3 deutsche Uhrenikonen

Erfolgreiche Modelle deutscher Uhrenhersteller mit langlebigem Design

Alexander Krupp
von Alexander Krupp
am 1. August 2017

Wenn Sie die drei bekanntesten deutschen Uhrenikonen nennen müssten, welche wären das? Sicher würden Sie die Lange 1 von A. Lange & Söhne nennen. Schließlich prägt die weltbekannte Glashütter Uhr mit ihren dezentralen Anzeigen und dem Lange-typischen Großdatum seit 1994 die Uhrenwelt wie kein anderer Zeitmesser aus Deutschland. In dem 38,5 Millimeter großen Gold- oder Platingehäuse sorgt das Manufaktur-Handaufzugskaliber L121.1 nach Vollaufzug drei Tage lang für Vortrieb. Die Überarbeitung des Kalibers im Jahr 2015 war übrigens die einzige grundlegende Veränderung an dieser Uhr in nunmehr 23 Jahren. Die Rot-, Gelb- und Weißgoldvariante kostet derzeit 31.700 Euro, die Platinversion 43.200 Euro.

A. Lange & Söhne: Lange 1 in Rotgold
A. Lange & Söhne: Lange 1 in Rotgold

Ebenfalls aus dem deutschen Uhrmacherzentrum in Sachsen stammt die Tangente von Nomos Glashütte. Sie wurde 1992 eingeführt und greift ein Design des Deutschen Werkbunds auf, der 1907 in München als Vorgängerbewegung der Designschule Bauhaus gegründet wurde. Abgebildet ist die Tangente in Originalgröße von 35 Millimetern. Im Innern tickt das hauseigene Handaufzugskaliber Alpha. Der Preis der Stahluhr beträgt mit Glasboden 1.620 Euro.

Nomos: Tangente
Nomos: Tangente

Weit älter als die Lange 1 und die Nomos Tangente ist die Max Bill von Junghans. Die ersten Armbanduhren erschienen bereits 1961 – zwei Jahre, nachdem der Bauhaus-Schüler, Architekt und Designer Max Bill für Junghans bereits seine legendäre Küchenuhr entworfen hatte. Grundprinzip ist eine maximale Klarheit. Die damaligen Junghans-Werke wurden bei der Neuauflage des Klassikers im Jahr 1997 durch Großserienkaliber vom Schweizer Hersteller Eta ersetzt. Die Max Bill ist heute die günstigste Armbanduhrenikone überhaupt: Die abgebildete Automatikversion ohne Datum kostet erschwingliche 875 Euro!

Junghans: Max Bill
Junghans: Max Bill

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