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Christian Pfeiffer-Belli, Chefredakteur Klassik Uhren, über die Versteigerung seiner Uhrensammlung

Christian Pfeiffer-Belli: Chefredakteur Klassik Uhren und Chronos-Autor
Klassik-Uhren-Chefredakteur: Christian Pfeiffer-Belli
© PR
An zwei Terminen im Februar versteigerte das Online-Auktionshaus Auctionata große Teile der Uhrensammlung von Fachjournalist Christian Pfeiffer-Belli, Chefredakteur des Magazins Klassik Uhren. Watchtime.net sprach mit ihm über die Einreichung, die Versteigerung und das Online-Auktionshaus selbst.
Watchtime.net: Herr Pfeiffer-Belli, wie sind Sie auf das Auktionshaus Auctionata gekommen? Ich schrieb im Editorial von Klassik Uhren kritisch, dass ich nie online etwas er- oder versteigert habe. Das bekam Auctionata mit und lud mich zu einer Auktion in den Hauptsitz in Berlin ein, damit ich mir ein Bild machen kann. Versteigert wurden an diesem Tag 20 von insgesamt 25 Tourbillons. Ich war von der Internationalität der Käufer beeindruckt und entschloss mich spontan, meine Sammlung auch mit Auctionata zu versteigern. Wie viele Uhren haben Sie versteigert? 240, aufgeteilt auf zwei Termine. Wie lief das Einreichen der Uhren ab? Laut Website werden zuerst Fotos eingeschickt und dann, nach einer ersten Preisschätzung, die Uhren selbst eingesandt. Das war bei mir so: Ich schickte dem Online-Auktionshaus Bilder zu und traf mich dann mit Dr. Oliver Hoffmann, Direktor des Watch Departments bei Auctionata. Wir haben uns alle Uhren angesehen und die Preise festgelegt. Das war teilweise wirklich schwierig, denn über die festzulegenden Limits waren wir uns nicht immer einig. Es gibt für gewöhnlich ein unteres Limit, das den Mindestpreis des Objekts festlegt, und ein oberes Limit (auch Schätzpreis genannt). Wenn es keine Gegner gibt, worauf manche Sammler online setzen, dann bekommen sie das Objekt für den Startpreis. Bei Auctionata entspricht das meist der Hälfte des Schätzpreises. Ich wollte nicht auf solche Sammler hereinfallen, und stimmte deshalb für hohe Limits, während Herr Dr. Hoffmann niedriger ansetzen wollte. Nach der Preisfestlegung wurde von Auctionata ein Fahrer geschickt, der die 3 Kisten holte und nach Berlin brachte. Ich bekam schließlich den Katalogausdruck mit den Texten und Bildern meiner Uhren und konnte diesen Korrektur lesen. Weil das beim zweiten Mal sehr schnell gehen musste, sind dabei leider ein paar Fehler unentdeckt geblieben.
Auctionata: Oliver Hoffmann, Armband- und Taschenuhrenexperte
Auctionata: Oliver Hoffmann, Armband- und Taschenuhrenexperte © PR
Haben Sie die Auktionen online mitverfolgt? Das ging technisch leider nicht, sodass ich nur die Preise, die erzielt wurden, auf dem PC hatte. Womit waren Sie zufrieden, was haben Sie sich anders vorgestellt? Beeindruckt war ich von der „weltumspannenden“ Bieterklientel, ein wenig traurig war die deutsche Beteiligung. Unklar war mir auch das Desinteresse an den Schweizer Schuluhren, die in der Auktion nicht weg gingen. Erst im Nachverkauf – der mir sehr gefallen hat, da dabei noch einmal zahlreiche Uhren verkauft wurden – sind einige über den Onlineshop von Auctionata abgegeben worden. Insgesamt lag die die Verkaufsquote bei mir dabei über 80%. Haben Sie bereits Erfahrungen mit anderen Auktionshäusern? Ja, ich habe schon bei allen Häusern, die Rang und Namen haben, Uhren versteigern lassen. Die erste Sammlung vor 2o Jahren bei Sotheby’s in New York, das war ein sehr großer Erfolg, nur 2 Uhren kamen zurück. Diese Zeitmesser bildeten dann die Basis der zweiten Sammlung. Wie lange hat der Prozess, vom ersten Kontakt, gedauert? Von Anfang Januar bis Mitte Juli. Nachdem im Nachverkauf noch ein paar Uhren verkauft wurden, habe ich entschlossen, dass jetzt Schluss ist. Die nicht verkauften Uhren bekomme ich in den nächsten Tagen zurück geliefert.
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