Rolex: Elegante Uhren-Zeiten

Sammlerträume - Rolex Referenz 6062

Alexander Krupp
von Alexander Krupp
am 7. Mai 2012
Rolex Referenz 6062
Rolex Referenz 6062

Der Uhrenhersteller Rolex steht seit jeher für Uhren mit hohem Nutzwert. Doch während man mit dieser Definition heute eher robuste Gehäuse und dynamische Zusatzfunktionen verbindet, gab es auch eine Zeit, in der die Marke weniger sportlich auftrat. Damals lagen elegante Armbanduhren mit Kalenderfunktionen voll im Trend, und so mancher Zeitgenosse hätte Probleme gehabt, eine Rolex aus der Ferne von einer Patek Philippe zu unterscheiden.

Eine der elegantesten Rolex-Uhren und bei Sammlern besonders begehrt ist die Referenz 6062, die von 1950 bis 1954 gebaut wurde. Diese Uhr, die von Sammlern und Experten bisweilen als die beste Rolex aller Zeiten bezeichnet wird, vereint ein zentrales Zeigerdatum, zwei Fensteranzeigen für Wochentag und Monat sowie eine Mondphasenindikation.
Es wurden lediglich 350 Exemplare in Gelbgold, 50 Stück in Rotgold und nur eine Hand voll Uhren in Stahl gebaut. Die genaue Anzahl lässt sich nicht mehr nachvollziehen, aber in jedem Fall ist die Version mit schwarzem Zifferblatt und Diamantindexen die seltenste Stahlvariante überhaupt: Bisher sind nur zwei Uhren auf dem Markt aufgetaucht.

Der Rolextypische Vollgewindeboden hält das Innenleben trocken
Der Rolextypische Vollgewindeboden hält das Innenleben trocken

Für Auktionsbesucher etwas leichter zu bekommen, aber dennoch ein Glanzpunkt jeder Sammlung, sind Gelbgoldmodelle wie die abgebildete 35-Millimeter-Uhr von 1954 mit versilbertem Zifferblatt, Keilindexen und Lederarmband. Das 18-karätige Goldgehäuse besitzt den Rolex-typischen Vollgewindeboden – in dieser Ausführung mit Rund- statt Längsschliff – sowie die selten gewordene „Super Oyster“-Krone, die auch in der Zeigerstellposition kein Wasser eindringen lässt.

Dezent: Die Bodeninnenseite trägt einige unauffällige Gravuren
Dezent: Die Bodeninnenseite trägt einige unauffällige Gravuren
 
Versteckter Antrieb
Das 9¾-linige Automatikkaliber wurde wie jedes von Rolex verwendete Werk mit einem Chronometerzertifikat für seinen genauen Gang ausgezeichnet. Es erhielt eine Glucydur-Schraubenunruh sowie gebläute Schrauben und wurde komplett rhodiniert. Leider entzieht sich das Werk auch nach dem Öffnen des massiven Bodens neugierigen Blicken, da es komplett von der Automatikbrücke verdeckt wird.
Das Werk wird leider von der Automatikbaugruppe verdeckt
Das Werk wird leider von der Automatikbaugruppe verdeckt
Wer eine Rolex Referenz 6062 sein Eigen nennen will, muss tief in die Tasche greifen: Sammlerträume wie die abgebildete Gelbgoldversion erreichten auf Auktionen in letzter Zeit Zuschläge von 90.000 bis 110.000 Euro.
 
Fotos und Basisinformationen: Auktionshaus Dr. Crott
 
 
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