Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 5 Min.

Elegant, sportlich, retro: Die wichtigsten Zeigerformen im Vergleich

Zeigerformen prägen den Charakter einer Uhr entscheidend mit. Sie entscheiden, neben dem Gehäuse, oft darüber, ob wir eine Uhr als eher sportlich oder eher elegant wahrnehmen. Im Folgenden stellen wir zehn der häufigsten Zeigerformen vor.
Patek Philippe: Calatrava mit Dauphinezeigern

Patek Philippe Calatrava 

© Patek Philippe

Schon früh entwickelte sich ein erstaunlich vielfältiger Kanon an Zeigerformen, die bis heute häufig verwendet werden. Trotz ihrer Formenvielfalt ist ihnen eines gemeinsam – ihre Proportionen. So sollte der Stundenzeiger in der Regel ein Drittel kürzer und ein Fünftel breiter sein als der Minutenzeiger. Mit einem Gegengewicht versehen ist in der Regel nur der Sekundenzeiger. Das Gegengewicht sorgt für die richtige Balance; bei den viel langsameren Minuten- und Stundenzeigern ist ein Gegengewicht hingegen meist rein dekorativer Natur. 

Dauphine-Zeiger

Patek Philippe: Calatrava mit facettierten Dauphinezeigern

Patek Philippe: Calatrava mit facettierten Dauphinezeigern

© Patek Philippe

Entstanden in den 1940er-Jahren, sind Dauphine-Zeiger eng mit der klassischen Nachkriegs-Dresswatch verbunden. Sie zählen heute zu den verbreitetsten Formen im gehobenen Segment. Von ihrem breiten Zentrum aus laufen sie lang und spitz zu, ihr kurzes, ebenfalls spitzes Ende befindet sich auf der anderen Seite der Mitte. Charakteristisch ist die facettierte, meist zweiflächige Gestaltung mit scharfer Mittelkante, die Lichtreflexe erzeugt. Im Unterschied zu Alpha- oder Blattzeigern sind sie geradliniger und geometrischer, weniger weich geschwungen. Ein typisches Beispiel findet man bei vielen Modellen der Calatrava von Patek Philippe

Breguet- oder Pomme-Zeiger

Klassische Breguet-Zeiger: Breguet Classique 5177

Klassische Breguet-Zeiger: Breguet Classique 5177

© Breguet

Abraham-Louis Breguet (1747–1823) war nicht nur einer der bedeutendsten Uhrmacher, sondern nahm auch einen starken Einfluss auf wichtige Gestaltungselemente der Uhr. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts entwarf er eine Zeigerform, die sich durch eine ringförmige Verdickung in ihrem letzten Drittel auszeichnete. Da deren Form an einen Apfel (frz. pomme) erinnerte, bürgerte sich bald der Begriff Pomme-Zeiger ein. In Anlehnung an ihren Erfinder spricht man heute noch häufiger von Breguet-Zeigern. Man findet sie nicht nur bei Uhren der Marke Breguet, sondern auch bei anderen hochwertigen Uhren, in der Regel bei besonders eleganten Modellen.

Feuille- oder Blattzeiger

IWC: Portugieser 40 mit Blattzeigern

IWC: Portugieser 40 mit Blattzeigern

© IWC

Im 19. Jahrhundert aufgekommen, wurden Feuille-Zeiger, im Deutschen auch Blattzeiger genannt, im Art déco populär. Die weich geschwungene, blattartige Silhouette unterscheidet sie klar von streng geometrischen Zeigerformen wie Dauphine. Sie sind elegant, dabei weniger weniger verspielt als Breguet-Zeiger, haben aber keine so technische Anmutung wie beispielsweise Schwertzeiger. Blattzeiger finden sich oft bei sehr eleganten Uhren wie der IWC Portugieser, entsprechend selten sind sie mit Leuchtmasse belegt. 

