Bremont Terra Nova 38 Jumping Hour Stealth Black: Britische Felduhren-Eleganz in schwarzem Gewand
Die britische Manufaktur Bremont erweitert ihre Terra Nova-Kollektion um eine schwarze Variante der Jumping Hour. Mit DLC-Beschichtung, historischen Wurzeln und einem exklusiven Sellita-Werk verbindet die neue Stealth Black moderne Technik mit militärischer Ästhetik.
Schwarze Uhren haben eine eigene Sprache. Sie wirken technischer, manchmal auch kompromissloser. Wenn eine Manufaktur wie Bremont – bekannt für britische Tool-Watch-Ästhetik und Luftfahrt-Erbe – eine ihrer neuesten Charakteruhren komplett in Schwarz taucht, ist das mehr als nur eine Farbvariante. Es ist ein Statement.
Die neue Terra Nova 38 Jumping Hour Stealth Black zeigt, wie die Marke ihre erfolgreiche Felduhren-Linie in eine neue Richtung führt: dramatischer, moderner und mit einem klaren Anspruch an zeitgemäßes Design.
Bremont Terra Nova 38 Jumping Hour Stealth Black, Referenz TN38-JH-DLC-CC-B
Bremont
Terra Nova: Britische Interpretation der Felduhr
Die Terra Nova-Kollektion wurde 2024 eingeführt und hat sich schnell als eigenständige Linie im Portfolio von Bremont etabliert. Sie ist Bremonts moderne Interpretation der klassischen Felduhr, inspiriert von militärischen Taschen- und Trench Watches des frühen 20. Jahrhunderts. Die geometrische, kissenförmige Gehäuseform mit ihrem niedrigen Profil und den verkürzten Bandanstößen ist eine direkte Hommage an diese historischen Zeitmesser. Damals waren Armbanduhren noch keine Selbstverständlichkeit – Soldaten trugen Taschenuhren an Lederbändern am Handgelenk, um im Einsatz schnell die Zeit ablesen zu können. Aus dieser Notwendigkeit heraus entwickelte sich ein Uhrentyp, der robust, ablesbar und funktional sein musste. Die Terra Nova greift diese DNA auf und übersetzt sie in ein zeitgemäßes Tool-Watch-Design.
Bremont wurde 2002 von den Brüdern Nick und Giles English gegründet und hat sich seitdem einen Namen als Hersteller robuster, technisch versierter Tool Watches gemacht. Die Marke ist eng mit der britischen Luftfahrt verbunden – viele Modelle sind nach berühmten Piloten, Flugzeugen oder Luftfahrtunternehmen benannt. Bremont arbeitet eng mit dem britischen Militär, der RAF und anderen Organisationen zusammen und testet seine Uhren unter extremen Bedingungen. Mit der Terra Nova zeigt Bremont, dass die Marke nicht auf Fliegeruhren beschränkt ist. Die Kollektion erweitert das Portfolio um eine moderne Felduhr, die historische Codes aufgreift, ohne in Nostalgie zu verfallen. Die Jumping Hour ist dabei keine reine Design-Spielerei, sondern eine funktionale Komplikation, die gut ablesbar und technisch überzeugend umgesetzt ist.
Jumping Hour: Eine Komplikation mit Geschichte
Das Herzstück der Terra Nova 38 Jumping Hour ist ihre Anzeige: Stunden und Minuten werden nicht über klassische Zeiger dargestellt, sondern über vertikale Fenster – eine sogenanntes "Montres à Guichet" (französisch für „Uhr mit Durchreichschalter"). Dieses Anzeigeformat hat eine lange Geschichte, die bis ins späte 19. Jahrhundert zurückreicht, erlebte aber seine Blütezeit in den 1920er- und 1930er-Jahren, als Art-déco-Uhren diese Darstellung populär machten. Seit 2025 liegt die springende Stunde wieder im Trend.
Bei der Terra Nova sitzt das Stundenfenster bei 12 Uhr, das Minutenfenster bei 6 Uhr. In der Mitte läuft ein zentraler Sekundenzeiger über das Wayfinder-Logo – eine Kompassrose, vollflächig mit Superluminova in Grün ausgeführt. Diese Gestaltung verstärkt den Felduhren-Charakter und erinnert an Navigationsinstrumente, wie sie Entdecker und Militär nutzen. Die monochrome Ausführung der Stealth Black verstärkt die Ablesbarkeit noch einmal: Weiße Ziffern auf schwarzem Grund, klare Kontraste, keine Ablenkung. Der Stundensprung erfolgt augenblicklich – in weniger als einer Zehntel Sekunde. Technisch ist das anspruchsvoll, denn die Mechanik muss genügend Energie aufbringen, um die Scheibe ruckartig weiterzudrehen, ohne dass der Rest des Werks darunter leidet. Bremont löst das mit dem exklusiv für die Marke entwickelten Kaliber BC634, das in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Werkehersteller Sellita entstand.
Das Werk: BC634 von Sellita
Das BC634 ist ein automatisches Werk mit 29 Steinen, das mit 28.800 Halbschwingungen pro Stunde (4 Hz) arbeitet und eine Gangreserve von 56 Stunden bietet. Es verfügt über eine Glucydur-Unruh mit Anachron-Spirale und eine Nivaflex-Zugfeder – alles Komponenten, die für Präzision und Langlebigkeit stehen. Das Werk wurde speziell für die Anforderungen der Jumping Hour-Komplikation angepasst, was sich in der schnellen und präzisen Stundenschaltung zeigt. Interessant ist, dass Bremont hier nicht auf ein Manufakturwerk im engeren Sinne setzt, sondern auf eine exklusive Kooperation mit Sellita. Das ist kein Nachteil, im Gegenteil: Sellita gehört zu den bekanntesten Werkherstellern der Schweiz und liefert zuverlässige, servicefreundliche Kaliber. Die Zusammenarbeit zeigt, dass Bremont den Fokus auf Funktionalität und technische Raffinesse legt – ohne den Anspruch, alles im eigenen Haus fertigen zu müssen.
Bremont Terra Nova 38 Jumping Hour Stealth Black, Referenz TN38-JH-DLC-CC-L-S mit Leder-Unterlageband
BremontGehäuse und Beschichtung: DLC in allen Details
Das Gehäuse der Terra Nova 38 Jumping Hour Stealth Black besteht aus 904L Edelstahl – ein Material, das vor allem durch Rolex bekannt wurde und sich durch erhöhte Korrosionsbeständigkeit auszeichnet. Mit 38 mm Durchmesser, 44 mm Länge und einer Höhe von 9,1 mm bleibt die Uhr kompakt und tragbar, ohne an Präsenz einzubüßen. Die gesamte Oberfläche – Gehäuse und Armband – ist mit einer diamantähnlichen Kohlenstoffbeschichtung (DLC, Diamond Like Carbon) versiert. Diese Beschichtung ist nicht nur optisch markant, sondern auch funktional: Sie erhöht die Kratzfestigkeit erheblich und schützt das Gehäuse vor Korrosion. DLC-Beschichtungen sind härter als herkömmliche PVD-Beschichtungen und behalten ihre Optik auch bei intensiver Nutzung länger bei. Die Oberfläche ist teils satiniert, teils poliert – ein subtiles Spiel von Licht und Schatten, das erst bei genauem Hinsehen auffällt. Die Druckkrone ist in das Gehäuse integriert, der Gehäuseboden geschlossen und dekoriert. Drei individuelle Saphirgläser schützen die Fenster für Stunden, Minuten und Sekunden. Die Wasserdichtigkeit ist mit 3 ATM (30 Meter) zurückhaltend – aber für eine Felduhr, die nicht zum Tauchen gedacht ist, ausreichend.
Armband-Optionen: Bracelet und Bund Strap
Bremont bietet die Stealth Black mit zwei Armband-Optionen an. Zum einen gibt es ein fünfreihiges Stahlarmband aus 904L mit DLC-Beschichtung, ebenfalls satiniert und poliert, ausgestattet mit einer Faltschließe. Die Bandbreite beträgt 20 mm, das Schnellwechselsystem ermöglicht einen werkzeuglosen Austausch. Zum anderen – und das ist die interessantere Variante – gibt es ein schwarze Leder-Unterlageband. Bund-Armbänder haben eine lange Geschichte in der Militär- und Luftfahrt-Uhrmacherei. Ursprünglich wurden sie von Piloten im Zweiten Weltkrieg getragen, um das Handgelenk vor den metallenen Gehäusen zu schützen, die sich bei extremen Temperaturen stark erhitzten oder abkühlten. Später übernahmen auch Bergsteiger diese Armbandform, da sie Komfort und Schutz in extremen Umgebungen bot. Bei der Terra Nova lässt sich der Bund abnehmen, sodass darunter ein klassisches schwarzes Kalbslederband zum Vorschein kommt. Diese Flexibilität ist typisch für Bremont: Die Uhren sollen robust und alltagstauglich sein, aber auch an unterschiedliche Situationen anpassbar.
Die vierte Variante der Terra Nova Jumping Hour
Die Stealth Black ist nicht die erste Terra Nova 38 Jumping Hour. Im April 2025 präsentierte Bremont eine limitierte Edition in Cupro-Aluminium-Bronze, die innerhalb kürzester Zeit ausverkauft war. Im Oktober 2025 folgte die Core Edition in 904L Edelstahl – ebenfalls ein Erfolg. Dazu kam eine schimmernde Aventurine-Variante. Die neue Stealth Black ist nun die vierte Version und die erste, die komplett in Schwarz ausgeführt ist.