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Lesedauer 4 Min.

Audemars Piguet Royal Oak Concept: Flying Tourbillon von Yoon und Verbal

Audemars Piguet lanciert eine neue Royal Oak Concept Flying Tourbillon in Zusammenarbeit mit den japanisch-koreanischen Künstlern Yoon Ahn und Verbal. Die auf 150 Exemplare limitierte Uhr kombiniert Titan, schwarzes Aventurin und ein rot akzentuiertes fliegendes Tourbillon.
Audemars Piguet: Royal Oak Concept Flying Tourbillon Yoon und Verbal

Audemars Piguet: Royal Oak Concept Flying Tourbillon Yoon und Verbal

© Audemars Piguet

Während der Hype um die Royal Pop, die heiß begehrte Kooperationsuhr von Audemars Piguet und Swatch, in vollem Gange ist, präsentiert AP eine Co-Creation ganz anderer Art: Die neueste Royal Oak Concept Flying Tourbillon entstand gemeinsam mit Yoon Ahn und Verbal, dem in Tokio ansässigen Kreativduo hinter Ambush, und ist auf 150 Exemplare limitiert. Die Uhr misst 38,5 mm, besteht aus Titan und kombiniert ein schwarz schimmerndes Aventurin-Zifferblatt mit einem rot akzentuierten fliegenden Tourbillon bei 6 Uhr.

Die Zusammenarbeit folgt einem Prinzip, das Audemars Piguet seit Jahren konsequent ausbaut: Die Royal Oak Concept dient nicht nur als Plattform für technische Experimente, sondern auch für gestalterische Grenzgänge zwischen Uhrmacherei, Mode, Musik und zeitgenössischer Kultur. Yoon Ahn ist als Designerin und Creative Director bekannt, Verbal als Musikproduzent, Kulturunternehmer und langjähriger Uhrenenthusiast. Gemeinsam gründeten sie Ambush, ein Label, das aus experimentellem Schmuck hervorging und sich später zu einer international wahrgenommenen Modemarke entwickelte.

Yoon Ahn mit der neuen AP Royal Oak Concept

Yoon Ahn mit der neuen AP Royal Oak Concept

© Audemars Piguet

Rot als visueller Ausgangspunkt

Die neue Royal Oak Concept Flying Tourbillon übernimmt die kantige, futuristische Architektur der Kollektion, interpretiert sie jedoch in einem kompakteren Format. Das Gehäuse misst 38,5 mmim Durchmesser und ist aus Titan gefertigt. Sandgestrahlte, satinierte und polierte Flächen wechseln einander ab und betonen die skulpturale Geometrie der Royal Oak Concept. Die verschraubte Krone besteht aus schwarzer Keramik und trägt einen Kronenbesatz aus Titan.

Im Zentrum der Gestaltung steht das fliegende Tourbillon bei 6 Uhr. Sein oberer Käfig aus Aluminium ist rot eloxiert – eine Premiere für AP. Das Rot ist der visuelle Ausgangspunkt der gesamten Uhr. Es lenkt den Blick auf das mechanische Zentrum und setzt sich deutlich vom dunklen, zurückhaltenderen Umfeld ab. Das schwarze Aventurin-Zifferblatt sorgt dabei für einen subtilen Schimmer. Eingefasst wird es von silbergrau getönten, spiegelpolierten Schrägen, die der offenen Architektur zusätzliche Tiefe geben. Die geschwärzten Royal-Oak-Concept-Zeiger aus Weißgold sind mit grauer Leuchtmasse gefüllt. Eine schwarze Innenlünette mit kontrastierender Minutenmarkierung hält die Anzeige klar strukturiert. Vor Wasser sollte man Uhr fernhalten: Sie ist nicht wasserdicht, sondern lediglich bis 20 Meter spritzwassergeschützt.

