Favoriten der Redaktion: Unsere liebsten bunten Uhren zur Feier des Pride Months
Bunte Uhren sind längst mehr als ein kurzlebiger Trend. Sie stehen für Persönlichkeit, Optimismus und den Mut, Konventionen zu hinterfragen – Werte, die auch den Pride Month prägen. Ob mit farbigen Edelsteinen, leuchtenden Zifferblättern oder künstlerischen Designs: Unsere Favoriten verbinden ausdrucksstarke Gestaltung mit hochwertiger Mechanik und zeigen, wie facettenreich moderne Uhrmacherei heute sein kann.
Hublot Big Bang Unico Titanium Rainbow
HublotDaniela Pusch, Unit and Editorial Director x Hublot Big Bang Unico Titanium Rainbow 42 mm
Der Pride Month ist für viele Marken längst fester Bestandteil des Kalenders. Nicht selten wirkt das Engagement jedoch austauschbar oder auf eine Marketingkampagne reduziert. Umso wichtiger erscheint es, den eigentlichen Gedanken dahinter nicht aus dem Blick zu verlieren: Sichtbarkeit, Solidarität und Vielfalt. Für mich darf das durchaus auch am Handgelenk sichtbar werden. Solidarität bedeutet schließlich nicht, sich zu verstecken. Die Uhrenbranche hält sich beim Pride Month traditionell eher zurück. Rainbow-Modelle gab es in den vergangenen Jahren zwar einige, sie verstanden sich jedoch meist als Hommage an Farbe und Edelsteinkunst – nicht als explizites Zeichen der Solidarität mit der LSBTQI+-Community. Unabhängig von ihrer ursprünglichen Intention können sie heute dennoch für Vielfalt, Toleranz und Selbstbewusstsein stehen. Besonders gelungen ist für mich die Hublot Big Bang Unico Titanium Rainbow, die expressive Gestaltung mit anspruchsvoller Uhrmacherei verbindet.
Technisch basiert sie auf der 42 Millimeter großen Big Bang Unico mit einem satinierten und polierten Titangehäuse. Charakteristisch ist die aufwendig mit insgesamt 170 Edelsteinen besetzte Gehäusekonstruktion, ergänzt durch eine Lünette aus 18 Karat Weißgold mit farbigen Baguette-Saphiren, Rubinen, Tsavoriten, Topasen und Amethysten. Das skelettierte Zifferblatt gibt den Blick auf das Manufakturkaliber HUB1280 UNICO frei – einen automatischen Flyback-Chronographen mit Säulenrad und rund 72 Stunden Gangreserve.
Natürlich polarisiert eine Uhr dieser Größenordnung. Mit einem Preis von 77.900 Euro ist sie weder Understatement noch Alltagsbegleiter. Gerade deshalb zeigt sie aber, dass Farbe in der Haute Horlogerie weit mehr sein kann als Dekoration. Die Big Bang Rainbow ist ein bewusstes Statement – technisch anspruchsvoll, handwerklich aufwendig und ein Beispiel dafür, wie sich Individualität auch in der Uhrmacherei ausdrücken kann.
H. Moser & Cie. Pioneer Centre Seconds Sun Berry
H. Moser & Cie.Johannes Beer, Junior Editor x H. Moser & Cie Pioneer Centre Seconds Sun Berry
Die wohl schönste Eigenschaft bunter Uhren ist ihre Fähigkeit, gute Laune zu verbreiten. Derzeit gelingt das wohl kaum einem Modell überzeugender als der Pioneer Centre Seconds Sun Berry von H. Moser & Cie. Das intensive Berry Purple des fumé-Zifferblatts trifft auf leuchtend gelbe Akzente und ein ebenso auffälliges Kautschukband. Das Ergebnis erinnert an einen Sommertag, einen Sonnenuntergang oder einen Cocktail am Meer. Gerade zum Pride Month wirkt die Uhr wie ein Statement für Individualität und Freude an Farbe und Vielfalt. Besonders gelungen ist dabei, dass H. Moser & Cie. bewusst auf Logos und Indizes verzichtet und die Farben selbst sprechen lässt. Hinter der verspielten, 40 Millimeter großen Optik steckt zudem echte Uhrmacherkunst: Das automatische Manufakturkaliber HMC 201 bietet 72 Stunden Gangreserve und arbeitet in einem bis 120 Meter wasserdichten Gehäuse. Für umgerechnet rund 15.750 Euro kann die sehr ansprechende Feinmechanik zudem durch einen Glasboden bestaunt werden.
