Uhren sammeln für Einsteiger: 5 Modelle von Audemars Piguet

Uhren aus dem Einstiegspreissegment von Audemars Piguet

Die Zeitmesser von Audemars Piguet verbinden legendäres Design mit in minutiöser Handarbeit hergestellten Uhrwerken. Dementsprechend liegen die Preise oftmals im sechsstelligen Bereich. Für neue Sammler und all jene, die zum ersten Mal den Kauf einer Uhr von Audemars Piguet in Erwägung ziehen, hat unser Schwestermagazin Watchtime USA fünf derzeit verfügbare Modelle zusammengestellt, die preislich im Einstiegsbereich der Marke liegen.

Uhr zum Sammeln #1: Audemars Piguet Royal Oak Selfwinding

Das Wort „gewagt“ wird in der Welt der Uhren viel zu oft verwendet, und obwohl die Royal Oak nach heutigem Maßstab „zahm“ erscheinen mag, zeigte sie sich bei ihrem Debüt im Jahr 1972 tatsächlich sehr wagemutig: Ein edler Zeitmesser in einem nicht edlen Metall mit dem Preisschild einer Luxusuhr. Heute gilt die Royal Oak als Designikone und ist mit Abstand die bekannteste Kollektion aus dem Hause Audemars Piguet. Mehr über die Geschichte der Royal Oak lesen Sie hier.

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Für neue Uhrensammler bietet sich die Audemas Piguet Royal Oak Referenz 15400 an. Sie ist die bisher größte Royal Oak (nur die Royal-Oak-Modelle mit großen Komplikationen besitzen größere Gehäusedurchmesser). Mit 41 Millimetern Gehäusedurchmesser ist das Modell nach heutigen Maßstäben keinesfalls ungewöhnlich groß. Das blaue Grande-Tapisserie-Zifferblatt, das als „Waffel-Muster“ bezeichnet wird, ist für die Uhr ebenso kennzeichnend wie die achteckige Lünette. Unter dem charakteristischen Zifferblatt tickt das automatische Manufakturkaliber 3120 mit 40 Lagersteinen, einem massiven Gold-Aufzugsrotor und einer Gangreserve von 60 Stunden.

Die Royal Oak Selfwinding kostet in Edelstahl 17.900 Euro.

Audemars Piguet: Royal Oak Automatik
Die neue 41 mm Royal Oak bietet ein ikonisches Aussehen mit modernen Dimensionen.

Uhr zum Sammeln #2: Audemars Piguet Royal Oak Offshore Diver

Die Royal Oak wird zwar als Ikone gehandelt, ihr großer Bruder aber, die Royal Oak Offshore (auch als „ROO“ bezeichnet), ist eine moderne Sensation. Die erste Royal Oak Offshore lancierte Audemars Piguet 1993. Mit dem Modell entwickelte die Schweizer Uhrenmanufaktur das Konzept der Luxussportuhr selbst konsequent weiter: Die Offshore ist noch sportlicher, noch komplexer und dadurch noch technischer in der Anmutung. Ihr Design sorgte damals sogar in der Geschäftsführung von Audemars Piguet für Aufregung. Glücklicherweise erhielt die Offshore grünes Licht und für die Royal Oak begann eine neue Ära. Seit 1993 ist der Preis der Royal Oak Offshore stetig gestiegen. Hier erfahren Sie mehr über die Wertentwicklung des Modells. 

Als Investition für Sammler und alle, die zum Ersten mal eine Uhr von Audemars Piguet kaufen möchten, eignet sich die Royal Oak Offshore Diver, Referenz 15703ST, die zu den beliebtesten Mitgliedern der Offshore-Familie gehört. Sie verfügt über die charakteristischen Kautschuk-Elemente, die man häufig bei Offshore-Modellen findet. Das 42-Millimeter-Gehäuse ist 13,9 Millimeter hoch und bietet eine Wasserdichtheit von 30 Bar. Über die Krone bei zehn Uhr bewegt der Träger die innenliegende Lünette mit den typischen Countdown-Markierungen. Das Mega-Tapisserie-Zifferblatt ist großflächiger, als bei der Royal Oak, und die breiten Zeiger sorgen für eine ausgezeichnete Ablesbarkeit. Die Energie liefert das hauseigene Kaliber 3120.

Die Royal Oak Offshore Diver 15703ST kostet am Kautschukband 19.200 Euro.

Audemars Piguet: Royal Oak Offshore Diver mit schwarzem Zifferblatt
Die Royal Oak Offshore Driver ist eines der beliebtesten Offshore Modelle.

Uhr zum Sammeln #3: Audemars Piguet Millenary 4101

Die Millenary 4101 ist Audemars Piguets moderne Interpretation der klassischen Dress-Watch, und wie es auch bei der Royal Oak Offshore der Fall ist, hebt sich dieses Modell allein schon durch die Größe und Form des Gehäuses stark von anderen Uhren ab. Unser vorgestelltes Modell, die Referenz 15350ST, hat an ihrer breitesten Stelle einen Durchmesser von 47 Millimetern.

Das Gehäuse mit seiner ungewöhnlichen Form ist vielleicht das Erste, das an der Audemars Piguet Millenary auffällt, aber das Uhrwerk verdient mehr Beachtung. Im Gegensatz zu vielen anderen ovalen Uhren passt sich das Kaliber 4101 perfekt an die Form des Gehäuses an. Obwohl die Millenary 4101 auf den ersten Blick wie eine Skelettuhr aussehen mag, ist sie es nicht – denn  es wurde kein Material von den Uhrwerkskomponenten entfernt.

