5 Fakten über Omega

Von Master Chronometern über Agentenuhren bis hin zur Moonwatch - alles Wichtige über Omega

 Redaktion
von Redaktion
am 15. Februar 2018

Omega gehört zu den wohl bekanntesten und charakterstärksten Uhrenmarken. Beim Namen Omega denkt der eine an die Mondlandung, der nächste an James Bond und wieder ein anderer an Olympia. Doch nicht weniger als solch populäre Themen haben sich die Bieler der Alltagstauglichkeit ihrer Uhren verschrieben: Magnetfeldschutz, Präzision in der Zeitanzeige und innovative Materialien stehen im Fokus. Der Name Omega stammt übrigens von einem 19-linigen Taschenuhrkaliber, das die Manufaktur 1894 vorstellte. Es überzeugt mit seiner einfachen, aber sehr zuverlässigen Konstruktion sowie der Austauschbarkeit aller Komponenten. Dieses Uhrwerk erhielt den Namen Omega. Im Frühjahr 1894 meldete das Unternehmen »Omega« als Schutzmarke an. 1947 trat der Markennamen bei der Firmenbezeichnung in den Vordergrund und seit 1982 heißt die Firma schlicht »Omega SA«. Was Sie alles über Omega wissen sollten, zeigt unser Faktencheck.

Omega: Das Zeichen auf der Krone steht für Vollendung und Vollkommenheit.
Omega: Das Zeichen auf der Krone steht für Vollendung und Vollkommenheit.

Fakt #1 über Omega: Absolute Präzision und Magnetfeldschutz

1999 lancierte Omega das erste Kaliber mit Co-Axial-Hemmung. Diese von George Daniels erfundene und von Omega, Eta und Nivarox weiterentwickelte Hemmung stellte seit fast 250 Jahren eine erste praktisch einsetzbare, neue Hemmungstechnologie dar. Sie ist so konstruiert, dass sehr wenig Öl zur Schmierung der Werkteile eingesetzt werden muss. Heute sind fast alle Omega-Kaliber mit der Co-Axial-Hemmung ausgestattet. Mit dem Co-Axial-Kaliber 8500/8501 stieg Omega 2007 in den Kreis der Manufakturen auf.

Omega-Co-Axial-Hemmung: Der Nivagauss-Anker besitzt drei anstatt zwei Rubinpaletten
Omega-Co-Axial-Hemmung: Der Nivagauss-Anker besitzt drei anstatt zwei Rubinpaletten

Im Jahr 2013 wurde die Seamaster Aqua Terra >15’000 Gauss vorgestellt, welche gegenüber Magnetfeldern von mehr als 15.000 Gauß (1,5 Tesla) unempfindlich ist. Den Kampf gegen Magnetfelder führt Omega bis heute weiter. Ein neues Testverfahren, durchgeführt vom Eidgenössischen Institut für Metrologie (METAS), prüft Omega-Uhren auf ihre Magnetfeldresistenz, Ganggenauigkeit, Wasserdichtheit und ob die angegebene Gangreserve tatsächlich eingehalten wird. Am Schriftzug »Master Chronometer« auf dem Zifferblatt ist diese neue Uhren-Generation zu erkennen. Die mechanischen Uhrwerke sind erstens mit der Omega-typischen-Co-Axial-Hemmung bestückt, besitzen zweitens bereits ein COSC-Chronometerzeugnis und bestehen drittens aus Materialien, die bis mindestens 15.000 Gauss amagnetisch sind.

Die Omega Seamaster Planet Ocean haben wir einem besonderen Härtetest zur magnetfeldresistenz unterzogen.
Die Omega Seamaster Planet Ocean haben wir einem besonderen Härtetest zur magnetfeldresistenz unterzogen.

Die hohe Magnetfeldresistenz der Omega-Uhren haben wir in einem Langzeittest an der Omega Seamaster Planet Ocean getestet. Diese Uhr ist mit dem automatischen Manufakturkaliber 8900 ausgestattet. Die Uhr wurde von Dr. Röder über mehrere Monate am und im Kernspintomographen (MRT) getragen. Den ausführlichen Test mit spannenden Bildern direkt aus dem MRT finden Sie in der UHREN-MAGAZIN Ausgabe 1/2018. Das Heft können Sie hier versandkostenfrei bestellen.

