Montblanc Star Legacy Nicolas Rieussec: Historische Motive auf schwarzem Zifferblatt
Mit der Star Legacy Nicolas Rieussec Chronograph Limited Edition 100 widmet sich Montblanc erneut einer der ungewöhnlichsten historischen Formen der Kurzzeitmessung. Namensgeber Nicolas Rieussec präsentierte 1821 ein Gerät, das die Zeiten bei einem Pferderennen auf zwei rotierenden Scheiben festhielt. Eine feststehende Feder setzte beim Passieren der Ziellinie einen Tintenpunkt auf die jeweilige Scheibe – die Zeit wurde damit im wörtlichen Sinne „geschrieben“. Wenig später stellte Rieussec seine Konstruktion der französischen Akademie der Wissenschaften vor. Aus den griechischen Begriffen „chronos“ für Zeit und „graphein“ für schreiben entstand dabei die Bezeichnung Chronograph.
Montblanc greift dieses Prinzip bei seiner neuen Sonderedition nicht nur technisch, sondern vor allem gestalterisch auf. Das 43 mm große und 15 mm hohe Gehäuse besteht aus poliertem 750er Roségold. Geschwungene, abgestufte Bandanstöße, die zwiebelförmige Krone und die schmale polierte Lünette verleihen der Uhr eine bewusst klassische Anmutung. Die Wasserdichtheit liegt bei 50 Metern.
Limitiert auf 100 Exemplare: Montblanc Star Legacy Nicolas Rieussec Chronograph LE100
MontblancArchivmaterial als Zifferblattdekor
Das auffälligste Merkmal der Neuheit ist das schwarze Zifferblatt. Darauf integriert Montblanc verschiedene Motive aus den historischen Unterlagen von Nicolas Rieussec. Zu erkennen sind handschriftliche Passagen aus dem Patentdokument, die Silhouette der Pariser Akademie der Wissenschaften, eine Zeichnung des ursprünglichen Tintenzeigers sowie Rieussecs Unterschrift. Einige dieser Elemente sind mit Leuchtmasse ausgeführt und treten daher im Dunkeln besonders deutlich hervor. Insofern ähnelt die Uhr der 2024 eingeführten Jubiläumsedition, die mit einem vergleichbaren Konzept aufwartete.
Auch das roségoldfarbene Rehaut trägt historische Hinweise. Bei zehn Uhr steht „Compteur de Mr Rieussec“, die archivierte Bezeichnung des Geräts. Gegenüber findet sich „Paris, le 15 Octobre 1821“ – Datum und Ort der Patentanmeldung. Damit verbindet Montblanc die Uhrengeschichte zugleich mit der eigenen Tradition als Hersteller von Schreibgeräten.
Goldgehäuse und Manufakturkaliber: Montblanc Star Legacy Nicolas Rieussec Chronograph LE100
MontblancZwei rotierende Scheiben
Technisch bleibt der Nicolas Rieussec Chronograph seinem bekannten Aufbau treu. Bei acht Uhr sitzt ein 60-Sekunden-Zähler, bei vier Uhr ein 30-Minuten-Zähler. Anders als bei einem konventionellen Chronographen drehen sich hier die gewölbten Zählerscheiben selbst. Dazwischen liegt eine horizontal verlaufende Brücke aus gebläutem Stahl, deren Enden als feste Indizes dienen. Das Prinzip erinnert unmittelbar an die rotierenden Scheiben von Rieussecs historischem Messgerät. Ergänzt wird die Chronographenfunktion um eine zweite Zeitzone. Ein weißer, skelettierter Stundenzeiger lässt sich unabhängig vom Hauptstundenzeiger einstellen; bei 9 Uhr findet sich eine Tag-Nacht-Anzeige. Wird keine zweite Zeitzone benötigt, kann sich der zusätzliche Zeiger hinter dem Hauptstundenzeiger verbergen. Das Datum erscheint bei sechs Uhr.
´Hinter dem Glasboden zeigt sich das hauseigene Kaliber MB R 200 mit freigelegtem Schaltrad und vergoldeter Schwungmasse mit Gerstenkornmuster
MontblancMB R200 mit Säulenrad und vertikaler Kupplung
Angetrieben wird die Uhr vom automatischen Montblanc-Manufakturkaliber MB R200. Das aus 319 Komponenten aufgebaute, mit 4 Hertz getaktete Werk verfügt über einen Monopusher-Chronographen mit Säulenradsteuerung und vertikaler Scheibenkupplung. Zwei Federhäuser stellen eine Gangreserve von rund 72 Stunden bereit. Durch den Saphirglasboden sind die rhodinierten Brücken mit Genfer Streifen sowie die großen gebläuten Schrauben sichtbar. Der skelettierte Automatikrotor trägt das historische Montblanc-Emblem von 1913 und eine Grain-d’orge-Gravur.
Die Krone mit dem Montblanc-Stern dominiert die Seitenansicht.
MontblancSelbst das Armband erzählt die Geschichte weiter
Montblanc setzt das historische Thema bis zum schwarzen Kalbslederarmband fort. Seine zulaufende Form erinnert an eine Schreibfeder. Auf der Unterseite ist eine Karte von Paris aus dem Jahr 1821 dargestellt. Eingezeichnet sind unter anderem Notre-Dame, die Seine, frühere Adressen Rieussecs sowie das Marsfeld, auf dem das Pferderennen vom 1. September 1821 stattfand. Die Montblanc Star Legacy Nicolas Rieussec Chronograph Limited Edition 100 ist auf 100 Exemplare begrenzt und kostet 31.500 Euro