Micro Monday: Niton – Prima
Niton wurde 1919 in Genf von Auguste Jeannet gemeinsam mit ehemaligen Mitarbeitern von Vacheron & Constantin gegründet. Bereits in den 1920er- und 1930er-Jahren genoss die Manufaktur einen exzellenten Ruf als Hersteller außergewöhnlicher Formwerke, ultraflacher Kaliber und innovativer Anzeigen. Niton belieferte renommierte Häuser wie Patek Philippe, Cartier, Van Cleef & Arpels, Chopard oder Gübelin. Ein zentrales Markenzeichen war die digitale Sprungstundenanzeige, die bis heute als Ausdruck avantgardischer Uhrmacherei gilt und immer häufiger von unterschiedlichen Manufakturen neu interpretiert wird. Trotz höchster chronometrischer Erfolge verschwand der Name im Zuge wirtschaftlicher Umbrüche Mitte des 20. Jahrhunderts vom Markt. Heute beleben Yvan Ketterer und Leopoldo Celi die Marke mit großer Sorgfalt wieder.
#Niton – Prima
Niton – Prima
NitonNeuinterpretation der Sprungstunde
Im Zentrum der Prima steht jene Sprungstundenanzeige, die Niton einst berühmt machte. Bei zwölf Uhr öffnet sich ein digitales Stundenfenster, während die Minuten auf einer rotierenden Zentralscheibe angezeigt werden. Ergänzt wird das Uhrengesicht durch eine kleine Sekunde bei sechs Uhr. Diese klare Dreiteilung erinnert an Regulatoranzeigen und folgt einem funktionalen Prinzip: maximale Ablesbarkeit, minimale Ablenkung. Das Zifferblatt ist je nach Gehäusematerial rhodiniert-opalin oder roségoldplattiert ausgeführt, mit applizierten blau-metallischen Stundenmarkern, die einen kühlen Kontrast setzen.
Niton – Prima
NitonForm folgt Funktion
Die Neuvorstellung folgt konsequent der von Niton formulierten Design-DNA „Art + Precision“. Die rechteckig gerundete Gehäuseform mit einer Größe von 27 mal 35,5 Millimetern und einer bemerkenswerten Höhe von lediglich 7,9 Millimetern ist ausgehend von der Mechanik gedacht. Der satinierte und polierte Korpus aus Platin oder Roségold wirkt dabei äußerst elegant. Ein beidseitig entspiegeltes Saphirglas schützt das Zifferblatt, während eine Wasserdichtigkeit von drei Bar für den Alltag ausreichend ist.
Niton – Prima
NitonGenfer Siegel und Chronometerstandard
Im Inneren arbeitet das eigens entwickelte, handaufgezogene Manufakturwerk NHS01. Es wurde von Beginn an für dieses Modell konzipiert und folgt der Tradition der historischen Formkaliber von Niton. Die Architektur verzichtet bewusst auf sichtbare Brückenschrauben und überzeugt durch innovative Geometrien sowie klassische Genfer Finissierung, darunter eine schwarzpolierte Sperrklinke. Besagte Feinmechanik erfüllt gleich zwei der höchsten uhrmacherischen Auszeichnungen: das Genfer Siegel sowie die Chronometerzertifizierung nach ISO 3159. Mit einer Frequenz von vier Hertz, einer variablen Trägheitsunruh, Breguet-Spirale und einer Gangreserve von mindestens 72 Stunden positioniert sich die Prima technisch auf Spitzenniveau.
Akustik und Präzision
Zwei besondere Mechanismen verfeinern das Erlebnis: Zum einen ein Stundenschlag, bei dem ein Hammer bei jedem Sprung der Stunde dezent auf eine handverlötete Kupfer-Tonfeder schlägt, die in die innere Gehäuseflanke integriert ist. Zum anderen eine Stop-to-zero-Funktion, die den Sekundenzeiger beim Stellen der Uhr exakt auf Null anhält und so eine sekundengenaue Synchronisation ermöglicht.
Niton – Prima
NitonDie neue Prima erscheint in zwei streng limitierten Serien zu je 19 Exemplaren, gefertigt wahlweise in Platin oder Roségold. Die Zahl ist kein Zufall: Sie verweist direkt auf das Gründungsjahr der Manufaktur 1919 und unterstreicht den Anspruch, Geschichte nicht zu zitieren, sondern fortzuschreiben. Jede Ausführung ist individuell nummeriert und wird an einem genarbten Kalbslederband mit passender Dornschließe aus Platin oder Roségold getragen. Der Preis unterstreicht den Anspruch dieser Wiedergeburt: umgerechnet rund 48.780 Euro in Roségold beziehungsweise 52.000 Euro in Platin.
Micro Monday: ID Genève – Circular S „Eclipse“