Fakt #2 über Omega: Omega und das Tauchen

Bevor Omega auf dem Mond landete, ging es ins Meer: Die 1932 vorgestellt Omega Marine gilt als die erste Taucheruhr der Welt. Ein zweites Gehäuse ließ sich über das Zifferblatt, das durch Saphirglas geschützt wurde, schieben und sorgte für die nötige Wasserdichtheit.

Omega Marine: Gemeinhin wird dieses Modell als erste Taucheruhr angesehen
Omega Marine: Gemeinhin wird dieses Modell als erste Taucheruhr angesehen

1957 erschien schließlich die erste Seamaster 300. Das war der Beginn der Taucheruhren-Geschichte bei Omega.

Omega Seamaster 300: 1957 lanciert Omega seine erste offizielle Taucheruhr
Omega Seamaster 300: 1957 lanciert Omega seine erste offizielle Taucheruhr

1970 schrieb die Schweizer Marke Geschichte mit der Seamaster Professional 600, heute besser bekannt als Ploprof. Ihr Kennzeichen sind die auf die linke Gehäuseseite versetzte Krone und der rote Sicherheitsknopf, der die Drehlünette entriegelt.

Omega Seamaster 600: Ihr Spitzname Ploprof wird 2009 offizieller Modellname
Omega Seamaster 600: Ihr Spitzname Ploprof wird 2009 offizieller Modellname

Ein Jahr später kam die Seamaster 1000, die bis 100 bar druckfest blieb – zu jener Zeit ein Rekord. Ein fünf Millimeter dickes Mineralglas trug zur enormen Wasserdichtheit bei.

Omega Seamaster 1000: Sie war die erste tragbare Uhr, die bis 100 Bar druckfest blieb
Omega Seamaster 1000: Sie war die erste tragbare Uhr, die bis 100 Bar druckfest blieb

2009 brachte Omega die Seamaster Professional ganz offiziell als Ploprof zurück auf den Markt, sie hält Wasserdrücken bis zu 120 bar stand. Die aktuellste Version besteht aus Titan und zeigt dank Saphirglasboden das METAS-zertifizierten Automatikkaliber 8912 dazu.

Omega: Seamaster Ploprof 1200M
Omega: Seamaster Ploprof 1200M

Die aktuelle Ploprof 1200M in Titan haben wir in einem Praxistest genauer unter die Lupe genommen. Den Test finden Sie hier als Download in unserem Shop.

Fakt #3 über Omega: First Watch worn on the Moon und weitere Weltraum-Uhren

Die erste Uhr auf dem Mond war eine Omega Speedmaster Professional. Die Geschichte ist Omega-Fans hinlänglich bekannt. NASA-Mitarbeiter kauften 1962 zehn Chronographen verschiedener Hersteller, unter anderem von Omega, um eine geeignete Uhr für den Weltraumeinsatz zu finden. Die Uhren musste dem für das Mondfahrtprogramm aufgestellten Anforderungskatalog genügen. Nach zahlreichen, anspruchsvollen Tests ging die Speedmaster als Sieger hervor. Im März 1965 erhielt sie daher das Prädikat »Flight-qualified by NASA for all Manned Space Missions« und wurde zum offiziellen Ausrüstungsgegenstand der Astronauten. Seither hat die Speedmaster so einige denkwürdige Einsätze absolviert. Mit Edwin »Buzz« Aldwin gelang sie am 21. Juli 1969 als erste Uhr auf den Mond und trägt seither den Beinamen Moonwatch.

Omega-Moonwatch: Die Speedmaster kam 1957 auf den Markt und eroberte im Jahr 1969 den Mond
Omega-Moonwatch: Die Speedmaster kam 1957 auf den Markt und eroberte im Jahr 1969 den Mond

Bei der berühmten Apollo-13-Mission im April 1970 rettete sie den Astronauten das Leben: Am dritten Tag nach dem Start explodierte einer der beiden Sauerstofftanks, der zweite wurde schwer beschädigt. Der Sauerstoff diente nicht nur der Luftversorgung der Crew, sondern erzeugte auch Strom und Wasser über Brennstoffzellen. Mithilfe ihrer Speedmaster-Uhren konnten die Astronauten die Sekunden der Raketenzündung für einen Wiedereintritt in die Erdatmosphäre messen – es stand nur ein Zeitfenster von 14 Sekunden mit einer maximal zehnprozentigen Fehlerabweichung zur Verfügung. Apollo 13 kehrte auf die Erde zurück und für die herausragende Leistung der Speedmaster verliehen die Astronauten Omega den Snoopy Award, die höchste Auszeichnung der NASA. Bis heute hat sich die Moonwatch optisch kaum verändert, zahlreiche Sondereditionen ergänzen das Feld der Weltall-Uhren von Omega.