Schwertzeiger

Cartier: Santos mit Schwertzeigern

Cartier: Santos mit Schwertzeigern

© Cartier

Bereits bei militärischen Armbanduhren des frühen 20. Jahrhunderts findet man Zeiger in Schwertform. Ihr Merkmal ist, dass sie vom Zentrum aus langsam immer breiter werden, um dann kurz vor dem Ende abzuknicken und zu einer Spitze zuzulaufen. Man findet sie zum Beispiel bei manchen (aber nicht allen) Modellen der Cartier Santos. Mitunter werden Schwertzeiger auch als Lancette- oder Lanzenzeiger bezeichnet. Doch da gibt es einen bedeutenden Unterschied:

Zeiger in Lanzenform

IWC: Mark XX mit weißem Zifferblatt und Lanzenzeigern

IWC: Mark XX mit weißem Zifferblatt und Lanzenzeigern

© IWC

Als Lancette- oder Lanzenzeiger gelten strenggenommen Zeiger, die schmal aus dem Zentrum herauskommen, kurz breit zulaufen, um dann schon sehr früh abzuknicken und sich zur Spitze hin zu verjüngen. Sie haben eine ähnliche Rautenform wie die Dauphinezeiger, aber anders als bei diesen spielt sich alles auf einer Seite des Zentrums ab. Lanzenzeiger etablierten sich im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert, als sich die Armbanduhr von der Taschenuhr emanzipierte und klar lesbare, aber elegante Zeigerformen gefragt waren. IWC setzt bei seinen Pilot's Watches auf Lanzenzeiger, zum Beispiel bei der abgebildeten Mark XX.

Baton- oder Stabzeiger

Audemars Piguet: Royal Oak Chronograph mit Stabzeigern

Audemars Piguet: Royal Oak Chronograph mit Stabzeigern

© Audemars Piguet

"Batôn" ist im Französischen das Wort für Stock oder Stab, bekannt unter anderem durch den Schlagstock der Polizisten. Die betont gerade, schnörkellose Form ist seit den 1950er- und 60er-Jahren beliebt. In der Regel kommen die Zeiger sehr schmal aus der Mitte und sind am Ende abgerundet. Man findet sie oft facettiert, auch, wie im Fall der Royal Oak von Audemars Piguet, mit Leuchtmasse belegt. Es gibt aber auch sehr dünne Varianten wie zum Beispiel bei der Nomos Tangente

Der Mercedeszeiger

Rolex: Submariner mit Mercedeszeiger

Rolex: Submariner mit Mercedeszeiger

© Rolex

Der Mercedeszeiger ist heute einer der bekanntesten Zeiger, da man ihn bei vielen Rolex-Modellen findet. Natürlich wollte Rolex weder das Markenzeichen der berühmten Automarke nachempfinden, noch ist Mercedeszeiger eine irgendwie offizielle Bezeichnung. Der Name wurde, wie bei vielen Rolex-Modellen, von Fans vergeben. Aber tatsächlich erinnert die Form, in der ein Kreis in drei gleichgroße Teile aufgegliedert wird, an den Mercedesstern. Rolex hatte indes einen ganz pragmatischen Grund für die Form: Man wollte vermeiden, dass die Leuchtmasse herausfällt, wenn sie eine zu große Fläche ausfüllen muss. Schon die erste Explorer von 1953 war mit dieser Zeigerform ausgestattet. Geschützt ist sie nicht, daher findet man sie auch bei anderen Marken – am häufigsten bei solchen, die mit ihren Taucheruhren an das große Vorbild der Submariner erinnern wollen. 

Kathedralenzeiger

Montblanc: 1858 Geosphere mit Kathdralenzeigern

Montblanc: 1858 Geosphere mit Kathdralenzeigern

© Montblanc

Segmentierte Leuchtmasse ist allerdings keine Exklusivität des Mercedeszeigers: Sie zeichnet auch die Kathedralenzeiger aus. Die Zwiebelturmform des Stundenzeigers erinnert an süddeutsche Kirchen, auch an orthodoxe Kathedralen. Diese Zeigerform ist relativ alt und kam schon im frühen 20. Jahrhundert zum Einsatz, insbesondere im militärischen Umfeld. Kathedralenzeiger findet man heute oft bei Uhren mit ausgeprägtem Retro-Design, so auch bei den von Minerva geprägten Uhren der Linie 1858 von Montblanc.

