreibt seine Produkte in Deutschland direkt und über ausgewählte Juweliere, sogenannte Depots, an den Endverbraucher.

Zu Sinns speziellen technischen Lösungen gehören – dank Hydro-Technologie – absolut beschlag- und verspiegelungsfreie Taucheruhren aus deutschem U-Boot-Stahl, Uhren mit idealem Uhrwerk-Alterungsschutz durch Schutzgasfüllung und integrierter Trockenkapsel, Einsatzzeitmesser mit Temperaturresistenztechnologie, die den Lauf zwischen minus 45 und plus 80 Grad Celsius sicherstellen. Mit der Diapal-Technologie werden die Materialien für die wichtigsten Funktionsstellen in der Uhr so ausgewählt, dass auf Schmierung verzichtet werden kann.

Sinn bringt seinen Navigationschronograph 903 zurück – mit verbesserter Technik

Sinn bringt seinen Navigationschronograph 903 zurück – mit verbesserter Technik

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Besonderheiten

2001 kam erstmals ein Modell, das mit einer schmierstofffreien Ankerhemmung arbeitet, auf den Markt. Mithilfe einer Oberflächenhärtung, der so genannten Tegiment-Technologie, wird eine stark erhöhte Kratzfestigkeit erreicht. Neuestes Modell ist die Sinn U50 S L, die auf 500 Exemplare limitiert ist.

Für den speziell für Hubschrauberrettungskräfte und -notärzte entwickelte Einsatzzeitmesser EZM 12 erhielt Sinn 2019 den renommierten Designpreis Red Dot Award. 2020 hat das Modell 936 einen Red Dot Award gewonnen.

Red Dot 2019: Sinn Spezialuhren EZM 12 (3.450 €) © Sinn Spezialuhren, Red Dot
Gewann 2020 den begehrten Designpreis Red Dot Award: Sinn Modell 936 (3.090 €) © Sinn Spezialuhren

Fakt #1 über Sinn: Entwickelt für Profis

Einsatzzeitmesser (EZM) werden für professionelle Anwender, bei denen eine präzise Zeitnahme unter Umständen über Leben und Tod entscheidet, konstruiert. Sie konzentrieren sich auf das Wesentliche, sind hervorragend ablesbar und entsprechend ihres Einsatzgebietes mit speziellen Funktionen ausgestattet. Zum Beispiel enthalten der EZM 4 und 7 − entwickelt für Feuerwehrleute und Rettungskräfte − Messskalen zur Überwachung von Einsatzzeiten mit Atemschutzgeräten. Der EZM 2B (UX) ist für die maritime Einheit der GSG 9 entwickelt, unter Wasser aus jedem Winkel verspiegelungsfrei ablesbar und druckfest für jede erreichbare Tauchtiefe.

Spezialuhren: EZM 7 wurde mit Feuerwehrleuten für den Einsatz entwickelt

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Fakt #2 über Sinn: Markengründer und Uhrenlegende Helmut Sinn

Sinn Spezialuhren wurde 1961 von Helmut Sinn in Frankfurt am Main gegründet. Mit ihm verbindet man Uhrengeschichte – technische Entwicklungen, selbst entworfene Armbanduhren, Frankfurter Unternehmen. Seine Leidenschaften, das Fliegen und der Automobilrennsport, beeinflussten ihn bei der Entwicklung seiner Uhren. Diese weisen hohe Funktionalität und eine ganz typische Formensprache mit hohem Wiedererkennungswert auf. Sinn-Uhren schafften es sogar bis ins Weltall. 1985 beispielsweise trug der deutsche Physiker und Astronaut Reinhard Furrer während der Spacelab-Mission D1 die 140 S am Handgelenk. Bis 1994 war Helmut Sinn im operativen Geschäft von Sinn Spezialuhren tätig, zog sich dann zurück und verkauft das Unternehmen. Im Anschluss an seine Zeit bei Sinn Spezialuhren, von 1995 bis 2014, war Helmut Sinn Eigentümer der Uhrenmarke Guinand und brachte die Firma nach Frankfurt am Main. Im Alter von 101 Jahren starb Helmut Sinn am 14. Februar 2018.

Uhrenlegende Helmut Sinn © Sinn Spezialuhren

Fakt #3 über Sinn: Frankfurter Finanzplatzuhr

Auch wenn Frankfurt am Main für die Uhrenbranche ein eher untypischer Standort ist, sitzt Sinn Spezialuhren noch immer dort. 2017, nach über 30 Jahren, wechselte die Marke sein Domizil und zog vom Ortsteil Rödelheim nach Frankfurt-Sossenheim. Die Verbundenheit zur Stadt drückt Sinn Spezialuhren mit einem eigenen Uhrenmodell aus. 1999 lanciert die Marke eine klassisch-elegante Uhr mit dem Schriftzug 'Frankfurt am Main'. Die Kunden, größtenteils Liebhaber technischer Uhren, wollten auch eine sogenannte 'Anzug-Uhr' der Marke ihres Vertrauens. Sinn Spezialuhren ging diesen – aus damaliger Sicht – großen Schritt mit der Frankfurter Finanzplatzuhr 6000.