Rado DiaStar Original Skeleton Limited Edition
RadoRüdiger Bucher, Senior Managing Editor x Rado DiaStar Original Skeleton Limited Edition
Rado bietet in diesem Sommer gleich drei Möglichkeiten, Farbe zu bekennen: Die DiaStar Skeleton kommt in einer Limited Edition, die aus drei bunten Varianten besteht. Damit hat man für einen überschaubaren Preis die Möglichkeit, sich eine echte Designikone in ungewöhnlicher Optik ans Handgelenk zu legen. Zur Erinnerung: Die erste DiaStar war 1962 die erste kratzfeste Uhr der Welt mit ihrer überdimensionierten Lünette aus Wolframkarbid und ihrem Deckglas aus Saphirkristall, das damals zum ersten Mal bei einer Uhr zum Einsatz kam.
Die Limited Edition von 2026 folgt der damaligen Form, inklusive des facettierten Saphirglases, das in neun, teilweise angeschnittene Quadrate aufgeteilt ist. Die große Lünette besteht heute aus Ceramos, einer innovativen kratzresistenten Hartmetalllegierung mit rund 90 % Keramikanteil. Rado kombiniert das Material einmal mit blauem, einmal mit rotem Zifferblattring und Kautschukband. Die grüne Version wiederum harmoniert mit einem gelbgoldfarben PVD-beschichteten Ceramos-Korpus. Bei jedem Modell setzen Zeiger und Indexe mit gelber, grüner oder roter Superluminova-Leuchtmasse zusätzliche Farbtupfer.
Die skelettierte Ausführung erlaubt tiefe Einblicke in das exklusive Rado-Kalibers R808 (Basis Eta C07.901) mit der Unruh bei 12 Uhr und dem Federhaus bei 5 Uhr. Letzteres bietet eine hohe Gangreserve von 80 Stunden und ist entsprechend groß dimensioniert. Die horizontal gebürsteten Oberflächen der Werkbrücken stellen dabei ein eigenes Designmerkmal dar. Dank der antimagnetischen Nivachron-Spiralfeder und intensiven Tests in 5 statt 3 Lagen kann Rado eine erhöhte Präzision anbieten. Jede Version ist auf je 555 Stück limitiert; die Preise liegen bei 2.750 Euro für das grüne Modell mit goldfarbenem Gehäuse bzw. je 2.500 Euro für die blaue und die rote Variante.
Egal, ob man sich vom CSD oder den bunten Trikots der Fußball-Weltmeisterschaft inspirieren lässt oder einfach nur Freude an der jeweiligen Farbkombi hat: Die Rado DiaStar Original Skeleton Limited Edition verbindet Lebensfreude mit coolen Retro-Vibes und hochwertiger Schweizer Uhrmacherei.
Alexander Shorokhoff Kandy Avantgarde Blue
Alexander ShorokhoffKatharina Weitzer, Content Editor x Alexander Shorokhoff Kandy Avantgarde Blue
Der Pride Month steht für Vielfalt, Individualität und den Mut, Farbe zu bekennen – genau das strahlt die Kandy Avantgarde Blue von Alexander Shorokhoff aus. Statt sich anzupassen, setzt die auf 50 Exemplare limitierte Uhr auf ein expressives Zifferblatt mit intensiven Blautönen, Perlmutt-Elementen und künstlerischen Formen. Das quadratische Edelstahlgehäuse misst 41 × 41 Millimeter bei nur 9 Millimetern Höhe und beherbergt ein fein veredeltes Automatikwerk auf Basis des ETA 2892 oder Sellita SW300 mit rund 42 Stunden Gangreserve. Zwei mitgelieferte Armbänder – hellblaues Kautschuk mit Textilbezug und blaues Pferdeleder – unterstreichen ihren wandelbaren Charakter. Der Beweis, dass Mechanik und Kreativität perfekt zusammenpassen. Preis: 3.900 Euro.
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