Produkt: Fratellowatches Speedy Tuesday Magazine
Fratellowatches Speedy Tuesday Magazine
Alles über die Omega Speedmaster, Sammlerwissen über aktuelle und Vintage-Modelle bietet das englischsprachige Fratellowatches Speedy Tuesday Magazine.

Zeitumstellung

Wann ist in Deutschland die Zeitumstellung?

Wer gedacht hat, die Zeitumstellung ist es ab dem Jahr 2019 Geschichte, der hat sich geirrt. Auch in diesem Jahr werden die Uhren in Deutschland zweimal umgestellt. Das EU-Parlament beschloss am 26. März 2019 die Abschaffung der Zeitumstellung in der gesamten EU im Jahr 2021. Bis dahin gilt: Es gibt die Zeitumstellung weiterhin Ende März und Anfang Oktober. Man spricht von Sommer- und Winterzeit. Die nächste Zeitumstellung – Umstellung auf die Sommerzeit– findet am Sonntag, 31. März 2019 statt.

Wie wird die Zeitumstellung vorgenommen?

Werden die Uhren umgestellt, passiert das am Wochenende stets in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Das ist in Deutschland so gesetzlich verankert. Die Umstellung auf die Sommerzeit findet am letzten Sonntag im März statt. Es werden dann die Uhren um zwei Uhr eine Stunde vorgestellt. Folglich ist die Nacht um eine Stunde kürzer.

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Zeitumstellung zur Sommerzeit
Zeitumstellung zur Sommerzeit

Die Zeitumstellung im Winter wird am letzten Sonntag im Oktober vorgenommen. Dann werden die Uhren um drei Uhr nachts eine Stunde zurückgestellt, sodass die Nacht eine Stunde länger dauert und die Stunde zwischen zwei Uhr und drei Uhr zweimal existiert. Es gilt dann die Mitteleuropäische Zeit, die in Deutschland meist Winterzeit genannt wird.

Zeitumstellung zur Winterzeit
Zeitumstellung zur Winterzeit

Wann findet die Zeitumstellung im Jahr 2019 statt?

Am 31. März 2019 werden die Uhren in Deutschland auf die Sommerzeit gestellt und am 27. Oktober 2019 wieder auf die Winterzeit.

Wann wird die Zeitumstellung abgeschafft?

Da die Umstellung der Uhrzeit seit vielen Jahr umstritten ist, führte die EU-Kommission im Sommer 2018 eine EU-weite Umfrage zur Abschaffung der Zeitumstellung durch. 84 Prozent der 4,6 Millionen Antworten stimmten für eine Abschaffung der Zeitumstellung. Daher kam die Europäische Kommission zu dem Entschluss, es den Mitgliedstaaten frei zu überlassen, ob sie die Winterzeit oder die Sommerzeit anwenden wollen. Jedoch befürwortet Brüssel eine einheitliche Regelung, um keinen Zeit-Wirrwarr auch im Hinblick auf den Waren- und Dienstleistungsverkehr entstehen zu lassen. Am 26. März 2019 beschloss das EU-Parlament die Abschaffung der Zeitumstellung ab dem Jahr 2021. Im März 2021 soll dann zum letzten Mal an der Uhr gedreht werden. EU-Staaten, die sich für die Winter- oder Normalzeit entschieden haben, müssen die Uhr dann im Oktober 2021 ein letztes Mal umstellen. Anschließend soll es keinen halbjährlichen Zeitwechsel mehr geben. Um einen Flickenteppich verschiedener Regelungen zu vermeiden, schlagen die Abgeordneten ein Koordinierungsgremium vor, in dem Vertreter von EU-Kommission und Mitgliedstaaten sitzen sollen. Dieses Gremium soll zu einer möglichst einheitlichen Regelung kommen. Mitte des Jahres tagt der EU-Verkehrsministerrat – dort sollen die Minister im Namen der Mitgliedstaaten ihre Position festlegen. Anschließend werden EU-Parlament und -Rat sich auf ein einheitliches Gesetz einigen und bis April 2020 müssen sich die EU-Staaten entscheiden, ob bei ihnen künftig Sommer- oder Winterzeit gelten soll.

Muss ich meine Uhr umstellen?

Die Träger von mechanischen Uhren müssen am Sonntag Hand anlegen und die Uhrzeit um eine Stunde zurückstellen. Die Besitzer von Funkuhren haben es einfach, weil sich ihre Uhr von selbst auf die Winterzeit umstellt. Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig sendet das aktuelle Zeitsignal an alle Funkuhren. Auch das Smartphone stellt die Uhrzeit automatisch um. Hier muss bei den jeweiligen Einstellungen das „Automatisch einstellen“ bei „Datum/Uhrzeit“ angewählt sein.

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Die Geschichte der Zeitumstellung in Deutschland

Noch bis Ende des 19. Jahrhunderts hatten viele Ort in Deutschland ihre eigene Zeit, die sich am Stand der Sonne orientierte. In Bayern richteten sich die Menschen nach der Münchner Ortszeit, in Preußen galt die Berliner Zeit, die der in Bayern um sieben Minuten voraus war. Doch das erschwerte den Alltag sehr und mit dem Ausbau eines europaweiten Eisenbahnnetzes waren diese Unterschiede nicht mehr vereinbar. Eine Vereinheitlichung der Zeit wurde erstmals 1884 in Washington auf der Meridiankonferenz angestrebt und die Erde in 24 Zeitzonen eingeteilt. Ab dem 1. April 1893 sollte in Deutschland die Mitteleuropäische Zeit gelten. Doch es wurde seither stets mit der Sommerzeit experimentiert.

Wann gab es die erste Zeitumstellung?

Die erste Zeitumstellung gab es im Jahr 1916: Während des ersten Weltkriegs von 1916 bis 1918 gab es erstmals die Sommerzeit. Nach Ende des Krieges wurde diese Zeitumstellung wieder abgeschafft. Doch schon 1940 wieder eingeführt. Diese erste Sommerzeit während des Krieges endete jedoch erst im November 1942, danach folgte sie wieder einem Jahresrhythmus. Unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg herrschte ein Zeitchaos in Deutschland: Die drei westlichen Besatzungszonen hatten die Sommerzeit. In der sowjetischen Besatzungszone und in Berlin galt die Moskauer Zeit, die unserer um zwei Stunden voraus ist. Zwischen Ost und West klaffte also eine Zeitlücke von zwei Stunden. Darüber hinaus gab es noch eine Hochsommerzeit, während der die Uhren noch einmal um eine Stunde vorgestellt wurden. Diese machte das Zeitchaos perfekt.

Warum gibt es die Zeitumstellung überhaupt?

Von 1950 bis 1979 gab es in Deutschland dann einheitlich keine Sommerzeit mehr. Erst 1978 diskutierte man wieder über deren Einführung, die schließlich am 6. April 1980 in Kraft trat. Gründe hierfür waren einerseits politischer, andererseits ökonomischer Natur. Man erhoffte sich dadurch eine bessere Energieeinsparung. Die Annahme: Dass die Sonne im Hochsommer während der Sommerzeit um 4:30 Uhr statt um 3:30 Uhr aufgeht, wirkt sich auf die meisten Menschen nicht aus, da sie dann schlafen. Aber dass die Sonne nicht um 21 Uhr, sondern um 22 Uhr untergeht, bedeutet, dass die meisten Menschen weniger lange das Licht einschalten müssen. Studien haben jedoch ergeben, dass die Sommerzeit nicht dazu beiträgt, Energie zu sparen. Außerdem bereitet die Umstellung technische und bei einigen Menschen auch körperliche Probleme. Deshalb ist die Sommerzeit umstritten.

In welchen Ländern in Europa wird die Zeit umgestellt?

Bis 1996 endete die Sommerzeit noch Ende September. Ab diesem Jahr wurden dann sämtliche Sommerzeiten Europas vereinheitlicht. An die Regelung der Europäischen Union haben sich auch die osteuropäischen Länder und die Schweiz angeschlossen. Russland entschied sich 2011 für eine ganzjährige Sommerzeit. Im Oktober 2014 verabschiedete Russland sich wieder davon, seit diesem Zeitpunkt gilt ganzjährig die Winterzeit. Auch in Weißrussland und Island werden die Uhren nicht umgestellt. Ebenso in der Türkei, die ganzjährig in der Sommerzeit bleibt.

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