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Lesedauer 3 Min.

„Fly Me to the Moon“: der alternative Blick auf die Mondmission

Der Film "Fly Me to the Moon" interpretiert die Apollo-11-Mission auf fantasievolle Weise neu – inklusive Omega Werbung.
Channing Tatum und Scarlett Johansson im Film "Fly Me To The Moon"

Cole Davis (Channing Tatum) und Kelly Jones (Scarlett Johansson) sollen das Image der NASA retten.

© Sony Pictures Entertainment

„Eine Uhrenwerbung? Das ist Ihre große Idee?“ Diese Frage illustriert auf eindrucksvolle Weise den charmanten, wenn auch fiktiven Ansatz von „Fly Me to the Moon“, einer romantischen Komödie, die die historische Apollo-11-Mission auf eine fantasievolle und nicht ganz präzise Weise neu interpretiert. Die Handlung dreht sich um Cole Davis, verkörpert von Channing Tatum, einen angesehenen NASA-Direktor und ehemaligen Piloten, sowie Kelly Jones, gespielt von Scarlett Johansson, einer ehrgeizigen Marketingexpertin, die beauftragt wird, das öffentliche Interesse an der Mondlandung neu zu entfachen.

Im Jahr 1968, inmitten von politischem Aufruhr und abnehmender Unterstützung für die Apollo-Missionen, wird Kelly Jones engagiert, um durch raffinierte Werbung und Public Relations das Projekt zu retten. Ihre Methoden sind jedoch weniger historisch akkurat als vielmehr fantasievoll. Sie inszeniert fiktive Werbeaktionen sowie Produktplatzierungen, darunter die legendäre Omega Speedmaster.

Cole Davis (Channing Tatum) und Kelly Jones (Scarlett Johansson) im Film "Fly Me To The Moon"
Cole Davis (Channing Tatum) und Kelly Jones (Scarlett Johansson) auf dem Weg zum Mond. © Sony Pictures Entertainment

Die Omega Speedmaster hat eine besondere Verbindung zur Mondmission. Bereits 1962 wurde die Speedmaster erstmals in den Weltraum geschickt, als sie als private Armbanduhr des Astronauten Walter Schirra während des Mercury-Atlas 8-Flugs getragen wurde. Drei Jahre später, im März 1965, erhielt die Speedmaster den Status der offiziellen NASA-Armbanduhr, nachdem sie rigorose Tests bestanden hatte. Diese Tests prüften unter anderem die Funktionalität in der Schwerelosigkeit und die Widerstandsfähigkeit gegen starke Magnetfelder.

Die wahre Ikonisierung der Speedmaster begann jedoch im Juni 1965, als sie bei der Gemini 4-Mission getragen wurde. Hier machte der Astronaut Ed White beim ersten amerikanischen Weltraumausstieg Geschichte, und die Speedmaster wurde als Teil dieser historischen Momente festgehalten. Um ihre außergewöhnliche Leistung zu kennzeichnen, fügte Omega 1966 die Bezeichnung „Professional“ hinzu, die seitdem alle nachfolgenden Modelle der Speedmaster ziert.

Der Höhepunkt der Mondmission kam am 20. Juli 1969, als die Saturn-V-Rakete vom Kennedy Space Center abhob, um die erste Mondlandung zu ermöglichen. Neil Armstrong, Edwin „Buzz“ Aldrin und Michael Collins, ausgestattet mit Omega Speedmaster Chronographen, schrieben Geschichte. Während Armstrong berühmt „einen kleinen Schritt für einen Menschen, aber einen großen Sprung für die Menschheit“ sprach, war es tatsächlich Aldrins Speedmaster, die den Mond betrat, da Armstrong seine Uhr in der Landefähre zurückließ.

Seitdem trägt die Omega Speedmaster den Ehrennamen „Moonwatch“, und ihre Gehäuserückseite ziert der Schriftzug „First Watch Worn on the Moon“.

Historische Referenz der Omega Speedmaster
Die Speedmaster war 1965 die einzige von der NASA für alle bemannten Weltraummissionen zugelassene Uhr und wurde nach der Apollo-11-Landung zur „Moonwatch“. © Omega

Der Film „Fly Me to the Moon“ mag zwar eine vereinfachte und romantisierte Sichtweise der Mondlandung präsentieren, doch bietet er dennoch ein charmantes Schauspiel und eine visuell ansprechende Inszenierung. Er spiegelt auf unterhaltsame Weise die Verbindung zwischen Werbung und Realität wider und liefert eine amüsante, wenn auch weitgehend fiktive Perspektive auf die epochemachenden Ereignisse der 1960er Jahre.

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