Zeitumstellung

Wann ist in Deutschland die Zeitumstellung?

 Redaktion
von Redaktion
am 23. März 2018

Zweimal im Jahr werden in Deutschland die Uhren umgestellt. Das passiert Ende März und Anfang Oktober. Man spricht von Sommer- und Winterzeit. Die nächste Zeitumstellung – Umstellung auf die Sommerzeit – findet am Sonntag, 25. März 2018 statt.

Wie wird die Zeitumstellung vorgenommen?

Werden die Uhren umgestellt, passiert das am Wochenende stets in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Das ist in Deutschland so gesetzlich verankert. Die Umstellung auf die Sommerzeit findet am letzten Sonntag im März statt. Es werden dann die Uhren um zwei Uhr eine Stunde vorgestellt. Folglich ist die Nacht um eine Stunde kürzer.

Zeitumstellung zur Sommerzeit
Zeitumstellung zur Sommerzeit

Die Zeitumstellung im Winter wird am letzten Sonntag im Oktober vorgenommen. Dann werden die Uhren um drei Uhr nachts eine Stunde zurückgestellt, sodass die Nacht eine Stunde länger dauert und die Stunde zwischen zwei Uhr und drei Uhr zweimal existiert. Es gilt dann die Mitteleuropäische Zeit, die in Deutschland meist Winterzeit genannt wird.

Zeitumstellung zur Winterzeit
Zeitumstellung zur Winterzeit

Wann findet die Zeitumstellung im Jahr 2018 statt?

Am 25. März 2018 werden die Uhren in Deutschland auf die Sommerzeit gestellt. Diese dauert dann bis zum 28. Oktober 2018 um 3:00 Uhr. Dann werden die Uhren wieder eine Stunde zurückgestellt und die Winterzeit beginnt.

Die Geschichte der Zeitumstellung in Deutschland

Noch bis Ende des 19. Jahrhunderts hatten viele Ort in Deutschland ihre eigene Zeit, die sich am Stand der Sonne orientierte. In Bayern richteten sich die Menschen nach der Münchner Ortszeit, in Preußen galt die Berliner Zeit, die der in Bayern um sieben Minuten voraus war. Doch das erschwerte den Alltag sehr und mit dem Ausbau eines europaweiten Eisenbahnnetzes waren diese Unterschiede nicht mehr vereinbar. Eine Vereinheitlichung der Zeit wurde erstmals 1884 in Washington auf der Meridiankonferenz angestrebt und die Erde in 24 Zeitzonen eingeteilt. Ab dem 1. April 1893 sollte in Deutschland die Mitteleuropäische Zeit gelten. Doch es wurde seither stets mit der Sommerzeit experimentiert.

Die erste Zeitumstellung gab es im Jahr 1916

So gab es während des ersten Weltkriegs von 1916 bis 1918 erstmals die Sommerzeit. Nach Ende des Krieges wurde diese Zeitumstellung wieder abgeschafft. Doch schon 1940 wieder eingeführt. Diese erste Sommerzeit während des Krieges endete jedoch erst im November 1942, danach folgte sie wieder einem Jahresrhythmus. Unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg herrschte ein Zeitchaos in Deutschland: Die drei westlichen Besatzungszonen hatten die Sommerzeit. In der sowjetischen Besatzungszone und in Berlin galt die Moskauer Zeit, die unserer um zwei Stunden voraus ist. Zwischen Ost und West klaffte also eine Zeitlücke von zwei Stunden. Darüber hinaus gab es noch eine Hochsommerzeit, während der die Uhren noch einmal um eine Stunde vorgestellt wurden. Diese machte das Zeitchaos perfekt.

Warum gibt es die Zeitumstellung?

Von 1950 bis 1979 gab es in Deutschland dann einheitlich keine Sommerzeit mehr. Erst 1978 diskutierte man wieder über deren Einführung, die schließlich am 6. April 1980 in Kraft trat. Gründe hierfür waren einerseits politischer, andererseits ökonomischer Natur. Man erhoffte sich dadurch eine bessere Energieeinsparung. Die Annahme: Dass die Sonne im Hochsommer während der Sommerzeit um 4:30 Uhr statt um 3:30 Uhr aufgeht, wirkt sich auf die meisten Menschen nicht aus, da sie dann schlafen. Aber dass die Sonne nicht um 21 Uhr, sondern um 22 Uhr untergeht, bedeutet, dass die meisten Menschen weniger lange das Licht einschalten müssen. Studien haben jedoch ergeben, dass die Sommerzeit nicht dazu beiträgt, Energie zu sparen. Außerdem bereitet die Umstellung technische und bei einigen Menschen auch körperliche Probleme. Deshalb ist die Sommerzeit umstritten.

Anfang Februar 2018 hatte das EU-Parlament von der EU-Kommission gefordert, die halbjährliche Zeitumstellung zu überprüfen. Falls notwendig sollte die Kommission dann einen Vorschlag zur Änderung der Regelung vorlegen. Eine vollständige Abschaffung der Zeitumstellung fand im EU-Parlament jedoch noch keine Mehrheit.

In welchen Ländern in Europa wird die Zeit umgestellt?

Bis 1996 endete die Sommerzeit noch Ende September. Ab diesem Jahr wurden dann sämtliche Sommerzeiten Europas vereinheitlich. An die Regelung der Europäischen Union haben sich auch die osteuropäischen Länder und die Schweiz angeschlossen. Russland entschied sich 2011 für eine ganzjährige Sommerzeit. Im Oktober 2014 verabschiedete Russland sich wieder davon, seit diesem Zeitpunkt gilt ganzjährig die Winterzeit. Auch in Weißrussland und Island werden die Uhren nicht umgestellt. Ebenso in der Türkei, die ganzjährig in der Sommerzeit bleibt.

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