Roger Dubuis Metamorph Merlin: Zwölf goldene Ritter bewachen das Finale der Merlin-Trilogie
Seit 2013 nutzt Roger Dubuis die Knights of the Round Table als Bühne für eine ungewöhnliche Verbindung aus Haute Horlogerie, Métiers d’Art und Artuslegende. Die aktuelle Uhrenreihe stellt Merlin in den Mittelpunkt. Auf „The Omniscient Merlin“ von 2024, die seine Weisheit thematisierte, folgte 2025 „The Enchanter Merlin“ als Hommage an seine magischen Kräfte. Mit „The Metamorph Merlin“ schließt Roger Dubuis die Trilogie nun ab und widmet sich Merlins Fähigkeit, zwischen unterschiedlichen Gestalten zu wechseln. Der weiße Hirsch dient dabei als zentrales Symbol der Verwandlung.
57 Elemente bilden eine dreidimensionale Waldlandschaft
Das Konzept der beiden Vorgängermodelle bleibt grundsätzlich erhalten. Statt eines klassischen Zifferblattes entsteht im Inneren der Uhr eine dreidimensionale Architektur aus 57 einzeln gefertigten sechseckigen Blöcken, die auf unterschiedlichen Höhen angeordnet sind.
Zwölf Ritter aus Roségold umringen die grüne, dreidimensionale Landschaft der Metamorph Merlin.
Roger DubuisZum Einsatz kommen poliertes Roségold, transparentes Glas, grün CVD-beschichtetes Glas und Crystalium. Die unterschiedlichen Oberflächen und Höhen erzeugen je nach Lichteinfall immer neue Reflexionen. Die hexagonale Grundstruktur geht ursprünglich auf die Basaltsäulen des Giant’s Causeway in Nordirland zurück, die bereits die Gestaltung von „The Omniscient Merlin“ inspirierten. Für das Finale wird daraus eine überwiegend grüne Landschaft, die an jenen mystischen Wald erinnern soll, in dem Merlin der Sage nach verschiedene Gestalten annahm. Die Zeitanzeige tritt angesichts dieser Architektur beinahe in den Hintergrund. Zwei skelettierte Roségoldzeiger mit grüner Superluminova zeigen Stunden und Minuten an.
Zwölf Ritter aus Roségold übernehmen die Stunden
Rund um die Szenerie stehen die namensgebenden zwölf Ritter der Tafelrunde. Jede Figur besteht aus massivem Roségold, ist nur etwa sechs Millimeter hoch und besitzt eine eigene Rüstung, Haltung und Bewaffnung. Für die Handveredelung eines einzelnen Ritters benötigt ein spezialisierter Graveur laut Roger Dubuis rund drei Tage. Skulpturierung, Gravur und schwarze Patinierung sollen den winzigen Figuren zusätzliche Tiefe verleihen. König Artus nimmt die Position bei zwölf Uhr ein und trägt sein Schwert Excalibur.
57 unterschiedlich hohe Blöcke aus Glas, Roségold und Crystalium formen das außergewöhnliche Zifferblatt.
Roger DubuisDamit bleibt Roger Dubuis einem der charakteristischsten Merkmale der Knights-of-the-Round-Table-Serie treu: Die zwölf Stundenindizes werden nicht lediglich dargestellt, sondern buchstäblich durch die Mitglieder der Tafelrunde besetzt.
Erstmals setzt sich die Geschichte auf dem Gehäuse fort
Die wichtigste Neuerung der Metamorph Merlin findet sich allerdings außerhalb des Zifferblattes. Zum ersten Mal innerhalb der Kollektion wird auch das Gehäuse selbst zum erzählerischen Element.
Die handgravierten Mikroreliefs auf dem Roségoldgehäuse führen die Merlin-Legende bis auf die Flanken der Uhr fort.
Roger DubuisDer Mittelteil des 18-karätigen Roségoldgehäuses ist von Hand mit Mikroreliefs versehen. Auf der Kronenseite erscheint Merlin sowohl als menschliche Figur mit einem Buch als auch in seiner verwandelten Form als weißer Hirsch. Die gegenüberliegende Seite zeigt weitere Ritter, darunter eine Figur im Kampf mit einem Drachen. Die an Schwerter erinnernden Kronenschützer greifen wiederum das Motiv von Excalibur auf.
Mit 45 Millimetern Durchmesser und 16,87 Millimetern Höhe fällt das Gehäuse erwartungsgemäß imposant aus. Ein Saphirglasring unterhalb der charakteristisch gezackten Excalibur-Lünette ermöglicht auch seitlich einen Blick auf die Ritter und die dreidimensionale Konstruktion. Die Wasserdichtigkeit beträgt drei bar beziehungsweise 30 Meter.
Manufakturkaliber RD821 mit Genfer Siegel
Angetrieben wird die Uhr vom automatischen Manufakturkaliber RD821. Das nur 3,5 Millimeter hohe Werk besteht aus 172 Komponenten und 33 Lagersteinen, arbeitet mit einer Frequenz von 28.800 Halbschwingungen pro Stunde beziehungsweise vier Hertz und bietet eine Gangreserve von 48 Stunden.
Das Kaliber wurde laut Roger Dubuis gezielt darauf ausgelegt, genügend Raum für die komplexe dreidimensionale Architektur auf der Zifferblattseite zu schaffen. Seine Handveredelung umfasst 14 unterschiedliche Techniken und entspricht den Anforderungen des Poinçon de Genève.
Durch den Saphirglasboden zeigt sich das Kaliber RD821 mit seiner skelettierten 360-Grad-Schwungmasse.
Roger DubuisDurch den Saphirglasboden ist außerdem eine skelettierte 360-Grad-Schwungmasse sichtbar. Deren geometrische Gestaltung orientiert sich an den Buntglasfenstern mittelalterlicher Burgen – ein weiteres Detail, mit dem Roger Dubuis die Mechanik in das mittelalterliche Thema der Uhr einbindet.
Die Roger Dubuis Excalibur Knights of the Round Table „The Metamorph Merlin“ ist auf lediglich 28 Exemplare limitiert. Sie wird an einem grünen Kalbslederband getragen, das über das Quick-Release-System ausgetauscht werden kann. Dazu kommt eine dreifache Faltschließe aus Roségold. Einen offiziellen Verkaufspreis nennt die Manufaktur nicht – dieser ist auf Anfrage erhältlich.
Mit der Metamorph Merlin endet damit zwar die dreiteilige Geschichte des Zauberers innerhalb der Kollektion. Die Knights of the Round Table selbst begleitet Roger Dubuis jedoch bereits seit mehr als einem Jahrzehnt – und die Artussage bietet zweifellos noch genügend Stoff für weitere Kapitel.