Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Warum die Unruh gesichert werden muss

Stoßsicherung: KIF, hier zusammengebaut
Stoßsicherung: KIF, hier zusammengebaut
© PR
KIF ist – neben Incabloc – eines der heute gebräuchlichsten Stoßsicherungssysteme der Unruh, das nach dem Hersteller, der KIF Parechoc SA mit Sitz im Schweizerischen Le Sentier benannt ist. KIF-Stoßsicherungen gehören zu den Leader-Produkten des im Jahr 1944 gegründeten Unternehmens, das seit 2007 zur Acrotec-Gruppe gehört. Sie schützen die Unruh – manchmal auch andere Drehteile – und sorgen für den ungestörten Weiterbetrieb des Uhrwerkes im Falle einer Erschütterung.
Im Verhältnis zu den Zapfen der Unruhwelle, die – um eine möglichst geringe Lagerreibung zu verursachen – sehr dünn sind, ist der Unruhreif vergleichsweise schwer. Daher sind die Zapfen der Unruh bei Erschütterungen sehr bruchgefährdet, weshalb sich die Unruhwelle in besonderen Lagern mit beweglichen Loch- und Decksteinen dreht. Der Deckstein ist ein über den eigentlichen Lagerstein (Lochstein) der Unruhwelle gesetzter Funktionsstein, welcher das axiale Spiel begrenzen soll. Seine Lage wird durch die Decksteinfeder gesichert, die ihn in die Stoßsicherungsschale presst. Anderseits kann sich durch diese federnde Lagerung bei einem Stoß der lose liegende Deckstein bewegen und somit die Zapfen der Unruhwelle entlasten. Die Zapfen können seitlich und vertikal ausweichen und ihre Bewegungsenergie in die Lagersteine, die ihrerseits durch die Feder gesichert sind, abführen. Die Funktion der Feder geht noch über diesen Schutz hinaus. Durch ihre rückführende Kraft sorgt sie dafür, dass die Zapfen der Unruhwelle nach einer Erschütterung wieder richtig positioniert werden.
Stoßsicherung: KIF
Stoßsicherung: KIF © PR
Die gesamte Konstruktion nennt sich Stoßsicherung. Es gibt zahllose verschiedene Arten, einige davon auch von der KIF Parechoc SA. Die gebräuchlichsten sind KIF Elastor, Ultraflex und Trior. Grundsätzlich haben sie den gleichen bereits beschriebenen Aufbau aus Decksteinfeder, Deckstein ohne Fassung, Lochstein mit Fassung und Stoßsicherungsschale. Man kann sie anhand ihrer Decksteinfedern unterscheiden, wobei die von Elastor wie eine Spange, die von Ultraflex wie ein Bügelverschluss und die von Trior wie ein dreiblättriges Kleeblatt aussieht. Auch Flector mit einer Decksteinfeder mit Scharnier, die wie ein vierblättriges Kleeblatt aussieht, ist recht bekannt. Weitere KIF-Systeme sind Protechoc, Satellor oder Securit. KIF-Stoßsicherungen werden zum Beispiel in Uhrwerken von Rolex, A. Lange & Söhne oder Jaeger-LeCoultre eingesetzt. Man findet sie auch in den Uhrwerken der vergleichsweise jungen Baureihe B01 von Breitling, wobei hier auch das Ankerrad in einer KIF-Stoßsicherung gelagert ist. MaRi
Luxusuhren Schweizer Uhren Rolex Wissen A. Lange & Söhne Jaeger-LeCoultre Breitling Uhrwerk Archiv

Neueste Beiträge

Bell & Ross BR-X3 Micro-Rotor: Wenn das Gehäuse zum Werkträger wird
Bell & Ross löst Gehäuse und Werk zu einer Einheit auf. Die BR-X3 Micro-Rotor ist 99 Mal gebaut – und konstruktiv kaum zu ignorieren.
4 Minuten
31. Mär 2026
Raymond Weil feiert 50-jähriges Jubiläum mit edlem Handaufzugschronograph The Fifty
Zum 50-jährigen Bestehen lanciert das Genfer Familienunternehmen einen Chronographen im Zeichen klassischer Schweizer Uhrmacherkunst. The Fifty kombiniert ein restauriertes historisches Valjoux-Handaufzugswerk aus dem Jahr 1976 mit einem komplexen Zifferblatt.
3 Minuten
King Seiko Vanac Automatic Tokyo Nights – die 70s-Ikone jetzt in Titan
Die King Seiko Vanac Tokyo Nights interpretiert den Stil der 1970er neu – mit Titan-Gehäuse, integriertem Band und modernisiertem Automatikwerk mit Sichtboden.
3 Minuten
WatchTime Magazin mit Kaffee

Neue WatchTime-Ausgabe ist da

- Aufbruch, Innovation und globale Uhrenkultur

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige