Zenith und Naoya Hida interpretieren das legendäre Kaliber 135 neu
Seit Zenith das historische Kaliber 135 wieder ins Rampenlicht gerückt hat, entwickelt sich daraus eine der spannendsten Geschichten der modernen Manufaktur. Den Anfang machte 2022 die Zusammenarbeit mit Kari Voutilainen und Phillips, bei der zehn originale Kaliber 135-O aus den 1950er-Jahren restauriert wurden. Es folgte die Einführung der G.F.J.-Kollektion, benannt nach Firmengründer Georges Favre-Jacot, in der das Werk als moderne Neuinterpretation zurückkehrte. Mit der neuen G.F.J. Calibre 135 Double Signed geht Zenith nun aber einen etwas anderen Weg.
Die Zenith G.F.J. Calibre 135 Double Signed vereint das legendäre Chronometerkaliber 135 mit der puristischen Designsprache von Naoya Hida & Co. – limitiert auf nur zehn Exemplare.
ZenithDie Uhr markiert den Auftakt eines neuen „Double Signed“-Programms, das künftig ausgewählte Partnerschaften mit externen Kreativen und Marken umfassen soll. Für den ersten Beitrag fiel die Wahl auf Naoya Hida & Co., einen der angesehensten unabhängigen Hersteller Japans. Die Kooperation wirkt dabei keineswegs zufällig. Naoya Hida beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Kaliber 135 und zählt zu dessen leidenschaftlichsten Sammlern und Kennern.
Ein Zifferblatt als Lehrstück japanischer Handwerkskunst
Obwohl Gehäuse und Werk aus der bestehenden G.F.J.-Plattform stammen, prägt Naoya Hida den Charakter dieser Uhr entscheidend. Das 39,15 Millimeter große Platingehäuse mit einer Höhe von 10,5 Millimetern bleibt unverändert, doch das Zifferblatt zeigt eine völlig neue gestalterische Richtung.
Naoya Hida bei der Entwicklung der gemeinsamen Edition, die japanische Handwerkskunst und historische Schweizer Uhrmacherei auf außergewöhnliche Weise zusammenführt.
ZenithGefertigt aus massivem Silber, orientiert sich seine Gestaltung sichtbar an Hidas eigener NH Type 2A. Sämtliche Ziffern, Indizes, Schriftzüge und sogar die beiden Signaturen von Zenith und Naoya Hida & Co. wurden von Hand graviert. Verantwortlich dafür zeichnet Meistergraveur Keisuke Kano, dessen Arbeiten seit Jahren die Uhren der japanischen Marke prägen. Anschließend werden die Gravuren von Hand mit blauem Urushi-Lack ausgelegt, wodurch eine Tiefe entsteht, die sich deutlich von gedruckten Zifferblättern abhebt.
Die Stunden- und Minutenzeiger werden aus massivem Gold gefertigt und einzeln poliert. Ergänzt werden sie durch einen gebläuten Sekundenzeiger bei sechs Uhr. Die gesamte Gestaltung verzichtet bewusst auf spektakuläre Effekte und konzentriert sich stattdessen auf Proportion, Typografie und Oberflächenbearbeitung – jene Disziplinen, für die Naoya Hida inzwischen weltweit geschätzt wird.
Das moderne Kaliber 135
Im Inneren arbeitet die aktuelle Version des Kalibers 135, die Zenith für die G.F.J.-Kollektion neu konstruiert hat. Das Handaufzugswerk schlägt mit 18.000 Halbschwingungen pro Stunde, verfügt über eine Breguetspirale, eine große Unruh mit variabler Trägheit und eine Gangreserve von 72 Stunden sowie eine Wasserdichtigkeit von bis zu 50 Metern. Hinzu kommen Sekundenstopp, COSC-Zertifizierung und eine Regulierung auf bemerkenswerte ±2 Sekunden pro Tag.
Durch den Saphirglasboden offenbart sich die aufwendig dekorierte Mechanik mit Genfer Streifen, von Hand anglierte Kanten und einer dunklen Ruthenium-Beschichtung. Für viele Sammler dürfte gerade diese Verbindung aus historischer Architektur und moderner Fertigungsqualität den größten Reiz der Uhr ausmachen.
Drei verschiedene handgefertigte Armbandoptionen unterstreichen den individuellen Charakter der auf zehn Stück limitierten Sammleruhr.
ZenithPassend zur japanischen Herkunft des Projekts liefert Zenith die Uhr mit drei handwerklich gefertigten Armbändern aus. Neben Himeji-Kurozan-Leder mit Urushi-Beschichtung gehören ein Wagyu-Lederband aus Kyoto sowie ein Indigo-Denim-Band der traditionsreichen Kaihara-Weberei in Hiroshima zum Lieferumfang.
Die Zenith G.F.J. Calibre 135 Double Signed with Naoya Hida & Co. erscheint in einer Auflage von lediglich zehn nummerierten Exemplaren. Der Preis beträgt 65.900 Euro. Zum Zeitpunkt der offiziellen Vorstellung waren jedoch bereits alle zehn Uhren vergeben.