Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 2 Min.

Uhrenveredelung: Clous de Paris

Patek Philippe: Calatrava Zifferblatt
Bei der Calatrava von Patek Philippe ist die Clous-de-Paris-Lünette ein charakteristisches Design-Element. Die Guilloche-Technik ist seit fast 90 Jahren eines der Markenzeichen der Bauhaus-Ikone. Das 2021 neu vorgestellte Modell kostet 25500 Euro.
© Patek Philippe
Das Guillochieren ist ein jahrhundertealtes Kunsthandwerk, das heute noch bei der Herstellung von Schmuck und Uhren zum Einsatz kommt. Mit geübter Hand und viel Fingerspitzengefühl bringt der Guillocheur mit einem Gravierstichel kleine geometrische Muster auf das Werkstück auf. Seit dem 19. Jahrhundert kommen dabei handbetriebene Drehbänke zum Einsatz. Das Funktionsprinzip ist dabei stets, den Gravierstichel durch gleichzeitiges Drehen von zwei Handkurbeln so zu führen, dass er feine Rillen in sich wiederholenden geometrischen Mustern in eine Metalloberfläche ritzt.
Es gibt zwei Arten von historischen Guillochiermaschinen, die Rundzug - und die Geradzugmaschine. Mit der ersten lassen sich Dekors in unendlicher Vielfalt erzeugen, weil sie wellenförmige Linien gravieren kann, die stets von einem Mittelpunkt aus verlaufen. Mit der Geradzugmaschine lassen sich gerade und parallele Muster aufbringen, wie das Clous de Paris. Mit der einen Hand führt der Guillocheur den Stichel horizontal auf das zu verzierende Werkstück zu, während die andere Hand ihn vertikal bewegt. Das Ergebnis ist ein raffinierter Effekt, bei dem sich winzig kleine Pyramiden aneinanderschmiegen und ein ausdrucksstarkes Lichtspiel hervorrufen. Das gilt nicht nur für das Zifferblatt, sondern auch für die Lünette. Das berühmteste Beispiel ist die Calatrava von Patek Philippe. 1932 lanciert und 1934 zum ersten Mal mit Clous-de-Paris-Lünette vorgestellt, gilt sie als ein Paradebespiel für die stilbildende Eleganz des Hauses.
Heute lassen sich Guillochemuster auch komplett maschinell vorproduzieren. Im Gegensatz zu den in vielen Stunden manuell hergestellten ist ihr Muster perfekt. Liebhaber schätzen jedoch die individuellere Anmutung, die die Handarbeit auf alten Maschinen erzeugt. sz
Mido Zifferblatt Patek Philippe Calatrava Mido Baroncelli Wissen Uhrengehäuse Archiv

Neueste Beiträge

Maurice Lacroix macht jedes Frozen-Carbon-Zifferblatt zum Einzelstück
Maurice Lacroix erweitert die Aikon-IC um sechs Frozen-Carbon-Modelle. Carbonfasern treffen auf Metallpartikel oder kräftige Pigmente – und sorgen dafür, dass kein Zifferblatt exakt dem anderen gleicht.
3 Minuten
1963 Heritage Manufaktur-Chronograph und Regulator: Chopard legt zwei L.U.C-Klassiker neu auf
Mit dem L.U.C 1963 Heritage Regulator und dem L.U.C 1963 Heritage Chronograph präsentiert Chopard zwei auf jeweils 25 Exemplare limitierte Neuinterpretationen zweier klassischer Komplikationen.
5 Minuten
11. Sep 2026
3 mal 99: Chronoswiss präsentiert die Neo Digiteur in drei neuen, limitierten Pastell-Editionen
Chronoswiss präsentiert mit der Neo Digiteur Pastel Code drei auf 99 Exemplare limitierte Auflagen in den Farbvarianten: Mint, Sky und Rose.
4 Minuten
Hotspot: Chronomaster Solo Sport: El Primero, neu gedacht

Zenith Chronomaster Solo Sport: El Primero, neu gedacht

- Hotspot
WatchTime September 2026

Das aktuelle WatchTime Magazin

- Jetzt erhältlich

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige