Nivada Grenchen Colorama: Die Uhr mit vielen Gesichtern kehrt zurück
Nivada Grenchen Colorama: Die Uhr mit vielen Gesichtern kehrt zurück
Im November 2026 bringt Nivada Grenchen die Colorama zurück. Die Damenuhr von 1965 begeisterte mit Lünetten und Armbändern, die man ohne Werkzeug tauschen konnte. Mit der Neuauflage startet die Marke ihre erste Damenkollektion, und das im Jahr ihres 100-jährigen Bestehens. Das Gehäuse misst 17 Millimeter im Durchmesser und 6,75 Millimeter in der Höhe, im Inneren arbeitet ein Schweizer Quarzwerk von Ronda. Einzeln gibt es die Uhr nicht. Nivada verkauft sie nur in vier Sets zu je 695 bis 895 Euro.
Nivada Grenchen startet Damenlinie mit Reedition der Colorama
Nivada GrenchenEin Schweizer Patent aus den Sechzigern
1965 stellte Nivada die Colorama als „Uhr mit vielen Gesichtern“ vor. Das Prinzip war in der Schweiz patentiert: eine kleine, hochwertige Damenuhr, deren aufsteckbare Lünetten und farbige Bänder man zu Kleidung, Anlass oder Stimmung passend wechselte. Die damaligen Sets waren als Schmuckschatullen angelegt. Die Colorama VI enthielt sechs farbige Lünetten. Zur Maharani gehörten steinbesetzte Lünetten und ein Anhänger. Die Fiesta kam mit Bändern aus Seide und Spitze. Damit verkaufte Nivada keine einzelne Uhr, sondern ein System. Die Uhr blieb dieselbe, Lünetten und Bänder veränderten ihr Aussehen. Für eine Marke, die seit dem Neustart 2020 unter Creative Director Guillaume Laidet auf historische Entwürfe setzt, passt das zum Einstieg in ein neues Segment. Zum ersten Mal richtet Nivada das eigene Archiv gezielt an eine neue Zielgruppe. Proportionen, Farben und das Gefühl beim Einrasten der Lünette wurden mehrfach überarbeitet.
Nivada Colorama: 17-mm-Damenuhr mit Wechsellünetten und Armbändern
Nivada Grenchen17 Millimeter: bewusst im Maßstab von 1965
Die meisten Reeditionen werden größer als ihre Vorbilder. Die Colorama bleibt bei 17 Millimetern und gehört damit auch im aktuellen Trend zu kleineren Uhren zu den kleinsten Gehäusen auf dem Markt. Das Gehäuse besteht aus Edelstahl 316L mit goldfarbener IP-Beschichtung, der Boden ist aufgedrückt. Wasserdicht ist die Uhr bis 5 ATM. Das flache, weiße Zifferblatt ist emailliert. Es trägt goldfarbene aufgesetzte Indizes und nur Stunden- und Minutenzeiger, darüber liegt ein flaches Saphirglas. Das Werk ist das Ronda 1042, ein Schweizer Quarzkaliber mit Stunden und Minuten. Die Ganggenauigkeit liegt bei −10 bis +20 Sekunden im Monat. Die Batterie (Typ 335) hält etwa 36 Monate.
17 mm, 6,75 mm hoch, Wechsellünetten aus Gold-IP oder Emaille: die Neuauflage der Nivada Grenchen Colorama von 1965
Nivada GrenchenDie Lünette als Kernfunktion
Die Lünette lässt sich laut Nivada in wenigen Sekunden aufclipsen und abnehmen. Es gibt zwei Linien:
- Golden Hour: drei polierte, vergoldete Lünetten in drei verschiedenen Formen
- Color Pop: drei emaillierte Lünetten in Orange, Grün und Weiß mit erhabenem Blumenmuster, das sich an die historischen Stücke anlehnt
Dazu kommen schmale Lederbänder, die von 8 auf 5 Millimeter zulaufen. Die Farben heißen Black, Orange, Stone, Forest, Rouge, Chocolate und Ivory.
Zwei Anhänger für eine Uhr
Zu jedem Set gehört der „Time Capsule“, ein herzförmiger Anhänger, in den die Uhr eingesetzt wird. Seine Oberfläche ist komplett gehämmert und goldfarben IP-beschichtet. In einer Krappenfassung sitzt ein Diamant von 1,5 Millimetern. Der Anhänger hängt an einer eigenen, kürzeren Kette mit anderer Gliederform und wird nah am Hals getragen. Er liegt in einer eigenen Box. Nivada nennt das Prinzip „ein Geschenk, zwei Momente“: Das Herz kann man zurückhalten und später verschenken. Die Collector Sets enthalten zusätzlich den „Golden Sun“, einen runden Anhänger mit 35 Millimetern Durchmesser und 5 Millimetern Höhe an einer langen Kette. So wurde die Colorama auch in den 1960er-Jahren als Kettenuhr getragen.
Sets und Preise
Die Sets mit 4 Versionen (Black, Orange, Chocolate, Ivory) kosten 695 Euro, das Golden Hour Collector Set Referenz 23003Q01 mit 7 Varianten liegen bei 895 Euro. In den USA kosten die Sets 695 bzw. 895 USD vor Steuern. Die Sets kommen in einer schwarzen Box nach dem Vorbild der Originalverpackung, mit einer Karte für eine persönliche Widmung. Die Colorama gehört zur festen Kollektion. Ihre Stärken sind das konsequent beibehaltene Format von 1965 und die Wiederbelebung einer Systemidee, die 60 Jahre alt ist und gut zum heutigen Interesse an kleinen Schmuckuhren passt. Ob Lünetten, Bänder und Anhänger später auch einzeln zu kaufen sind, lässt Nivada offen. Für ein Konzept, das vom Wechseln lebt, wäre das die naheliegende Ergänzung.