Sinn: Frankfurter Finanzplatzuhr 6012 (4.950 €) © Sinn Spezialuhren

2019, 20 Jahre später, feierten die Frankfurter diese Erfolgsgeschichte mit dem Modell 6012. Die stählerne Frankfurter Finanzplatzuhr mit Vollkalender besitzt eine Mondphasenanzeige, die einen Erdtrabanten aus Perlmutt zeigt. Sämtliche Funktionen treibt das Automatikkaliber SZ06 an, ein Valjoux 7751, in das Sinn einen 60- statt 30-Minuten-Zähler einbaut. Die 41,5 Millimeter große Uhr ist bis 100 Meter wasserdicht.

Fakt #4 über Sinn: Einmaliges Prüfverfahren

Seit 2005 werden Uhren aus seewasserbeständigem U-Boot-Stahl gefertigt. Die

Sinn U1 und die Sinn U2 waren die ersten Taucheruhren aus diesem Material und wurden beim Germanischen Lloyd (heute DNV GL) geprüft und zertifiziert. Dieser weltgrößte Sicherheitsklassifizierer für die Schifffahrt testet Sinn-Taucheruhren auf Druckfestigkeit und Wasserdichtheit. Seit 2006 werden diese Taucheruhren als Bestandteil der Tauchausrüstung aufgefasst und gemäß den europäischen Tauchgerätenormen überprüft und zertifiziert. Dieses Verfahren ist einmalig in der Uhrenbranche. 2020 hat Sinn eine mit der 41 Millimeter großen U50 eine drei Millimeter kleinere Variante der U1 herausgebracht.

Sinn: U50 SDR mit schwarzem Drehring

© Sinn Spezialuhren

Alle Informationen zur Sinn U50 findet man auch in unserem Hands-on-Video, in dem wir uns die Taucheruhr genauer angesehen und den gehärteten Taucherdrehring sogar einem Kratztest unterzogen haben. Das Ergebnis und die zahlreichen innovativen Technologien der U50 sehen Sie im Video.

Fakt #5 über Sinn: Weltweit erste TESTAF-zertifizierte Uhr

Ausgewählte Fliegeruhren werden seit 2012 an der FH Aachen nach dem Technischer Standard Fliegeruhren (TESTAF) zertifiziert. Er ist Ergebnis eines gemeinsamen Forschungsprojekts auf Initiative von Sinn Spezialuhren und stellt sicher, dass eine Fliegeruhr für den professionellen Einsatz qualifiziert ist. Die EZM 10 ist die weltweit erste TESTAF-zertifizierte Uhr, mittlerweile ist sie bei Sinn jedoch nicht mehr erhältlich. Bemerkenswert ist auch das Uhrwerk SZ01 des Modells. Es wurde nach dem Vorbild des Lemania 5100 konstruiert. Das SZ01 verfügt über einen springenden 60-Minuten-Stoppzeiger aus dem Zentrum. Diese Anzeige findet man heute nur noch selten.

Sinn Spezialuhren: EZM 10 TESTAF (nicht mehr bei Sinn erhältlich) © Sinn Spezialuhren

Auf Initiative von Sinn Spezialuhren wurde auch die erste Fliegeruhrennorm, die DIN 8330 „Zeitmesstechnik – Fliegeruhren“ entwickelt. Diese überträgt den hohen Anspruch, der an die Ausrüstung von Flugzeugen und Hubschraubern gestellt wird, auf Armbanduhren. Es wird sichergestellt, dass eine Armband-Fliegeruhr die im Fluggerät vorhandenen Zeitmessinstrumente für den Piloten in vollem Umfang ersetzen kann.

Erfüllen die DIN 8330 für Fliegeruhren: Sinn 103 Ti UTC IFR und 103 Ti IFR © Sinn Spezialuhren

Außerdem wird garantiert, dass die Uhr von den physikalischen Belastungen des Flugbetriebs nicht beeinträchtigt wird und, dass sie kein Gefährdungspotenzial darstellt. Weiterhin ist eine Fliegeruhr, die die DIN 8330 erfüllt, mit den anderen Bordinstrumenten eines Fluggeräts kompatibel.

Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert.

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