Das Zifferblatt und das Hilfszifferblatt für die kleine Sekunde füllen die Vorderseite der Uhr nicht vollständig aus, sodass das in traditionellem Stil gefertigte Uhrwerk darunter sichtbar wird. Auch der Saphirglasboden gibt den Blick auf das Manufakturkaliber 4101 frei. Das Uhrwerk wurde so entworfen, dass ein tiefer, dreidimensionaler Effekt entsteht. Die Architektur setzt die freie Unruhspiralfeder bei drei Uhr ebenso wie die Hemmung, die Audemar Piguet umdreht, ausdrucksstark in Szene. Das Kaliber verfügt über einen massiven Rotor aus  Gold, der auf Keramiklagern rotiert. Jeder Teil des Uhrwerks ist von Hand verziert. Die Hauptplatine versieht Audemars Piguet mit horizontalen Genfer Streifen auf der Vorderseite und einer Perlage auf der Rückseite. Die Kanten und Vertiefungen sind poliert. Diese zeitaufwendigen Finissierungen sind mit ein Grund für den Preis der Uhr.

Die Audemars Piguet Millenary 4101 in Edelstahl am Lederband kostet 24.700 Euro.

Audemars Piguet: Millenary 4101
Die Millenary 4101 ist eine fortschrittliche Interpretation der traditionellen Dress-Watch.

Uhren zum Sammeln #4: Audemars Piguet Royal Oak Offshore Chronograph – 42 mm

In den letzten Jahren führte Audemars Piguet immer wieder neue Royal Oak Offshores ein. Eines der beliebtesten Modelle ist der Royal Oak Offshore Chronograph in einem 42 Millimeter großen und 14,21 Millimeter hohen Gehäuse mit einem schiefergrauen Zifferblatt an einem grauen, handvernähten Hornback-Alligatorlederband.

Audemars Piguet überarbeitete einige Details der neuesten Kollektion mit der Referenz 26470. So sind die Kautschukakzente auf den Drückern und der Krone zusätzlich mit schwarzer Keramik versehen. Die Zifferblätter besitzen ein neues, größeres Tapisserie-Muster, die Hilfszifferblätter sind guillochiert und geben dem Gesicht der Uhr so mehr Textur. Breitere, facettierte Stunden- und Minutenzeiger verbessern die Lesbarkeit.

Die große Überraschung zeigt sich auf der Rückseite des Gehäuses: Der neu hinzugefügte Saphirglasboden gibt den Blick auf das Chronographenwerk 3126 mit seinem Gold-Rotor frei. Dieses Uhrwerk verfügt über einen Chronographenmechanismus mit Nockenschaltung und Sekundenstopp zur präzisen Zeiteinstellung.

Der Royal Oak Offshore Chronograph kostet in Edelstahl 26.200 Euro.

Audemars Piguet: Royal Oak Offshore Chronograph 42 mm graues Zifferblatt
Die neuen ROO Chronographen haben sich bei Sammlern als sehr beliebt erwiesen.

Uhr zum Sammeln #5: Audemars Piguet Royal Oak Offshore Chronograph – 44 mm

Wer eine noch markantere Uhr als den oben gezeigten 42 Millimeter Royal Oak Offshore Chronographen sucht, sollte sich den großen Bruder im 44 Millimeter großen und 14,13 Millimeter hohen Gehäuse genauer ansehen. Die schwarze Lünette des Royal Oak Offshore Chronographen – 44mm fertigt Audemars Piguet aus kratzfester Keramik. Große rechteckige Drücker ersetzen die kleineren der 42-Millimeter-Modelle. Wie das kleinere Geschwistermodell besitzt auch dieses Modell ein Mega-Tapisserie-Zifferblatt. Dieses zieren Stundenindexe aus Weißgold, auch die Zeiger bestehen aus dem Edelmetall. Mit der prominenten Tachymeterskala auf dem Rehaut kann der Träger Geschwindigkeit über eine bekannte Entfernung berechnen. Unter dem Zifferblatt arbeitet das automatische Chronographenkaliber 3126 mit 365 Komponenten und 59 Lagersteinen. Die Unruh hat eine Frequenz von 21.600 Halbschwingungen pro Stunde. Das Hilfszifferblatt bei zwölf Uhr zeigt die laufende Sekunde, der 30-Minuten-Zähler sitzt bei neun Uhr und der 12-Stunden-Zähler bei sechs Uhr.

Der 44 Millimeter große Royal Oak Offshore Chronograph in Edelstahl und Keramik, Referenz 26400, kostet am Kautschukband 30.600 Euro.

Audemars Piguet: Royal Oak Offshore Chronograph 44mm mit grauem Zifferblatt
Der 44 mm Offshore Chronograph macht eine gewagte Aussage am Handgelenk.

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Kommentar zu diesem Artikel

  1. Die AP Millenary als Sammleruhr??????
    Das nenn ich mal – sorry – eine Verarsche.
    Das eine Royal Oak in eine gute Sammlung gehören sollte – oder auch zwei / drei / …. das kann ich unterschreiben.
    Aber Einsteigern eine Millenary als Sammleruhr zu verkaufen finde ich eine echte Frechheit.
    Sie scheinen sich doch mehr und mehr nur dem Sponsoring ihre Publikation verpflichtet zu fühlen denn die Objektivität hoch zu halten.

    Trotzdem liebe Sammlergrüße

    Stefan Müller

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