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Chopard Neuheiten 2026: L.U.C, Alpine Eagle & mehr

L.U.C 1860 Jubiläumsmodell, Alpine Eagle 41 XPS „Mountain Glow", Happy Hearts Denim und Diamant-Onyx: Chopard zeigt 2026, was seine Kernkompetenzen sind
Chopard Alpine Eagle 41 XPS in Lucent Steel, Seitenansicht

Chopard Alpine Eagle 41 XPS in Lucent Steel

© Chopard

Dreißig Jahre Chopard Manufacture in Fleurier: Das ist das Leitmotiv, das Chopards aktuelle Neuheitenrunde strukturiert. Die Gründung der Manufaktur 1996 durch Karl-Friedrich Scheufele markierte den Bruch mit der bis dahin üblichen Praxis, Uhrwerke zuzukaufen. Seither entwickelt und fertigt Chopard alle L.U.C-Kaliber im eigenen Haus in Fleurier. Vier Modelle stehen zum Start der Neuheiten für 2026 im Fokus; sie lassen sich in zwei Paare aufteilen: die manufakturschweren L.U.C-Klassiker und zwei Damenuhren, die das Schmuck- und Lifestyle-Segment bedienen.

Alpine Eagle 41 XPS – Sport-Eleganz in neuer Farbe 

Die Alpine Eagle existiert seit 2019 als Neuinterpretation der ursprünglichen Chopard-Sportuhr St. Moritz aus dem Jahr 1980. Die XPS-Variante fügt dem Modell einen ultraflachen Anspruch hinzu: 8 mm Bauhöhe bei 41 mm Durchmesser, realisiert durch dasselbe Kaliber L.U.C 96.40-L wie im L.U.C 1860 – konsequenterweise, denn mit 3,30 mm Werkhöhe ist es das flachste Automatikkaliber im Chopard-Portfolio. Neu ist die Farbe des Zifferblatts: „Mountain Glow", ein Champagnerton, der an das Alpenlicht bei Sonnenuntergang erinnern soll.

Chopard Alpine Eagle 41 XPS in Lucent Steel

Chopard Alpine Eagle 41 XPS in Lucent Steel

© Chopard

Das Zifferblatt trägt das iristypische Strahlenmuster der Alpine Eagle, aufgesetzte Indexe und Zeiger in ethischem Weißgold mit Grade X1 Superluminova-Beschichtung. Das Gehäuse und Armband sind aus "Lucent Steel" gefertigt, die hauseigene Stahllegierung mit 80-prozentigem Recyclinganteil, seit 2023 Standard für alle Chopard-Stahluhren. Was wirklich neu ist: das Armband. Chopard hat es überarbeitet. Die ersten fünf Glieder zum Gehäuse hin sind stärker verjüngt, um das schlanke Profil zu akzentuieren. Hinzu kommt ein neu integriertes Komfort-Verlängerungssystem in der Dreifachfaltschließe: Durch Ziehen oder Schieben des äußersten Schließenglieds lässt sich die Armbandlänge um bis zu 5 mm variieren, ohne Werkzeug, schließlich reagieren gerade ultraflache Sportuhren sensibel auf Trageeigenschaften am Handgelenk.

Die Referenz 298623-3003 ist mit dem Poinçon de Genève ausgestattet.

Chopard Alpine Eagle 41 XPS mit Kaliber L.U.C 96.40-L

Chopard Alpine Eagle 41 XPS mit Kaliber L.U.C 96.40-L

© Chopard

L.U.C 1860 – Neuauflage des Gründungsmodells 

Die L.U.C 1860 ist wahrcheinlich die konsequenteste Neuheit: Das Original von 1996 war die erste Uhr, die aus der neu gegründeten Manufacture hervorging. Das Jubiläumsmodell übernimmt Durchmesser (36,5 mm) und Proportionen des Originals eins zu eins. Was sich geändert hat: das Kaliber. Verbaut ist das L.U.C 96.40-L, die jüngste Weiterentwicklung jenes ersten Hauskalibers. Gegenüber dem Original flacher bei gleichzeitig gesteigerter Gangreserve: 3,30 mm Bauhöhe, 65 Stunden Autonomie, realisiert durch die Chopard Twin Technologie, ein System aus zwei parallel laufenden, übereinander gelagerten Federhäusern. Der Mikrorotor aus 22 Karat ethischem Gelbgold speist beide Federhäuser; durch die parallele Energieabgabe stabilisiert sich der Drehmomentverlauf über die gesamte Laufzeit. Das Uhrwerk trägt das COSC-Chronometer-Zertifikat sowie Poinçon de Genève-Siegel.

Chopard L.U.C 1860 Chronometer

Chopard L.U.C 1860 Chronometer

© Chopard

Das Zifferblatt ist handguillochiert auf einem Rohling aus 18 Karat Weißgold, ausgeführt auf historischen Maschinen in den Ateliers von Metalem, einem Teil der Chopard-Gruppe. Das Motiv: radiale Strahlenlinien, die durch handguillochierte Kreise überlagert werden. Die Farbe lautet „Areuseblau", benannt nach dem Fluss Areuse, der durch das Val-de-Travers verläuft und unweit der Manufacture fließt. Ein nachvollziehbares lokales Referenzsystem. Dazu kommen Chevron-Stundenindizes und Dauphine-Zeiger in poliertem Weißgold. Als Referenz 168860-3005 überzeugt die Dresswatch Sammler, die das Originale am Original schätzen.

