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Lesedauer 4 Min.

Trilobe Trente-Deux: Neue Kollektion mit Manufakturwerk

Die französische Marke Trilobe stellt ihr erstes eigenes Uhrwerk vor. Es debütiert in einem neuen Gehäuse mit integriertem Metallband und orientiert sich in der Zeitanzeige an einem früheren Trilobe-Modell.
Trilobe Trente-Deux mit blauem Zifferblatt, Wristshot

Trilobe: Trente-Deux mit blauem Zifferblatt

© Trilobe

Scheiben statt Zeiger

Trilobe hat sich seit seiner Gründung einen Namen gemacht für ungewöhnliche Zeitanzeigen, in denen sich drehende Scheiben die Aufgaben der fehlenden Zeiger übernehmen. Jetzt bringt die Marke aus Paris eine neue Kollektion, die Neues und Bekanntes verbindet: Sie heißt Trente-Deux. Der Name, das französische Wort für 32, spielt an auf die Hausnummer von Trilobes Domizil in der Pariser Avenue de l'Opéra. 

Trilobe Trente-Deux grau von vorn

Trilobe: die Trente-Deux in Grau

© Trilobe 

Vier Zierschliffe auf dem Zifferblatt

Zum Start gibt es zwei Modelle: eines mit blauem und eines mit grauem Zifferblatt. Die Darstellung von Stunden, Minuten und Sekunden entspricht der des Modells Nuit Fantastique: Die Stunden gibt ein Ring an, der sich am Rand des Zifferblatts entgegen dem Uhrzeigersinn dreht und dabei am feststehenden Kleeblatt-Logo der Marke vorbeiläuft. Dieses dient als Markierung der Zeit. Zwei dezentrale Fenster, die zusammen die arabische Ziffer 8 ergeben, sind den Minuten (oben) und Sekunden (unten) gewidmet. Auch hier sind es rotierende Scheiben, die eine Markierung passieren. Die verschiedenen Flächen sind mit unterschiedlichen Oberflächentechniken verziert: Ins Auge fallen vor allem die Clous-de-Paris-Guillochierung im Zentrum des Sekundenrings und der Sonnenschliff auf dem Hauptzifferblatt, dessen Zentrum sich unterhalb der Acht befindet. Sie heben sich ab von den gekörnten Scheiben der Stunden- und Minutenanzeigen sowie von dem Rundschliff des Sekundenrings. Um einen möglichst reflexionsfreien Blick auf das beeindruckende Zifferblatt werfen zu können, wölbt sich darüber ein Saphirglas, das mit einer mehrschichtigen ARDUR-Entspiegelung beschichtet ist.

Trilobe Trente-Deux blau Halbseitenbild mit offenem band

Trilobe: Trente-Deux mit blauem Zifferblatt

© Trilobe 

(Nicht ganz) aus dem Nichts: Das Manufakturwerk

Für diese Art der Darstellung nutzte Trilobe bislang ein Werk namens X-Centric, das sich die Marke exklusiv fertigen ließ. Bei der neuen Trente-Deux besorgt das ein neues Manufakturkaliber. Laut Trilobe wurde es vollständig in-house erdacht, designt, entwickelt. Dort baute man auch die Protoypen, dort wird es produziert und dekoriert. Der Name des Werkes ist X-Nihilo. Damit stellt es sich allein schon von der Schreibweise her in die Reihe des Vorgängerkalibers, während seine Bedeutung (lat. ex nihilo = aus dem Nichts) wohl darauf hinweisen soll, dass es keinen Nachbau des X-Centric darstellt. Und tatsächlich ist seine Architektur eine andere: Statt eines Mikrorotors setzt das X-Nihilo auf einen skelettierten Zentralrotor.

 

 

Trilobe Trente-Deux Bodenansicht mit Kaliber X-Nihilo

Die Trente-Deux ist die Premiere für das Manufakturkaliber X-Nihilo.

© Trilobe

Ein Teil des Werks mit dem Federhaus und dem größten Teil der Getriebekette verbirgt sich unter einer rechteckigen Platte, die Trilobe selbst etwas poetisch als "Insel" bezeichnet – sehr ungewöhnlich für ein mechanisches Uhrwerk. Die frei schwebende Unruh wiederum, deren Feinregulierung über vier Gewichtsschrauben erfolgt, ist in einem gestuften Kloben gelagert, der auf der Grundplatine festgeschraubt ist. Dieser Teil des Werks erinnert an die Art, in der Altmeister Abraham-Louis Breguet seine Werke im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert zu gestalten pflegte. Das X-Nihilo ist mit 4 Hertz (28.800 A/h) getaktet und weist eine Gangreserve von 42 Stunden auf. Es besteht aus 218 einzelnen Komponenten und ist 7 mm dünn. Bewundern kann man es durch ein Fenster aus entspiegeltem Saphirglas.

Trilobe Trente-Deux Gehäuse Seite

Das Gehäuse der Trente-Deux besteht aus 7 einzelnen Bestandteilen.

© Trilobe

Ein feines, 7-teiliges Gehäuse

Für die Trente-Deux hat Trilobe ein neues Gehäuse entworfen. Es ist aus 7 Bestandteilen zusammengesetzt und zeichnet sich aus durch ein Wechselspiel aus satinierten, polierten und mikrogestrahlten Flächen und Kanten. Die Krone umgibt ein Flankenschutz, der sich auf der linken Seite, etwas größer und leicht anders geformt, wiederholt. Überraschend zurückhaltend wirkt die kannelierte Lünette. Sie tritt hinter der Gestaltung des Zifferblatts und dem Band etwas zurück.

Trilobe Trente-Deux integriertes Stahlband

Trilobe Trente-Deux integriertes Stahlband

© Trilobe 

Das integrierte Stahlband

Das integrierte Band scheint direkt aus dem Gehäuse herauszuwachsen. Seine satinierten und anglierten Glieder werden von polierten Mittelglieder verbunden. Sie laufen zur Schließe hin konisch zu und enden in einer Doppelfaltschließe, die mit dem Trilobe-Logo geschmückt ist.

Trilobe Trente-Deux Band und Schließe

Wie das Gehäuse zeichnet sich das Armband durch satinierte und polierte Flächen aus.

© Trilobe

Mit einem Durchmesser von 39,5 mm (Horn zu Horn 46,18 mm) und einer Höhe von 10,15 mm eignet sich die Trente-Deux für jedes Handgelenk. Sie ist bis 50 m wasserdicht und kann für 19.800 Euro erworben werden.

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