Audemars Piguet: Royal Oak Concept Flying Tourbillon Yoon und Verbal mit rotem Band

Audemars Piguet: Royal Oak Concept Flying Tourbillon Yoon und Verbal mit rotem Kautschukband

© Audemars Piguet

Kaliber 2982 mit fliegendem Tourbillon

Angetrieben wird die limitierte Edition vom Handaufzugskaliber 2982, das Audemars Piguet speziell für die Zusammenarbeit mit Yoon und Verbal entwickelt hat und das auf dem AP-Kaliber 2964 basiert. Das mit 3 Hertz (21.600 A/h) getaktete Werk verfügt über ein fliegend, also nur von unten gelagertes Tourbillon ohne markante obere Brücke und bietet eine Gangreserve von mindestens 72 Stunden. Durch die fliegende Konstruktion erhält man eine uneingeschränkte Sicht auf das rotierende Schwingsystem. Der Tourbillonkäfig dreht sich einmal pro Minute um die eigene Achse. Das teilskelettierte Zifferblatt gibt weitere Blicke ins Innenleben des Kalibers frei: So sieht man etwa bei 11 Uhr das Federhaus, darüber hinaus Teile des Räderwerks. Die Oberflächen sind mit verschiedenen Finissierungen versehen, darunter Kugelstrahlen, Satinierungen und polierte Schrägen. Auf der Rückseite gibt ein Saphirglasboden den Blick auf das Kaliber frei. Dort finden sich zudem Gravuren mit den Schriftzügen „Audemars Piguet“, „Y/V“ und „Limited Edition“.

Audemars Piguet: Royal Oak Concept Flying Tourbillon Yoon und Verbal Boden

Reduzierte Linien: Durch den Glasboden blickt man auf das Handaufzugskaliber 2982.

© Audemars Piguet

Die Royal Oak Concept als Experimentierfeld

Die Royal Oak Concept wurde 2002 zum 30-jährigen Jubiläum der Royal Oak vorgestellt und war ursprünglich als limitierte Konzeptuhr gedacht. Ihr Gehäuse aus Alacrit 602 und Titan, die massive Architektur und das offene Zifferblatt machten sie damals zu einem radikalen Gegenentwurf zur klassischen Royal Oak. 2008 wurde daraus eine eigenständige Kollektion, die seither für technische und gestalterische Experimente steht. In den vergangenen Jahren wurde die Linie immer wieder für neue Materialien, avantgardistische Designs und Kooperationen genutzt. 2024 erschien mit der Royal Oak Concept Flying Tourbillon „Tamara Ralph“ bereits eine Co-Creation im 38,5-mm-Format. Die neue Uhr von Yoon und Verbal führt diesen Weg fort, setzt aber stärker auf Reduktion, Kontrast und ein zentrales Farbsignal.

Audemars Piguet: Royal Oak Concept Flying Tourbillon Yoon und Verbal Soldat

Rot als Blickfang: Audemars Piguet Royal Oak Concept Flying Tourbillon Yoon und Verbal 

© Audemars Piguet

Zwei Armbänder zum Wechseln

Erstmals ist dieses Format innerhalb der Royal Oak Concept mit einem Austauschsystem für Armbänder ausgestattet. Geliefert wird die Uhr mit einem schwarzen Kautschukarmband mit „Mikro-Mosaik“-Motiv und AP-Faltschließe aus Titan. Zusätzlich gehört ein rotes Kautschukarmband zum Lieferumfang; eine graue Variante ist auf Anfrage erhältlich. Auf der Innenseite der Bänder sorgt ein neues Steppmuster für verbesserten Tragekomfort.

Die Royal Oak Concept Flying Tourbillon Yoon Verbal Limited Edition trägt die Referenz 26643TI.OO.D002CA.01, ist auf 150 Exemplare limitiert und kostet ca. 230.000 Euro.

Co-Creation mit Audemars Piguet: der japanisch-koreanische Künstler Verbal

Co-Creation mit Audemars Piguet: der japanisch-koreanische Künstler Verbal

© Audemars Piguet
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