A. Lange & Söhne präsentiert neue Varianten des Triple Split und der 1815 Auf/Ab
Seit seiner Vorstellung im Jahr 2018 spielt der Triple Split in einer eigenen Liga: Dabei handelt es sich um den weltweit einzigen Rattrapante-Chronographen, mit dem sich Zwischen-, Vergleichs- und Endzeiten über einen Zeitraum von bis zu zwölf Stunden messen lassen. Nach der ersten Ausführung in 750er Weißgold mit grauem Zifferblatt sowie der 2021 präsentierten Variante in 750er Rotgold mit blauem Zifferblatt schickt A. Lange & Söhne nun eine dritte, ebenfalls auf 100 Exemplare limitierte Edition mit expressiver Farbkombination ins Rennen. Sie erscheint im 43,2 Millimeter großen Platingehäuse mit rhodiéfarbenem Zifferblatt, auf dem die grauen Hilfszifferblätter kontrastreich hervortreten, und wurde im Rahmen des diesjährigen Concours of Elegance at Hampton Court Palace präsentiert.
A. Lange & Söhne Triple Split
A. Lange & SöhneUnerreicht auf kurzer Strecke und langer Distanz
Während ein klassischer Rattrapante-Chronograph Zwischenzeit- und Vergleichszeitmessungen bis zu einer Dauer von 60 Sekunden ermöglicht, besitzt der Triple Split zwei zusätzliche Schleppzeigerpaare zum Messen von Minuten und Stunden. In der Ausgangsstellung liegen die drei gebläuten Rattrapante-Zeiger über den jeweiligen rhodinierten Chronographen-Zeigern. Die Zeitmessung beginnt durch Betätigung des Chronographen-Drückers bei 2 Uhr. Die Zeigerpaare laufen zunächst synchron, bis sie sich durch Betätigen des Rattrapante-Drückers bei 10 Uhr für die Messung einer Zwischenzeit voneinander lösen. Die drei gebläuten Rattrapante-Zeiger bleiben stehen und geben die Zwischenzeit an. Unterdessen setzen die drei Chronographen-Zeiger die Zeitmessung fort. Sobald der Rattrapante-Drücker erneut betätigt wird, schließen die Rattrapante-Zeiger wieder zu den Chronographen-Zeigern auf und laufen gemeinsam mit ihnen weiter. Zusätzlich ist der Triple Split mit einer Flyback-Funktion ausgestattet. Sie erlaubt es, eine laufende Zeitmessung mit nur einer Betätigung des Drückers bei 4 Uhr abzubrechen, alle derzeitig aktiven Stoppzeiger auf null zu stellen und durch Loslassen des Drückers sofort eine neue Zeitmessung zu starten.
Die Erweiterung der Rattrapante-Funktion auf Minuten- und Stundenzähler vergrößert die Einsatzmöglichkeiten des Chronographen erheblich. So lassen sich beispielsweise bei einem Marathon die Zwischenzeiten beliebig vieler Läufer an bestimmten Referenzpunkten festhalten und zum Schluss die Siegerzeit sowie eine zweite Endzeit bestimmen.
Klar strukturiertes Zifferblatt mit nuanciertem Farbenspiel
Dank der fein ausbalancierten Hierarchie der Anzeigen bringt das Zifferblatt die technische Komplexität präzise zum Ausdruck. Den beiden Stoppzeigern für die Sekunden steht auf dem Hauptzifferblatt die größte Anzeigefläche zur Verfügung. Das Hilfszifferblatt bei 4 Uhr ist den exakt springenden Minutenzählern zugeordnet, die jeweils genau nach Ablauf einer vollen Minute um einen Teilstrich weiterspringen. Etwas kleiner präsentiert sich die Anzeige für die Stundenzähler bei 12 Uhr. Dieser gegenüber liegt die Lange-typische Gangreserveanzeige Auf/Ab bei 6 Uhr. Sie erhält das kleinste Anzeigensegment und informiert darüber, wie viel von der maximal 55-stündigen Gangautonomie noch zur Verfügung steht. Die kleine Sekunde ist auf dem Hilfszifferblatt bei 8 Uhr angeordnet. Die umlaufende Tachymeterskala ermöglicht es, Durchschnittsgeschwindigkeiten über eine Strecke von 1000 Metern zu ermitteln.
