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Lesedauer 3 Min.

Zenith Chronomaster Revival A384 Tropical – mit einer Patina, die Sammler lieben

Mit der neuen Chronomaster Revival A384 Tropical interpretiert Zenith eines seiner prägendsten Modelle neu – und greift dabei ein Detail auf, das in der Vintage-Welt längst Kultstatus hat.
Nahaufnahme, Zifferblatt der Zenith Chronomaster Revival A384 Tropical
©  Zenith

Als Zenith 1969 das Kaliber El Primero präsentierte, markierte dies einen Meilenstein in der Geschichte des mechanischen Chronographen. Das integrierte Automatikwerk mit Schaltrad und einer Frequenz von 36.000 Halbschwingungen pro Stunde gehörte zu den ersten seiner Art – und setzt bis heute gültige Maßstäbe in Sachen Präzision.

Front mit Armand der Zenith Chronomaster Revival A384 Tropical

Frontansicht der Zenith Chronomaster Revival A384 Tropical mit charakteristischem „Chocolate Panda“-Zifferblatt.

©  Zenith

Die Referenz A384 war eines der drei Modelle, die dieses Werk erstmals aufnahmen. Charakteristisch ist ihr tonneauförmiges Gehäuse mit klaren Kanten und satinierten Flächen, das sich deutlich von klassischen runden Chronographen jener Zeit abhebt. Mit einem Durchmesser von 37 Millimetern bleibt die heutige Revival-Version exakt bei den historischen Proportionen. Zenith greift hierfür auf originale Konstruktionspläne zurück und reproduziert Geometrie, Finissierung und Details mit bemerkenswerter Konsequenz. Lediglich moderne Elemente wie ein gewölbtes Saphirglas und ein Sichtboden unterscheiden die aktuelle Ausführung vom historischen Vorbild.

Das „Tropical Dial“ fungiert als bewusst gestaltetes Merkmal

Das zentrale Merkmal der neuen A384 Tropical ist das Zifferblatt. Zenith orientiert sich dabei an sogenannten „tropical dials“, die bei Vintage-Uhren durch langjährige UV-Einwirkung entstehen. Ursprünglich ein chemisch bedingter Alterungsprozess, gilt diese Verfärbung heute als besonders begehrtes Sammlermerkmal.

Die Neuinterpretation erfolgt hier bewusst: Ein cremefarben lackierter Grund bildet die Basis, während Totalisatoren und Tachymeterskala in warmen Brauntönen ausgeführt sind. Zenith bezeichnet diese Konfiguration als „Chocolate Panda“. Ergänzt wird das Erscheinungsbild durch applizierte Indizes und Zeiger mit „Old Radium“-Superluminova, die den Farbton gealterter Tritium-Leuchtmasse imitiert.

Die Zenith Chronomaster Revival A384 Tropical bei Dunkelheit, mit Leuchtmasse

Nachts zeigt die Chronomaster ihre Leuchtkraft mit kontrastreichen, grün schimmernden Indizes und Zeigern.

©  Zenith

Funktional bleibt die Ablesbarkeit auch bei Dunkelheit gewährleistet. Die Leuchtmasse sorgt für eine klare Orientierung, ohne den Vintage-Charakter optisch zu durchbrechen.

Kaliber El Primero 400 und konstruktive Details

Das verbaute Kaliber El Primero 400 ist die direkte Weiterentwicklung des ursprünglichen 3019 PHC. Es handelt sich um ein integriertes Chronographenwerk mit Schaltrad und horizontaler Kupplung. Die hohe Frequenz von 5 Hz ermöglicht eine Messgenauigkeit bis auf eine Zehntelsekunde.

Rückseite, Kaliber, Werk der Zenith Chronomaster Revival A384 Tropical

Blick durch den Saphirglasboden auf das El Primero 400 mit typischer Architektur und Sternrotor.

©  Zenith

Das Werk besteht aus 278 Komponenten, verfügt über 31 Lagersteine und bietet eine Gangreserve von etwa 50 Stunden. Sichtbar ist es durch den Saphirglasboden, wodurch sich die charakteristische Architektur des El Primero nachvollziehen lässt.

Ein weiteres historisch relevantes Detail ist das Armband. Zenith verwendet eine Neuauflage des sogenannten „Ladder“-Bands, das ursprünglich von Gay Frères gefertigt wurde. Die offene Konstruktion reduziert das Gewicht und verleiht der Uhr eine unverwechselbare Ästhetik, die eng mit den frühen El-Primero-Modellen verbunden ist.

Die Zenith Chronomaster Revival A384 Tropical ist Teil der regulären Kollektion und ab sofort erhältlich. Der Preis liegt bei 10.000 Euro. Eine Limitierung besteht nicht.

Uhren bis 10.000 Euro Zenith Zenith Chronomaster Zenith El Primero

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