Chopard L.U.C 1860 Chronometer, Kaliber L.U.C 96-40-L

Chopard L.U.C 1860 Chronometer, Kaliber L.U.C 96-40-L

© Chopard

Happy Sport Happy Hearts – Denim trifft Perlmutt 

Die Happy Sport ist seit 1993 die zugänglichste Linie von Chopard: Stahl, Kautschukband-Option, tanzende Diamanten unter dem Saphirglas. Das neue Happy Hearts-Modell (Ref. 278608-3012) erweitert das Gestaltungsprinzip in zwei Richtungen. Erstens das Zifferblatt: Statt der für Happy Sport typischen frei schwebenden Diamanten tanzen hier zwei Herzen aus 18 Karat ethischem Weißgold über weißem Perlmutt. Das eine Herz ist mit weißem Perlmutt besetzt, das andere zeigt einen Farbverlauf von Pink über Mauve bis Violett. Drei Diamanten runden das tanzende Ensemble ab. Der Bezug zur Happy Hearts Schmuckkollektion ist explizit. Zweitens das Armband: Denim. Nicht Textilimitat, sondern Denimgewebe, kombiniert mit einem Perlmuttzifferblatt. Der Kontrastwille ist offensichtlich und folgt der Logik, mit der Chopard schon 1993 Stahl und Diamanten kombinierte. Ob der Kontrast tragbar oder modisch überpointiert ist, entscheidet sich am Handgelenk. Das Gehäuse misst 33 mm, angetrieben wird die Uhr durch das Chopard 09.01-C, das hauseigene Automatikkaliber für Damenuhren mit 42 Stunden Gangreserve und 148 Komponenten. (Auch interessant: Wempe x Chopard – die Happy Sport Signature Collection)

Chopard L'Heure du Diamant

Chopard L'Heure du Diamant

© Chopard

L'Heure du Diamant – Onyx und Diamanten

Die vierte Neuheit bewegt sich am anderen Ende des Spektrums: eine Schmuckuhr aus 18 Karat ethischem Weißgold, das Gehäuse kissenförmig (30,5 x 30,5 mm), mit Onyx-Zifferblatt und diamantbesetzter Lünette. Die Kollektion L'Heure du Diamant geht auf ein Modell von 1970 zurück und reflektiert die Schmuckkompetenz der Familie Scheufele, die bis ins frühe 20. Jahrhundert zurückreicht. Das Onyx-Zifferblatt ist keine Neuheit per se, aber im Zusammenspiel mit der Kissenform und der Diamant-Besetzung der Zeiger das eigentliche Argument dieser Version. Neu sind der Stunden- und Minutenzeiger aus 18 Karat ethischem Weißgold mit Brillantschliff-Diamanten. Auch die Krone trägt einen Diamanten, diesmal im Briolette-Schliff. Die Stundenmarkierungen von 12, 3, 6 und 9 sind ebenfalls mit Diamanten besetzt.

Die Lünette hält insgesamt 4,40 Karat an Diamanten in der typischen Kronenfassung von Chopard, bei der V-förmige Krappen maximalen Lichteinfall gewährleisten. Innen arbeitet erneut das Chopard 09.01-C (148 Komponenten, 42 Stunden Gangreserve), was für eine Schmuckuhr dieser Preisklasse keineswegs selbstverständlich ist. Getragen wird die Referenz 13A386-1109 am schwarzen Alligatorlederarmband.

 

Alle vier Modelle teilen einen gemeinsamen Nenner: Lucent Steel oder ethisches Gold als Material, Manufakturkaliber ohne Ausnahme, und eine Zertifizierungstiefe (COSC, Poinçon de Genève), die Chopard konsequent über das Luxussegment hinaus in Richtung Haute Horlogerie positioniert. Das Jubliäumsmodell L.U.C 1860 ist das stärkste Argument in dieser Runde: Es verbindet die Manufakturgeschichte mit dem aktuellen Stand der L.U.C-Entwicklung, ohne das Ursprungsdesign zu verwässern. Die Alpine Eagle XPS setzt die konsequente Sportuhren-Positionierung fort. Die Damen-Neuheiten wie Happy Hearts Denim und L'Heure du Diamant Onyx bedienen ein separates Kundenprofil, ohne in der Produktlogik zu kollidieren. Offen bleibt, wie Chopard das Jubiläumsjahr der Manufacture abschließt. Die bisher komplexeste Auskopplung – die L.U.C Grand Strike – wurde bereits Ende letzten Jahres veröffentlicht und ziert derzeit das Cover unserer März/April-Ausgabe

Chopard Chopard L.U.C Schweizer Uhren Sportuhren Damenuhren Automatikuhren

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