Die limitierte Edition in 950er Platin präsentiert das charakteristische Design zum ersten Mal auf rhodiéfarbenem Hintergrund. Die grauen Hilfszifferblätter, die nachleuchtenden Stunden- und Minutenzeiger, die gebläuten Rattrapante-Zeiger und die roten Akzente im Bereich von Stundenzähler, Minutenzähler und AUF/AB-Anzeige verbinden sich zu einem harmonischen Zusammenspiel aus Kontrast, Funktionalität und technischer Ästhetik.
A. Lange & Söhne Manufakturkaliber L132.1
A. Lange & SöhneEin maßgeschneidertes Manufakturkaliber mit einzigartiger technischer Raffinesse
Das Manufakturkaliber L132.1 unterstreicht die besondere Kompetenz der Manufaktur im Chronographen-Bau. Das Handaufzugswerk ist mit 21.600 Halbschwingungen pro Stunde getaktet und vereint 567 Komponenten in seinem mechanischen Mikrokosmos. Sein einzigartiger Triple-Rattrapante-Mechanismus stellt sicher, dass alle sechs Stoppzeiger ihre Funktionen – Starten, Stoppen, Einholen und Nullstellen – präzise ausführen. Die komplexe Choreografie aus Schalträdern, Hebeln, Federn, Kupplungen und Rasten verlangt von den Uhrmachern höchste Expertise: Alle Komponenten der meist sehr langen, teilweise verzweigten Schaltketten müssen perfekt aufeinander abgestimmt werden. Sowohl die gestoppten Rattrapante-Zeiger als auch das Initiieren der Weiterschaltung der Minutenzähler erzeugen üblicherweise Reibungsverluste im Uhrwerk. Der in der Lange-Manufaktur entwickelte Isolator-Mechanismus sorgt dafür, dass das Schwingsystem dennoch kontinuierlich mit genügend Antriebsenergie versorgt werden kann. Die intelligente Konstruktion, die 2005 ein Patent erhielt, entkoppelt die reibungsintensiven Vorgänge auf der Zentrumzeiger- und Minutenzählerachse und sorgt so für einen stabilen und präzisen Gang. Aufgrund ihrer langsameren Bewegung und deutlich geringeren Reibungsentwicklung kommt die Stundenzählerachse ohne diese Vorrichtung aus.
A. Lange & Söhne Manufakturkaliber L132.1
A. Lange & SöhneEinblick in außergewöhnlich komplexe Mechanik
Der Saphirglasboden stellt die außergewöhnliche Komplexität und architektonische Tiefe des markentypisch nach allen Regeln der Uhrmacherkunst finissierten Chronographen in voller Schönheit zur Schau. Die Oberseiten der Hebel, Federn und Wippen sind mit einem Strichschliff dekoriert, die umlaufenden Fasen angliert. Besonders anspruchsvoll ist die Fasenpolitur der spitzwinkligen Innenecken. Fünf verschraubte Goldchatons setzen farbliche Akzente auf den mit Glashütter Bandschliff dekorierten Brücken aus naturbelassenem Neusilber. Nicht fehlen darf der Lange-typische, mit einem floralen Motiv von Hand gravierte Unruhkloben.
A. Lange & Söhne kombiniert den Triple Split mit einem dunkelbraunen Alligatorlederband und einer Faltschließe aus Platin. Der Preis beträgt circa 210.000 Euro.
