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Richard Mille RM 41-01 Tourbillon Soccer: Höchste Uhrmacherkunst zur Fußball-WM

Fußball trifft höchste Uhrmacherkunst: Für die RM 41-01 Tourbillon Soccer hat Richard Mille einen Flybackchronographen mit Tourbillon um fußballspezifische Mechanismen wie Spielphasenanzeige und mechanischen Torzähler erweitert. Es gibt zwei limitierte Versionen in blauem Carbon-TPT sowie in karminrotem Basalt-TPT.
Richard Mille: RM 41-01 Tourbillon Soccer in Dark Blue Quartz TPT

Richard Mille: RM 41-01 Tourbillon Soccer in Dark Blue Quartz TPT

© Richard Mille

Fußballerische Haute Horlogerie

In ein paar Tagen beginnt eine Fußball-WM der Extreme. Nicht weniger extrem ist die Fußball-Uhr, die Richard Mille schon im Februar 2026 vorstellte und die jetzt noch einmal richtig in den Fokus rückt: die Richard Mille RM 41-01 Tourbillon Soccer. Von allen Uhren, die je mit dem Thema Fußball gewidmet waren, ist sie wohl die technisch aufwendigste. Bei früheren Richard-Mille-Modellen wie der RM 11-01 und der RM 11-04 Roberto Mancini stand vor allem die Spielzeitanzeige im Mittelpunkt. Die neue RM 41-01 Tourbillon Soccer geht deutlich weiter: Sie ist darauf ausgerichtet, ein komplettes Spiel mechanisch zu begleiten – von der ersten Halbzeit über die zweite Halbzeit bis zur Verlängerung und inklusive der erzielten Tore. Dafür entwickelte Richard Mille über fünf Jahre ein neues Handaufzugskaliber mit Tourbillon, Flyback-Chronograph, Gangreserveanzeige, Funktionsanzeige, Spielphasenanzeige und zwei mechanischen Torzählern. Dass Richard Mille die richtige Marke für so ein Konzept ist, zeigt auch der Blick auf die Handgelenke der großen Fußballstars: Bei ihnen gehört Richard Mille zu den beliebtesten Uhrenmarken.

Richard Mille: RM 41-01 Tourbillon Soccer in Dark Blue Quartz TPT

Auf 30 Stück limitiert: Richard Mille RM 41-01 Tourbillon Soccer in Dark Blue Quartz TPT

© Richard Mille

Ein Uhrwerk für den Fußball

Im Zentrum steht das Handaufzugskaliber RM41-01, das in Zusammenarbeit mit Audemars Piguet Le Locle(APLL) entstand. Das Werk besteht aus 650 Komponenten und zählt laut Richard Mille zu den komplexesten Kalibern der Marke. Es kombiniert eine Tourbillonhemmung mit einem Flybackchronographen, bei dem neben dem Sekundenzähler auch der Minutenzähler zentral platziert sind. Das sorgt für eine bessere Ablesbarkeit – auch im Hinblick auf das skelettierte Zifferblatt. Auch die eigentlichen Fußballanzeigen und ihre deutlich erkennbaren Beschriftungen heben sich gut von der Komposition aus Rädern, Hebeln und Federn ab. Das auf 3 Hertz (21.600 Halbschwingungen pro Stunde) getaktete Kaliber bietet eine Gangreserve von 70 Stunden bei ausgeschalteter Chronographenfunktion.

Richard Mille: RM 41-01 Tourbillon Soccer in karminrotem Basalt TPT

Ebenfalls auf 30 Stück limitiert: Richard Mille RM 41-01 Tourbillon Soccer in karminrotem Basalt TPT

© Richard Mille

Spielphasenanzeige: vom Anpfiff bis zur Verlängerung

Die erste eigens für die Uhr entwickelte Fußballkomplikation ist die Spielphasenanzeige bei 9 Uhr. Sie zeigt an, in welchem Abschnitt sich die Partie befindet. Wird der Flyback-Chronograph zurückgestellt, springt die Anzeige weiter: von der ersten zur zweiten Halbzeit, anschließend zur ersten und zweiten Hälfte der Verlängerung. Parallel dazu laufen Sekunden- und MInutenzähler wieder von "00" an los. Die jeweilIge Nachspielzeit ist in Hellblau markiert: Sprachlich weist Richard Mille sie nach den regulären 45 Minuten mit "extra time" (etwas missverständlich, weil dieser Begriff meist für die Verlängerung verwendet wird) und nach den 15 Minuten der Verlängerung mit "over time" aus.

Richard Mille: RM 41-01 Tourbillon Soccer in Dark Blue Quartz TPT Kronenseite

Die Drücker auf der Kronenseite dienen dem Zählen der Tore für Heim- und Gastteam.

© Richard Mille

Mechanischer Torzähler

Noch ungewöhnlicher ist die zweite neue Komplikation: Zwei mechanische Torzähler, die an die eines Kickers erinnern, sitzen auf der Zifferblattseite und erfassen die Treffer von Heim- und Gastmannschaft. Bedient werden sie über die Drücker bei 2 und 4 Uhr. Jeder Druck bewegt einen Zeiger auf einer metallischen Schiene weiter. Angezeigt werden können bis zu neun Tore; beim zehnten Druck springt der Zähler automatisch auf null zurück. Diese Funktion klingt von der Mechanik her simpel, es steckt aber mehr Raffinesse dahinter: Laut Richard Mille wurden nämlich die Toleranzen und Rückstellkräfte des Mechanismus darauf ausgelegt, auch bei wiederholter Betätigung immer zuverlässig zu funktionieren – und zwar über die Lebensdauer der Uhr hinweg. Die dazugehörige Mechanik liegt unter dem äußeren Höhenring und nutzt ein eigenes Räderwerk.

Flyback-Chronograph mit zwei Säulenrädern

Besonders interessant ist die Architektur des Flyback-Chronographen. Normalerweise steuert ein Säulenrad Start, Stopp und Nullstellung. Richard Mille setzt hier auf eine patentierte Konstruktion mit zwei Säulenrädern: Das zweite Säulenrad steuert Rückstellung und Flyback-Funktion. Der Grund dafür liegt in dem Anspruch, den die Marke an Haptik und Präzision legt: Start, Stopp und Reset sollen sich bei beiden Drückern mit vergleichbarem Widerstand bedienen lassen.

Richard Mille: RM 41-01 Tourbillon Soccer in Dark Blue Quartz TPT linke Seite

Auf der linken Gehäuseseite befinden sich die Drücker für die Chronographenfunktionen Start/Stopp sowie Nullstellung/Flyback.

© Richard Mille

Skelettierung von Zifferblatt und Werk

Platine, Brücken und zahlreiche Hebel bestehen aus Grade-5-Titan und wurden großflächig skelettiert. Das spart Gewicht und schafft Raum fürs Auge, das so viele Werkkomponenten besser erkennen kann. Gleichzeitig geht die Skelettierung nur so weit, dass das Kaliber stabil genug bleibt. Zu den internen Belastungstests, die Richard Mille durchführt, gehören 120 Stoßfestigkeitsprüfungen, darunter ein Schlagtest, bei dem die Uhr 5.000 g ausgesetzt wird. Höchst aufwendig gestaltet sich die Finissage: Platine und Brücken sind PVD-beschichtet, alle Anglierungen werden von Hand vorgenommen, Ausschnitte saphirgestrahlt, Kontaktflächen geläppt und poliert. Auch Stahlteile erhalten drahtgezogene oder feingestrahlte Oberflächen und handpolierte Abschrägungen; die Räder werden unter anderem konkav mit Diamantwerkzeug abgeschrägt und rhodiniert.

Richard Mille: RM 41-01 Tourbillon Soccer in karminrotem Basalt TPT

Neues Gehäusematerial: Zum ersten Mal setzt Richard Mille karminrotes Basalt TPT ein.

© Richard Mille

Neues Gehäusematerial: Basalt TPT

Die RM 41-01 erscheint in zwei Varianten, jeweils limitiert auf 30 Exemplare. Eine Version führt karminrotes Basalt TPT ein, die andere nutzt dunkelblaues Quartz TPT. Die Gehäusemittelteile bestehen jeweils aus Carbon TPT. Basalt TPT ist ein neuer Verbundwerkstoff, den Richard Mille gemeinsam mit der Firma North Thin Ply Technology entwickelt hat und der auf Basaltfasern basiert. Diese Fasern messen rund 40 Mikrometer und werden Schicht für Schicht um 45 Grad versetzt angeordnet. Dadurch entsteht die typische, leicht holzartig wirkende Maserung. Laut Richard Mille ist das Material beständig gegen Chemikalien, Korrosion, UV-Strahlung und Temperaturschwankungen.

Das dreiteilige tonneauförmige Gehäuse besteht aus 105 Komponenten und misst 43,23 x 49,65 mm bei 16,08 mm Höhe. Es ist bis 50 Meter wasserdicht und wird mit 20 Spline-Schrauben aus Grade-5-Titan sowie Unterlegscheiben aus 316L-Edelstahl verschraubt. Die Krone besitzt eine Drehmomentbegrenzung, um Schäden durch Überdrehen beim Aufziehen zu vermeiden.

Den Preis für die Uhr nennt Richard Mille nur ernsthaft Interessierten auf Anfrage. Man darf aber jetzt schon gespannt sein, an welchen Handgelenken sie man während der WM 2026 sehen wird.

Richard Mille: RM 41-01 Tourbillon Soccer in Dark Blue Quartz TPT Boden

Beim Blick durch den Saphirglasboden wird die Komplexität des Kalibers RM 41-01 noch deutlicher. 

© Richard Mille
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