Kleines Format, große Referenz: Omegas neue Speedmaster 38 mm
Omega baut die Speedmaster 38 mm um sieben neue Referenzen aus. Auffällig ist dabei nicht die Erweiterung selbst, sondern die Richtung: Statt weiter auf ein eigenständiges Profil zu setzen, rückt die Kollektion in Zifferblattgestaltung und Lünettenform näher an die Moonwatch heran, den professionellen Chronographen der Marke.
Speedmaster 38, 38 mm, Stahl mit Stahlarmband, Referenz 324.30.38.50.01.002, 6.300 Euro
OmegaDie sichtbarste Änderung betrifft die Totalisatoren. Wo die 38-mm-Linie bislang ovale Hilfszifferblätter führte, sind es nun runde. Ein Detail, das zunächst kosmetisch wirkt, tatsächlich aber die visuelle Nähe zur 42-mm-Moonwatch herstellt. Dazu kommt eine Lünette mit breiterem, kräftigerem „Dot Over Ninety“, ebenfalls ein Moonwatch-Zitat, sowie ein reduzierteres Zifferblattlayout mit weniger Beschriftung. Omega beschreibt das selbst als Schritt, die „DNA der Speedmaster“ zu erweitern, ohne den eigenständigen Charakter der 38-mm-Linie aufzugeben – in der Praxis bedeutet das vor allem eine Angleichung der Formensprache.
Die sieben neuen Referenzen der Omega Speedmaster 38
Omega, Collage: WatchTimeEinheitlich ist außerdem das Armband: Alle sieben Modelle laufen künftig auf dem fünfgliedrigen Moonwatch-Band, dessen mittlere Glieder je nach Referenz poliert oder gebürstet ausgeführt sind. Auch das ist eine Abkehr von einer eigenständigen Bandarchitektur zugunsten des etablierten Moonwatch-Vokabulars.
Zwei Kaliber, eine Aufgabenteilung
Angetrieben wird die Kollektion von zwei Automatikwerken mit Co-Axial-Hemmung. Das Kaliber 3330 mit Datumsfunktion steckt in sechs der sieben Referenzen und bildet damit das Arbeitspferd der Linie. Für die siebte Ausführung, ein schwarzes Zifferblatt ohne Datum, reserviert Omega das Kaliber 3332. Dass ein separates Kaliber allein für eine Variante ohne Datumsfunktion aufgelegt wird, ist bemerkenswert: Es zeigt, dass Omega dem cleanen Zifferblatt ohne Datumsfenster – näher am Moonwatch-Look als jede andere Referenz der Linie – ausreichend Gewicht beimisst.
Omega Speedmaster 38, 38 mm, Gehäuse aus Stahl und Sedna‑Gold mit Stahl‑ und Sedna‑Goldband, Referenz 324.20.38.50.02.002, 11.300 Euro
OmegaModellpalette: von Stahl bis Diamantlünette
Die Bandbreite der sieben Referenzen ist groß. Am nächsten an der Moonwatch-Ästhetik liegt die Stahlversion mit schwarzem, matt lackiertem Zifferblatt, schwarzer Aluminiumlünette und dem exklusiven Kaliber 3332. Daneben stehen eine Weißzifferblatt-Variante mit blauer Keramiklünette und weißer Email-Tauchskala sowie eine Silberzifferblatt-Version mit warmgrauer Aluminiumlünette, deren Zeiger und Indizes eine Sedna-Gold-PVD-Beschichtung tragen. Zwei zweifarbige Modelle kombinieren Stahlgehäuse mit 18-Karat-Goldlünetten: eines mit grünem Lünettenring und Moonshine-Gold-Applikationen, das andere im „Cappuccino“-Layout mit elfenbeinfarbenem Hauptzifferblatt, braun PVD-beschichteten Hilfszifferblättern und Sedna-Gold-Elementen. Beide führen die schmalen Armbandglieder ebenfalls in 18-Karat-Gold aus, was die Bandkonstruktion technisch aufwendiger macht als bei den reinen Stahlversionen. Den oberen Abschluss markieren zwei Referenzen mit diamantbesetzter Lünette (52 Steine, 1,53 Karat), in Eisblau oder mit Perlmuttzifferblatt und rhodinierten Zeigern.
Omega Speedmaster 38, 38 mm, Stahl mit Stahlarmband, Referenz 324.15.38.50.03.001, 11.900 Euro
OmegaDie Neuauflage reiht sich in eine interessante Entwicklung ein: Speedmaster-Formate werden konsequent näher an die Moonwatch herangeführt, statt als eigenständige Designlinie zu bestehen. Für die 38-mm-Kollektion, die traditionell auch ein unisex- beziehungsweise damentaugliches Format bedient, bedeutet das einen Zugewinn an Wiedererkennbarkeit, aber auch einen Verlust an eigenständigem Profil gegenüber der Hauptlinie. Die Preise starten bei 6.300 Euro für das Stahlmodell ohne Datumsfunktion, mit Datum zahlt man 200 Euro (Opalinzifferblatt mit silbriger PVD-Beschichtung) beziehungsweise 500 Euro mehr (6.800 Euro für das Modell mit weiß lackiertem Zifferblatt und blauer Lünette). Die Bicolor-Varianten sind für 11.300 Euro erhältlich. Die Diamantmodell kosten 11.900 Euro für das Modell mit Zifferblatt mit eisblauer PVD-Beschichtung, die Referenz 324.15.38.50.05.001 samt weißem Perlmuttzifferblatt kostst hingegen 12.700 Euro.