A. Lange Söhne 1815 Auf/Ab, Ref. 244.028 in 750er Weißgold
A. Lange SöhneZeitgemäßer Ausdruck traditioneller Uhrmacherkunst
Zudem bereichert A. Lange & Söhne die Modellreihe 1815 Auf/Ab um zwei neue Ausführungen. Die auf jeweils 300 Exemplare limitierten Varianten erscheinen in kompakten Gehäusen aus 750er Rot- beziehungsweise Weißgold mit tiefblauem Zifferblatt. Die eleganten Zeitmesser stehen ganz im Zeichen der traditionsreichen Funktion, die sie im Namen tragen – der von historischen Lange-Taschenuhren inspirierten Gangreserveanzeige. Die Markierung Ab symbolisiert das abgelaufene und Auf das voll aufgezogene Uhrwerk, das dann über eine Gangautonomie von 72 Stunden verfügt. Während die Gangreserveanzeige bei einer Vielzahl von Zeitmessern mit weiteren Funktionen kombiniert wird, nimmt sie bei der 1815 Auf/Ab eine prominente Stelle ein: Ein gegenüber der kleinen Sekunde liegendes Hilfszifferblatt gibt bei 8 Uhr darüber Auskunft, wie lange die Uhr noch laufen wird. Besonders ist zudem die konstruktive Umsetzung: Statt auf ein Modul zurückzugreifen, ist die Funktion mithilfe eines speziell konstruierten Planetengetriebes auf kleinstem Raum direkt in das Uhrwerk integriert.
A. Lange Söhne 1815 Auf/Ab, Ref. 244.028 in 750er Weißgold
A. Lange SöhneKlassisches Taschenuhrendesign in eleganter Farbgebung
Die Eisenbahnminuterie, die wohl proportionierten arabischen Ziffern und das tieferliegende Zentralsegment des Zifferblatts sind von historischen Lange-Taschenuhren inspiriert. Bei den zwei neuen Modellvarianten kommen diese gestalterischen Merkmale auf einem blauen Zifferblatt in zeitgemäßer Form zur Geltung. Kontrastreich treten darauf die argentéfarbenen Hilfszifferblätter für die AUF/AB-Anzeige und die kleine Sekunde mit gebläuten Zeigern hervor. Auf die jeweilige Gehäusefarbe abgestimmt sind die lanzettförmigen Zeiger für Stunde und Minute. Auch die schmale, leicht abgestufte Lünette unterstreicht die diskrete Eleganz der 1815 Auf/Ab, deren Name auf das Geburtsjahr von Ferdinand Adolph Lange, des Gründers der Glashütter Uhrenindustrie, verweist. Sie verleiht seiner Vision, Taschenuhren zu schaffen, die Präzision, Funktionalität und Eleganz in harmonischer Weise vereinen, neuen Ausdruck.
A. Lange Söhne 1815 Auf/Ab, Ref. 244.037 in 750er Rotgold
A. Lange SöhneAuch der Gehäusedurchmesser von 37,5 Millimetern und die Höhe von nur 8,7 Millimetern sorgen für ausgewogene Proportionen, die den Zeitmesser als elegante Dresswatch prädestinieren. Zum formvollendeten Auftritt zählen ein blaues Alligatorlederband bei der Weißgoldversion und ein rotbraunes bei der Rotgoldvariante.
A. Lange Söhne Manufakturkaliber L051.2
A. Lange Söhne
Freier Blick auf traditionelle Uhrmacherkunst
Wie alle Zeitmesser der Manufaktur sind die neuen Modellvarianten mit einen Saphirglasboden ausgestattet, der tief hinter die Kulissen handwerklich vollendeten Mechanik des Manufakturkalibers L051.2 blicken lässt. Auch hier lassen sich zahlreiche traditionelle Merkmale der Lange’schen Uhrmacherkunst entdecken. Dazu zählen die klassische Dreiviertelplatine aus naturbelassenem Neusilber, die sichtbar angeordneten und mit Sonnenschliff veredelten Aufzugsräder sowie sieben von gebläuten Schrauben gehaltene Goldchatons. Unter dem handgravierten Unruhkloben sorgen eine klassische Schraubenunruh, ein rückerloses Schwingsystem und die hauseigene Lange-Unruhspirale für präzise Gangwerte. Der Preis für die beiden neuen 1815 Auf/Ab-Modelle liegt jeweils bei circa 45.000 Euro.