Pfeilzeiger

Omega: Seamaster Planet Ocean mit Pfeilzeigern

Omega: Seamaster Planet Ocean mit Pfeilzeigern

© Omega

Den "Broad Arrow" gab es bereits bei britischen Militäruhren des frühen 20. Jahrhunderts. Sein Kennzeichen ist die markante, dreieckige Spitze. Sie tauchte historisch sowohl beim Stunden- als auch beim Minutenzeiger auf. Omega hat den Broad Arrow im Lauf der Jahrzehnte bei verschiedensten Seamaster- und Speedmaster-Modellen eingesetzt. Bei der aktuellen Seamaster Planet Ocean sind sowohl Stunden- als auch Minutenzeiger mit dem Broad Arrow ausgestattet, zudem findet sich beim Sekundenzeiger eine Pfeilspitze. Pfeilzeiger sind nicht immer Broad Arrows: Oft findet man sie auch bei GMT-Uhren, um den 24-Stunden-Zeiger von den anderen abzusetzen.

Der Snowflakezeiger

Tudor: Black Bay Ceramic mit Snowflakezeiger

Tudor: Black Bay Ceramic mit Snowflakezeiger

© Tudor

Der Snowflakezeiger ist eng mit Tudor verbunden. Er geht auf die 1969 eingeführte zweite Generation der Tudor Oyster Prince Submariner zurück. Das auf der Spitze stehende Quadrat ist in den vordersten Teil des Stundenzeigers integriert und setzt ihn so deutlich vom Minutenzeiger ab. Gleichzeitig ließ sich so mehr Leuchtmasse einsetzen. Der naheliegende Name "Snowflake" (Schneeflocke) stammt aus Sammlerkreisen und setzte sich im Laufe der Zeit im allgemeinen Uhrensprachgebrauch durch. Inzwischen ist der Snowflakezeiger zum unverkennbaren Markenzeichen der Black-Bay-Modelle geworden.

Patek Philippe Rolex IWC Omega Breguet Cartier Audemars Piguet Montblanc Tudor

Neueste Beiträge

Die J12 und das Meer: Chanel kehrt zum Ursprung zurück
Mit Gisele Bündchen vor dem Horizont erinnert Chanel an das, was die J12 seit 2000 ist: die vielleicht folgenreichste Uhr des 21. Jahrhunderts.
6 Minuten
2. Mär 2026
Micro Monday: E.C. Andersson – Mytilus
Radikal flach, handgefertigt und kompromisslos eigenständig – eine neue Vision mechanischer Uhrenkunst
4 Minuten
2. Mär 2026
Hands-on: Mido Multifort 8 One Crown – acht Ecken, ein Argument
Mido Multifort 8 One Crown im Hands-on: Achteckiges Sportdesign, Kaliber 80 mit 80h Gangreserve – und das für 990 Euro. Weniger ist hier eindeutig mehr.
4 Minuten
1. Mär 2026
Top Thema: Junghans Aquaris – geschaffen für die Meere

Junghans Aquaris – geschaffen für die Meere

- Top Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Rolex-Gerüchte 2026: Jubiläen, Rückkehrer und der nächste große Schritt
Von Oyster-Geburtstag über Milgauss-Comeback und Day-Date bis zur „Padellone“-Spur: Welche Neuheiten Rolex zur Watches & Wonders 2026 liefern könnte
7 Minuten
25. Feb 2026
Top Thema: watch.de – Rolex Certified Pre-Owned
Vertrauen, Herkunft & Verfügbarkeit
3 Minuten
Top Thema: Junghans Aquaris – geschaffen für die Meere
Junghans taucht ab in die Ozeane und bringt vier starke Newcomer an die Tauchbasis.
3 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige