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Lesedauer 3 Min.

Die Uhren und Werke des Christophe Claret

Clatet Kantharos Recto
Die Neueste von Christophe Claret: Die Kantharos ist ein Ein-Drücker-Chronograph mit Konstantkraft-Mechanismus; ein innovatives Schlagwerk begleitet das Starten, Stoppen und Nullstellen.
© PR
Diese Woche habe ich den Werkekonstrukteur und Komplikationsspezialisten Christophe Claret in der Schweiz besucht. Beeindruckend, was er sich in Le Locle aufgebaut hat, wo er seit 1999 residiert. Seine erste Konstruktionsfirma hatte er bereits 1989 im benachbarten La Chaux-de-Fonds gegründet, aber erst die jetzige Manufaktur, bestehend aus seiner historischen Villa und einem modernen Anbau ist den uhrmacherischen Leistungen angemessen, die Claret vollbringt. Die 65 komplizierten Kaliber, die er im Lauf der Jahre konstruiert hat, ticken in Uhren von Ulysse Nardin, Harry Winston, Maîtres du Temps und 22 weiteren Marken.
Doch noch wichtiger als seine Auftragsarbeiten sind mittlerweile die Uhren seiner eigenen Marke geworden: 60 Prozent der Produktionskapazitäten verwendet Claret mittlerweile auf seine eigenen, durchweg hochkomplizierten Uhren. Begonnen hat alles 2009/2010, als im Zuge der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise die Kundenaufträge sanken. Heute ist Claret froh über diese Entwicklung, finden seine Uhren doch Fans in Asien, den USA, Lateinamerika sowie auch in der Ukraine und Arabien. 104 Leute arbeiten für ihn – verteilt auf 30 Produktionsberufe sowie Verwaltung, Marketing und Organisation. Uhrmacher gibt es 25. In den Maschinenhallen entstehen alle Werkteile bis auf Rubine, Unruhspiralen, Zugfedern und einen Teil der Unruhn. Für die eigenen Uhren produziert die Manufaktur sogar Zifferblätter, Zeiger und Gehäuse. Für diese Zeitmesser werden lediglich Saphirgläser und Armbänder zugeliefert.
Christophe Claret
Chef, Firmeninhaber und kreativer Kopf der Manufaktur: Christophe Claret © PR
Besonders beeindruckend: Christophe Claret entwickelt zusammen mit einem Maschinenbau-Unternehmen CNC- und Laserschneidanlagen, die neue Standards in Sachen Geschwindigkeit und Komplexität der Bearbeitungsschritte setzen. Rolex und Patek Philippe haben bereits Maschinen gekauft, nachdem sie sich bei Claret bewährt hatten. Mit seiner Entwicklungsarbeit verdient Claret allerdings kein Geld: Er spart lediglich die Entwicklungskosten und kann die fertigen Maschinen quasi zum Serienpreis kaufen, den auch die späteren Kunden bezahlen.
FlashCut_Laser_machine
Von Claret mitentworfen: Diese Laserschneidanlage arbeitet schneller und verlässlicher als bekannte Maschinen – und das seit acht Jahren © PR
Ein ausführliches Porträt über Christophe Claret, seine Manufaktur und sämtliche Uhrenmodelle der Marke erscheint in Chronos 03.2014 am 28. März 2014. Schon am 16. Dezember gibt es in Chronos 01.2014 weitere Porträts: über den russisch-deutschen Uhrenbauer Alexander Shorokhoff sowie über die junge belgische Marke Ressence. News zu beiden Marken findet ihr, wenn ihr die Namen oben rechts ins Suchfeld eingebt.

Manufakturkaliber Christophe Claret Chronos

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