Bruno Söhnle präsentiert die Brunello GMT – drei neue Reiseuhren aus Glashütte
GMT-Uhren gehören zu den praktischsten Komplikationen überhaupt – schließlich lässt sich eine zweite Zeitzone auf einen Blick verfolgen. Bei der neuen Bruno Söhnle Brunello GMT ist allerdings nicht allein diese Funktion interessant. Bemerkenswert ist vor allem, wie das Glashütter Atelier sie mit einem Großdatum und einem aufwendig veredelten Quarzwerk verbindet.
Die Brunello GMT basiert gestalterisch auf der Brunello I und erscheint gleich in drei Ausführungen. Zwei Modelle besitzen ein satiniertes Edelstahlgehäuse und unterscheiden sich durch ihre Zifferblätter: Zur Wahl stehen Silber und Dunkelblau, jeweils mit Sonnenschliff. Die dritte Version kombiniert ein schwarz ionenplattiertes Edelstahlgehäuse mit schwarzem Sonnenschliffzifferblatt und einem roten Dichtungsring als markantem Farbakzent.
GMT und Großdatum in einem nur 10,15 Millimeter hohen Gehäuse
Allen drei Versionen gemeinsam ist das 41 Millimeter große Gehäuse. Interessanter als der Durchmesser ist bei dieser Uhr jedoch die Höhe: Mit lediglich 10,15 Millimetern bleibt die Brunello GMT für eine Reiseuhr ausgesprochen flach. Dazu kommen innen entspiegeltes Saphirglas und eine Wasserdichtigkeit von fünf ATM, also 50 Metern.
Die Bruno Söhnle Brunello GMT erscheint in drei Varianten mit silbernem, dunkelblauem oder schwarzem Zifferblatt – jeweils mit Großdatum und zweiter Zeitzone.
Bruno SöhnleDie Aufteilung des Zifferblattes folgt einer klaren Hierarchie. Bei zwölf Uhr sitzt das für Bruno Söhnle charakteristische Glashütter Großdatum. Die zweite Zeitzone wird dagegen bei sechs Uhr angezeigt. Gerade diese Anordnung unterscheidet die Brunello GMT von vielen klassischen GMT-Uhren, bei denen ein zusätzlicher zentraler Zeiger eine 24-Stunden-Skala umrundet.
Auch die drei Farbstellungen unterscheiden sich im Detail: Die silberne Variante kombiniert graue Zeiger und Indizes mit einem cognacfarbenen Lederband. Beim dunkelblauen Modell kommen polierte, vernickelte Anzeigen und ein mokkafarbenes Lederband zum Einsatz. Die schwarze Brunello GMT trägt ein schwarzes Lederband und setzt mit ihrem roten Akzent einen deutlich sportlicheren Ton.
Warum das Quarzwerk hier Aufmerksamkeit verdient
Für Uhrenkenner dürfte das Innenleben der interessantere Punkt sein. Bruno Söhnle verwendet das Schweizer Quarzkaliber Ronda 6203.B nicht einfach im Serienzustand, sondern veredelt es in Glashütte. Die Abdeckplatte erhält Glashütter Streifenschliff, Abdeckplatte und Räderwerksbrücke werden vernickelt. Hinzu kommen von Hand 03: geschliffene und thermisch gebläute Schrauben sowie händisch eingefärbte Spulen.
Blick auf das veredelte Quarzwerk der Brunello GMT: Glashütter Streifenschliff und thermisch gebläute Schrauben heben das Ronda-basierte Kaliber vom Standard ab.
Bruno SöhnleDamit verfolgt Bruno Söhnle einen Ansatz, der in der heutigen Uhrenlandschaft vergleichsweise selten geworden ist: Quarz nicht als möglichst günstige Alternative zur Mechanik zu behandeln, sondern als eigenständige Uhrentechnik, die ebenfalls dekoriert und veredelt werden kann. Nach Angaben des Ateliers werden die Quarzwerke dafür komplett demontiert und anschließend bearbeitet; die daraus entstehenden Zeitmesser sind vollständig revisionsfähig.
Die Bruno Söhnle Brunello GMT ist ab sofort erhältlich. Die beiden Edelstahlversionen mit silbernem beziehungsweise dunkelblauem Zifferblatt kosten jeweils 750 Euro. Für die schwarz beschichtete Variante werden 795 Euro aufgerufen.
Damit positioniert sich die Brunello GMT als vergleichsweise zugängliche Glashütter Reiseuhr – und vor allem als interessante Alternative für Uhrenfans, die bei „Made in Glashütte“ nicht zwangsläufig ausschließlich an mechanische Kaliber denken.