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Lesedauer 4 Min.

Sledge: die erste Dreizeiger-Automatikuhr von Löbner

Ein Jahr nach dem Launch der Marke stellt Löbner jetzt sein zweites Modell vor: die Sledge. Ihre wichtigste Funktion sieht man ihr auf den ersten Blick nicht an.
Löbner Sledge Rubber Blue

Löbner Sledge Rubber Blue

© Löbner

Vor gut einem Jahr wurde die historische deutsche Marke Löbner wiederbelebt. Den Start machte der Chronograph Steelracer. Jetzt folgt mit der Sledge die erste Dreizeigeruhr. Doch die Sledge kann mehr, als nur die Uhrzeit mit Stunden, Minuten und Sekunden anzugeben.

Löbner Sledge grün Schieber hoch

Löbner Sledge: Der Kronenschutz ist als Schieber ausgeführt.

© Löbner

Innovative Kurzzeitmessung

Der Clou bei der Sledge ist ihre innenliegende, drehbare Minutenskala. Sie lässt sich über die Lünette bewegen, dementsprechend ist diese an ihrer Außenseite geriffelt, um den Fingern optimalen Halt zu bieten. Somit kann man, indem man die Nullmarkierung über dem Minutenzeiger postiert, Kurzzeitmessungen bis zu 60 Minuten vornehmen. Das Ganze erinnert an Taucheruhren mit innen liegendem Drehring; bei diesen gibt es aber meist eine zweite Krone, mit der man den Drehring verstellt, um die Wasserdichtheit zu gewährleisten. Löbner ist es aber gelungen, die Uhr bis 10 atm druckfest zu machen, das entspricht einer Wasserdichtigkeit von 100 Metern. Damit ist die Sledge keine Taucheruhr, gleichwohl lässt sich die Lünette nur in eine Richtung drehen. Der Mechanismus arbeitet unter dem geschützten Namen Löbner Inner Circle Lock.

Loebner-Sledge_explosion

Löbner: Der aufwenige Gehäuseaufbau der Sledge

© Löbner

Markanter Kronenschutz

Gleichzeitig bleibt das Edelstahlgehäuse mit 9,8 mm Bauhöhe relativ flach. Mit einem Durchmesser von 40,5 mm ist es kleiner als das der Steelracer mit 42,5 mm. Ein weiteres markantes Merkmal ist der patentierte Kronenschutz-Schieberegler, der bereits den Chronographen auszeichnete. Diese Konstruktion gibt der Automatikuhr auch ihren Namen (sledge = Schlitten).

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Löbner: die Sledge mit silberfarbenem Zifferblatt und Kautschukband

© Löbner

Made in Germany mit Schweizer Werk

Ihre Präzision erreicht die Sledge durch das Kaliber Löbner 6717, dessen Basis ein Schweizer Automatikwerk von La Joux-Perret bildet. Es bietet eine recht hohe Gangreserve von 68 Stunden und wird in Deutschland feinreguliert und montiert. Auch das Gehäuse und dessen Konstruktion sind Made in Germany.

Loebner-Sledge_black_Halbseite

Löbner: Sledge mit schwarzem Zifferblatt

© Löbner

8 verschiedene Modelle

Die Sledge kommt in 8 verschiedenen Modellvarianten auf den Markt. Neben der Farbe „Galvano-Black“ sind die Zifferblattvarianten „Petrol-Blau“, „Zeitgeist-Grün“ und „Neusilber-Grau“ erhältlich. Farblich passende Kautschukarmbänder sind ebenfalls verfügbar. Die Bandwahl besteht aus Kautschuk oder aufwendig verschraubten Edelstahl-Gliederarmbändern. Die Wahl des Bandes bestimmt den Preis: Mit Kautschukband kostet die Sledge 8.600 Euro, mit Stahlband 9.600 Euro.

Löbner: Die Hintergründe

Bis vor wenigen Jahren war Löbner auch in Deutschland in Vergessenheit geraten. Dabei war das 1862 in Berlin gegründete Unternehmen bis zum Zweiten Weltkrieg ein bedeutender deutscher Lieferant von hochpräzisen Zeitmessinstrumenten. Schon 1881 hatte Löbner Stoppuhren im Programm, die auf die 1/100 Sekunde genau zu stoppen vermochten. 1892 entwickelte der Hersteller eine drei Meter hohe Uhr fürs Militär, die Messungen bis zu 1/1000 Sekunde ermöglichte. 1894 lieferte Löbner eine Uhrenanlage mit ewigem Kalender für den Deutschen Reichstag. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelt die Berliner Manufaktur die weltweit erste Zeitmessanlage mit Zeitdrucker. Diese elektromechanischen Zeitmessanlagen werden bei den Olympischen Spielen 1928 in Amsterdam, 1932 in Lake Placid (Winterspiele) und 1936 in Berlin eingesetzt. 2023 wird Löbner wiedergegründet. Die Uhren sind mit Schweizer Werken ausgestattet, die in Deutschland feinreguliert und von Hand montiert werden.

Löbner Sledge Lume shot

Löbner: Stunden- und Minutenzeiger der Sledge leuchten im Dunkeln.

© Löbner
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