1963 Heritage Manufaktur-Chronograph und Regulator: Chopard legt zwei L.U.C-Klassiker neu auf
Auch wenn Chopard seine Neuheiten nicht offiziell im Rahmen der „Geneva Watch Days“ vorstellte, nutzte Chopard den Rahmen um zwei neue, auf jeweils 25 Exemplare limitierte Editionen der L.U.C.-Linie hervorzuheben – der hauseigenen Haute-Horlogerie-Sparte der Marke.
L.U.C 1963 Heritage Chronograph
Mit einer neuen limitierten Edition des L.U.C 1963 Heritage Chronograph rückt Chopard eines der technisch anspruchsvollsten Chronographenwerke der L.U.C-Kollektion in den Mittelpunkt. Das aufwendig von Hand veredelte Manufakturkaliber L.U.C 03.07-L verbindet eine integrierte Konstruktion mit Schaltradsteuerung, vertikaler Kupplung und Flyback-Funktion. Die neue Ausführung erscheint in einer auf 25 nummerierte Exemplare limitierten Edition.
Chopard L.U.C 1963 Heritage Chronograph
ChopardPreußischblaues Zifferblatt und Gehäuse aus Lucent Steel
Das runde, sanft konturierte Gehäuse aus der markeneigenen Edelstahllegierung Lucent Steel misst 42 Millimeter im Durchmesser, 11,48 Millimeter in der Höhe und ist wasserdicht bis 50 Meter. Chopard kombiniert es mit einem galvanisierten Zifferblatt in „Prussian Blue“, dessen dezentral angesetzter Sonnenschliff dem eleganten Farbton zusätzliche Tiefe verleiht. Das Preußischblau verweist auf die Geschichte der Region Neuchâtel. Sie stand von 1707 bis 1857 unter der Herrschaft der Könige von Preußen; zugleich wurde sie 1815 zu einem Schweizer Kanton – ein in Europa einzigartiger Sonderstatus. Zu jener Zeit verbreitete sich auch der besondere Blauton des Adelsgeschlechts rund um Neuchâtel. Mit der Entscheidung für die charakteristische Farbe – sie wird für Beständigkeit, Tiefe und die Fähigkeit, das Licht einzufangen, geschätzt – schafft Chopard eine symbolische Verbindung zwischen der Uhr und ihrem Entstehungsort.
Auf dem Zifferblatt treffen klassische Chronographenästhetik und feine handwerkliche Details aufeinander. Eine präzise Minuterie rahmt die Anzeige, während die Chronographenzähler mit konzentrisch kreisförmiger Guillochierung für zusätzliche Tiefe sorgen. Bei den Zeigern setzt Chopard auf unterschiedliche Formen: Stunden und Minuten werden von rhodinierten Weißgoldzeigern in der markanten Dauphine-Fusée-Form angezeigt, während der zentrale Chronographensekundenzeiger ebenfalls als rhodinierter Dauphine-Zeiger ausgeführt ist. Die kleine Sekunde und die beiden Chronographenzähler erhalten dagegen facettierte, rhodinierte Dreieckszeiger. Die Gestaltung bleibt dabei klar und funktional. Stunden und Minuten werden klassisch aus der Mitte abgelesen, die kleine Sekunde sitzt bei 6 Uhr. Zwischen 2 und 3 Uhr befindet sich der 30-Minuten-Zähler, der 12-Stunden-Zähler ist zwischen 9 und 10 Uhr positioniert. Bei 12 Uhr verweist das Logo „L.U.CHOPARD“ auf die Herkunft sowie die Aufschrift „Chronometer“ auf die Präzision des Uhrwerks, das von der COSC zertifiziert wurde.
Chopard L.U.C 03.07-L
ChopardIntegriertes Chronographenkaliber mit Flyback-Funktion
Das Herzstück ist das Handaufzugskaliber L.U.C 03.07-L mit einer Gangreserve von 60 Stunden. Dabei handelt es sich um ein vollständig integriertes Chronographenwerk, das auf der Entwicklung des ersten Chopard-Chronographenkalibers aus dem Jahr 2006 aufbaut. Die Konstruktion kombiniert ein Säulenrad mit einer vertikalen Kupplung, die für einen präzisen und ruckfreien Start des Chronographensekundenzeigers sorgt. Zu den technischen Besonderheiten zählt die Flyback-Funktion. Durch Betätigen des Drückers bei 4 Uhr lässt sich eine laufende Zeitmessung unmittelbar zurücksetzen und eine neue Messung starten. Das System arbeitet mit drei schwenkbar gelagerten Hämmern mit elastischen Armen, die über einen einzigen linear bewegten Hebel aktiviert werden und die Chronographenzeiger präzise auf null stellen.
Feinste Veredelungen im Einklang mit dem Genfer Siegel
Der Saphirglasboden bringt die hochwertige Finissierung in voller Schönheit zur Geltung. Da kein Rotor den Blick auf die Mechanik verdeckt, treten die Architektur der Brücken und die unterschiedlichen Veredelungen besonders deutlich hervor. Die Platine ist mit Perlschliff versehen, während die Komponenten der Chronographensteuerung mit einem geraden Schliff verziert sind. Die Brücken sind mit Genfer Streifen dekoriert. Optisch prägt zudem die Kombination verschiedener Oberflächen und Materialien das mechanische Kleinod: Brücken aus unbehandeltem Neusilber, auch Maillechort genannt, kontrastieren mit der vergoldeten Platine und den vergoldeten, anglierten Kanten. Die Finissierung erfolgt von Hand und erfüllt die Anforderungen des Genfer Siegels, das in diesem Jahr auf eine 140-jährige Geschichte zurückblickt.
Preis und Verfügbarkeit
Chopard kombiniert die auf 25 Stück limitierte Edition mit einem braunen Alligatorlederarmband mit Dornschließe in Lucent Steel. Sie ist ausschließlich in Chopard-Boutiqen erhältlich. Kostenpunkt: 38.000 Euro.
Chopard L.U.C 1963 Heritage Regulator
Chopard
Chopard L.U.C 1963 Heritage Regulator
Auch die L.U.C 1963 Heritage Regulator setzt auf eine edle Farb- und Materialkombination: Hier trifft ein silberfarbenes Zifferblatt im Regulator-Stil auf ein 40 Millimeter großes und lediglich 10,3 Millimeter hohes Gehäuse aus 18 Karat ethischem Weißgold. Opalisierende Hilfszifferblätter, fein strukturierte Details und blauer Transferdruck verleihen dem zurückhaltend-eleganten Erscheinungsbild zusätzlichen Charakter und Tiefe. Zudem bietet die ebenfalls auf 25 Exemplare limitierte Edition eine klassische Interpretation charakteristische Regulator-Anzeige, bei der Stunden, Minuten und Sekunden voneinander getrennt dargestellt werden. Inspiriert ist sie von historischen Regulatoren, die in Observatorien und Sternwarten als Referenzzeitmesser zum Einsatz kamen. Bei der neuen L.U.C 1963 Heritage Regulator werden die Minuten über einen langen zentralen Zeiger angezeigt, während die Stunden auf einem Hilfszifferblatt bei 3 Uhr und die kleine Sekunde bei 6 Uhr erscheinen. Zusätzlich gibt es eine GMT-Indikation im 24-Stundenformat bei 9 Uhr, eine Gangreserveanzeige bei 12 Uhr und ein Datumsfenster bei 6 Uhr. Trotz der insgesamt sechs Anzeigen wirkt das Zifferblatt dank der klaren Gliederung ausgewogen und aufgeräumt.
Chopard L.U.C 1963 Heritage Regulator
ChopardHandaufzugskaliber mit neun Tagen Gangreserve
Für den Antrieb ist das Handaufzugskaliber L.U.C 98.02-L verantwortlich, das vollständig in der Chopard Manufacture entwickelt, konstruiert und montiert wird. Seine Besonderheit liegt in der Chopard-Quattro-Technologie mit vier übereinander geschalteten Federhäusern, die eine außergewöhnlich hohe Gangreserve von 216 Stunden beziehungsweise neun Tagen ermöglicht. Legt man die Zugfedern aus dem Inneren der vier Federhäuser aneinander, kommen sie auf eine Länge von insgesamt 1,885 Metern. Trotz dieser Leistung bleibt das Manufakturkaliber mit einer Höhe von 4,90 Millimetern bemerkenswert flach.
Chopard L.U.C 98.02-L
ChopardDurch den Saphirglasboden zeigt sich auch hier feinst finissierte Mechanik. Wie der L.U.C 1963 Heritage Chronograph ist auch der Regulator COSC-zertifiziert und mit dem Genfer Siegel ausgezeichnet. Damit vereint er hohe Ganggenauigkeit mit den strengen Anforderungen an Verarbeitung, Handwerkskunst und Finissierung. Der L.U.C 1963 Heritage Regulator kommt am grauen Alligatorlederband mit Dornschließe in 18 Karat ethischem Weißgold. Die Chopard-Boutiuqe-exklusive Auflage kostet 48.300 Euro.