Auszeichnung für Omega: 1970 verlieh die NASA den Snoopy Award an Omega für herausragende Leistungen
Auszeichnung für Omega: 1970 verlieh die NASA den Snoopy Award an Omega für herausragende Leistungen

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst trug 2014 bei seinem Einsatz auf der ISS die Skywalker X-33. Hierbei handelt, eine Multifunktionsquarzuhr speziell für Astronauten (4.900 Euro). Auf dem Display der Uhr werden neben der analogen Zeit über Zeiger noch folgende Informationen digital angezeigt: drei verschiedene Zeitzonen, drei Alarme, Chronograph, Countdown, Datum, Mission Elapsed Time (MET) und Phase Elapsed Time (PET)

Omega Speedmaster Skywalker X-33
Omega Speedmaster Skywalker X-33

Fakt #4 über Omega: Promis und Profikiller

Berühmtester Markenbotschafter der Neuzeit von Omega ist der fiktive Agent 007 James Bond. Seit 1995 ist Omega offizieller Partner der Bond-Filme. Erst Pierce Brosnan und nun Daniel Craig kämpfen mit einer Omega am Arm gegen das Böse der Welt. Im November 2015 erschien der bisher neueste Streifen des Doppelnullagenten »Spectre«. Eine Seamaster 300 rettete dem Bond darin das Leben.

Daniel Craig und die Omega Seamaster 300 "Spectre" Limited Edition in "James Bond 007 Spectre"
Daniel Craig und die Omega Seamaster 300 “Spectre” Limited Edition in “James Bond 007 Spectre”

Seit Mitte der Neunziger Jahre wirbt Omega erfolgreich mit Promis. Waren es damals vor allem Cindy Crawford und – in Deutschland – Michael Schumacher, sind es heute George Clooney, Nicole Kidman und Eddie Redmayne.

Buzz Aldrin und George Clooney waren die Ehrengäste der Veranstaltung "Lost in Space"
Buzz Aldrin und George Clooney waren die Ehrengäste der Veranstaltung “Lost in Space”, bei der Omega 2017 das 60-jährige Jubiläum der Speedmaster-Kollektion feierte

Aber auch ohne dieses Marketingkonzept überzeugte die Marke viele Prominente von ihren Uhren. So trug bereits 1960 John F. Kennedy eine Omega »Ultra Thin«, die er als Geschenk von Grant Stockdale erhalten hatte. Papst Johannes Paul II wurde mit einer Omega am Arm fotografiert. Und auch Michail Gorbatschow zeigte sich gerne als Omega-Träger.

Fakt #5 über Omega: Omega und Olympia

Seit 1932 ist Omega offizieller Zeitnehmer bei den Olympischen Spielen. Bei der Olympia-Premiere im Jahr 1932 in Los Angeles bestand die Ausrüstung lediglich aus 30 Stoppuhren für die Zeitmessung. Vier Jahre später, bei den ersten Winterspielen in Garmisch-Partenkirchen gab es sogar nur einen Omega-Techniker, der mit 27 Stoppuhren jede Sekunde der Wettkämpfe zu messen hatte.

Mit solchen Stoppuhren hat Omega 1936 die Zeiten der Wettkämpfe bei den ersten Olympischen Winterspielen in Garmisch-Partenkirchen gemessen.
Mit solchen Stoppuhren hat Omega 1936 die Zeiten der Wettkämpfe bei den ersten Olympischen Winterspielen in Garmisch-Partenkirchen gemessen.

Seither wurden die Technologien stetig weiterentwickelt. Bei den Sommerspielen in Rio 2016 reisten 480 Omega-Spezialisten und 850 Helfer nach Brasilien. Insgesamt 450 Tonnen an Equipment und 200 Kilometer Kabel und Glasfaserleitungen wurden für einen reibungslosen Ablauf benötigt. In diesem Jahr finden die Olympischen Winterspiele  vom 9. bis 25. Februar im südkoreanischen Pyeongchang statt. Ab dem 9. März laufen die Paralympischen Spiele. Dabei kommen insgesamt 230 Tonnen Ausrüstung von Omega zum Einsatz. Darunter 300 Zeitmesser, 30 öffentliche Anzeigetafeln und 90 Anzeigetafeln für die jeweilige Sportart und etliche Kilometer Kabel und Glasfaserleitungen.

