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TAG Heuer: Genauer geht es nicht

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Heuer Carrera Mikrograph 1/100 Second Chronograph
© PR
Die Hundertstelsekundenmessung am Handgelenk war bis dato fast ausschließlich der Quarzuhr vorbehalten. TAG Heuer betrachtete das Thema jedoch schon vor Jahren aus mechanischem Blickwinkel, was damals zum Modell Calibre 360 führte. Dem zugekauften Modulchronographen auf Eta-Basis war jedoch keine große Zukunft beschieden. Er konnte nicht überzeugen, insbesondere die Performance des Stoppmoduls war bescheiden. Das Thema selbst ist für TAG Heuer jedoch essenziell, beruht doch ein Teil der ruhmreichen Geschichte auf einem ab 1916 gefertigten Taschenuhrchronographen namens Mikrograph, der die Messung von Hundertstelsekunden beherrschte, während Pendants dazu sich noch mit Fünftelsekunden begnügten. Der nun präsentierte Heuer Carrera Mikrograph 1/100 Second Chronograph stellt eine vollständige Neuentwicklung dar. Der Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung Guy Semon, der Uhrmacher Denis Badin und der Ingenieur Janick Chatelain haben ihn mit einem kleinen Team in den vergangenen zwei Jahren entwickelt.
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© PR
Der Mechanismus besteht aus zwei unabhängigen Räderwerken samt Federhaus und Hemmung. Der Teil für die Uhrzeit ist klassisch aufgebaut: Die Unruh der Schweizer Ankerhemmung oszilliert mit 28.800 Halbschwingungen pro Stunde, das Federhaus bietet 48 Stunden Gangreserve und das Datum besitzt eine Schnellverstellung. Der dem Chronographen zugehörige Mechanismus ist kein Modul, sondern vollständig ins Uhrwerk integriert. Seine Besonderheit ist die mit 360.000 Halbschwingungen pro Stunde extrem schnell oszillierende Unruh. Die Energie für knapp 100 Minuten stoppen kommt von einem Federhaus, das von Hand aufgezogen werden muss; der Rotor zieht nur das zur Automatikuhr gehörende Federhaus auf. Interessant ist vor allem die Konstruktion des Schaltradchronographen, der als eigenständiger Mechanismus ohne Kupplung auskommt. Zum Anhalten des Chronographen wird „einfach" die eigene, kleinere Unruh mit Hilfe eines Hebels gestoppt. Beim Starten beschleunigt derselbe Hebel die Unruh zart, da sie wegen der dicken Spirale nicht von selbst anlaufen kann. Nun dreht sich der Stoppsekundenzeiger wieder einmal pro Sekunde um das Zifferblatt. Die Stoppsekunden lassen sich auf dem Hilfszifferblatt bei der Sechs ablesen, die maximal 30 Stoppminuten auf dem Zähler bei der Drei. Die Gangreserveindikation bei zwölf Uhr vervollständigt das Anzeigenensemble. Das Nullstellen erfolgt übrigens traditionell über drei Nullstellherzen. „Die Uhr enthält keinen Hokuspokus", versichert Guy Semon, der als Doktor der Physik und Ingenieurswissenschaften zuvor in der Luftfahrt- und Raumfahrtindustrie tätig war. Alle verwendeten Materialien und Techniken seien klassisch, „wir haben ganz bewusst auf den Einsatz von Silizium und Co. verzichtet." Die Entwicklung zeigt indessen revolutionäre Züge: Mehr als 28.000 Detailberechnungen waren nötig, bis der neue Stopper wie gewünscht funktionierte. AL Bei den Videos handelt es sich um Vorab-Videos. Die Aufnahme der Rückseite erfolgte mit einem Uhrwerk ohne den aufgesetzten Automatikrotor
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