Omega: Speedmaster Mark II "Rio 2016"
Omega: Speedmaster Mark II “Rio 2016”

Als offizieller Zeitnehmer der Olympischen Spiele präsentiert Omega auch stets limitierte Sondereditionen. So kamen 2016 die Speedmaster Mark II “Rio 2016” und die Seamaster Diver 300M „Rio 2016“ Limited Edition auf den Markt. Auch für die Winterspiele 2018 kommen zwei Sondereditionen auf den Markt. Die Seamaster Olympic Games Edition mit fünf Uhren in den olympischen Farben Rot, Gelb, Grün, Blau und Schwarz sowie eine Edition bestehend aus drei Golduhren, die an die Gold-, Silber- und Bronzemedaillen der “Treppchen-Sieger” erinnern soll.

Omega: Seamaster Olympic Games Gold Kollektion
Omega: Seamaster Olympic Games Gold Kollektion

Omega hat die Partnerschaft mit dem International Olympic Committee (IOC) bis mindestens 2032 verlängert.

Fortlaufend aktualisierter Artikel, ursprünglich online gestellt im Januar 2015.

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Schlagwörter: Manufakturchronograph, Manufakturkaliber, Omega Marine, Omega Ploprof, Omega Uhren, Uhr mit Magnetfeldschutz

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3s Kommentare zu “5 Fakten über Omega”
  1. Wieder einmal eine Werbeanzeige für einen Uhrenhersteller. Vielleicht mal ein paar Fakten zu Ihren Fakten?!
    Zu #1. “Absolute Präzision und Magnetfeldschutz” Nun, die Werke sind nicht schlecht, nur mit “absoluter” Präzision haben sie nach meiner persönlichen Erfahrung wenig gemein (8500 Kaliber). Zwar immer noch in der COSC Norm, mehr aber auch nicht, das kann Rolex besser!
    Der Magnetfeldschutz ist wohl eine Argument, was die potentiellen Kunden nach Omega treiben soll. Nur wer braucht so einen hohen Magnetfeldschutz?! Keiner. Die Industrie sorgt hier für passenden Schutz und Normung, sofern der Hersteller möchte. Nachzulesen in der ISO 764:2002, oder DIN 8309 mit einem Schutz vor Magnetisierung von 4800 A/m, dass sind ca. 60 Gauß.
    Sofern man seine Uhr nicht auf dem Lautsprecher parkt, oder bei einem Induktionsofen hält, ist die Gefahr einer Magnetisierung überschaubar.
    Daher m.E. kein Argument für den Kauf einer Omega.
    Zu #5. Omega und Olympia. Tja, ist wohl tragisch. Da im Sport auch auf höchstem Niveau gedopt wird, es jede Menge Skandale gibt, Raubbau an der Natur, Zwangsumsiedlung, Ausbeutung etc. Keine Argumente für die es sich lohnt als offizieller Zeitnehmer zu werben, ganz zu schweigen von den limitierten Olympia Editionen, die wie viele Reaktionen im Netz zeigen, auf ein müdes Lächeln bei den möglichen Uhrenkäufern stößt.

    Nein, klar ist Omega für vieles bekannt, nur hilft hier manchmal der Blick auf ein Sprichwort der Dakota Indianer…

  2. Hallo
    Noch eine Omega und noch ein Modell mit gelb schwarzen Zeigern hier eine goldener Ring da etwas anderes hier etwas mehr dort etwas weniger.
    Ein Model das AquaTerra – Railmaster- Seamaster sich nenntwat denn nu?……..drei hundert verschiedene Modelle!
    …..Preise ab nach oben Richtung 10000€ ….weiß nicht.
    …weniger ist oft mehr ,pflegt die Klassiker!

  3. SCHAUDEL Dieter

    Gutes Marketing, aber:
    a) Sehr hohe Kosten für Wartung und Reparatur (ich besitze 14 Omega HAU, davon die meisten “Seamaster”), und gebe regelmäßig viel Geld aus für Wartung und Instandsetzung.
    b) Uhrengeschäfte weigern sich, bei elektronischen den Batteriewechsel selbst vorzunehmen und schicken die Uhr nach Pforzheim.
    c) zu Fakt 1 stimme ich Lars zu.

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