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Lesedauer 4 Min.

Moritz Grossmann: Art Edition Max Frintrop

In Zusammenarbeit mit dem Düsseldorfer Maler Max Frintrop bringt Moritz Grossmann eine 16 Unikate umfassende Art Edition heraus. Die Zifferblätter entstammen dem Studioboden des Künstlers.
Moritz-Grossmann-Art-Edition-Max-Frintrop

Moritz Grossmann: Art Edition Max Frintrop

© Moritz Grossmann

Erste Art Edition von Moritz Grossmann

Christine Hutter, die Geschäftsführerin der Glashütter Uhrenmanufaktur Moritz Grossmann, ist eine begeisterte Kunstliebhaberin. Jetzt ist zum ersten Mal eine 16 Einzelstücke umfassende Art Collection entstanden, die einer exklusiven Zusammenarbeit der Marke mit einem zeitgenössischen Künstler entspringt. Der 1982 in Oberhausen geborene Max Frintrop studierte von 2003 bis 2009 Freie Kunst und Malerei bei Albert Oehlen an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf. In der Rheinmetropole lebt und arbeitet er, dort befindet sich sein Atelier. Frintrops Spezialität sind riesige Leinwände mit abstrakten Motiven, die sich durch kräftige Pinselstriche und eine gewaltige Farbigkeit auszeichnen. In seinen Arbeiten geht es unter anderem um Themen, die letztlich auch mit dem Thema Zeit in Berührung stehen: Was ist ein Augenblick? Wie kann man einen flüchtigen Moment auf einem Bild verewigen? Wie steht es um Zeit und Vergänglichkeit? Ihn beschäftigen grundsätzliche Fragen wie die nach der Ordnung im Chaos oder das Sichtbarwerden von Farbe durch Licht.

Christine Hutter, Geschäftsführerin Moritz Grossmann, und Künstler Max Frintrop

Christine Hutter, Geschäftsführerin Moritz Grossmann, und Künstler Max Frintrop

© Moritz Grossmann

Zifferblätter aus dem Atelierboden

Die 16 Unikate der Art Edition Max Frintrop von Moritz Grossmann zeigen auf ihren Zifferblättern abstrakte Motive in unterschiedlichsten Farbtönen von Blau über Grau bis hin zu Grün, die einen an Konstellationen im Universum denken lassen. Erfährt man mehr darüber, erfährt man etwas völlig Unerwartetes: Frintrop hat hier nicht etwa 16 Miniaturen für eine Miniserie von Uhren entworfen. Auch handelt es sich nicht um Ausschnitte aus seinen viel größeren Bildern. Stattdessen stammen sie direkt vom Boden seines Ateliers. Im Lauf der Jahre hat dieser sich beim ständigen Arbeiten mit verschiedensten Farben in eine vielschichtige Oberfläche aus zufällig und unbeabsichtigten Spritzern und Lasuren – großen, mittleren und winzigen – verwandelt, die ihrerseits wie ein großes abstraktes Bild wirkt. Für die 16 Zifferblätter wurden von den über Jahre gewachsenen Farbschichten die obersten Zehntelmillimeter abgetragen, also vom Boden abgelöst. Abschließend wurde die Unterseite so plan gearbeitet, dass sie auf das Rohzifferblatt aufgesetzt werden konnten. Max Frintrop bemerkt dazu: "Die Oberfläche der eingetrockneten Pigmente [sieht] aus wie eine mit Kratern übersäte Mondoberfläche – zu einem Symbol der Vergänglichkeit und zugleich des Überdauerns geworden. Das ist die Materialisierung metaphysischer Fragen, über die wir auch in der Kunst viel nachdenken.“

Weitere Uhren aus der Kooperation mit Künstlern finden Sie hier.

Moritz-Grossmann-Art-Edition-Max-Frintrop-Wristshot

Macht sich gut am Handgelenk: Moritz Grossmann Art Edition Max-Frintrop

© WatchTime

„In der Malerei wird Zeit fixiert, so dass ein Moment tatsächlich authentisch in der Zeit bewahrt werden kann – er bleibt für die Zukunft erlebbar. So wird die Zeit beim Malen zu einem Arbeitsmaterial.“

Max Frintrop
Moritz-Grossmann-Max-Frintrop-Art-Düsseldorf

Maler Max Frintrop auf der Art Düsseldorf 2025

© WatchTime

Feines Manufakturkaliber

Die dreiteiligen Gehäuse der Zweizeigeruhren bestehen aus Edelstahl oder Roségold und haben einen Durchmesser von 41 mm. Die polierten Gold- oder Stahlzeiger wurden in der Manufaktur von Moritz Grossmann von Hand gefertigt. Zwischen Zifferblatt und Gehäuseboden arbeitet das Manufakturkaliber 100.1 mit Handaufzug. Es ist nach klassisch Glashütter Art als Pfeilerwerk mit Zweidrittelplatine und Gestellpfeilern aus Neusilber konstruiert. Platine, Unruh- und Ankerradkloben sind von Hand graviert, erstere dazu mit einem breiten Glashütter Streifenschliff verziert. Ins Auge fallen darüber hinaus die große Rückerschraube auf dem gestuften Unruhkloben, die drei verschraubten Goldchatons sowie der 3-fach gestufte Sonnenschliff auf dem Sperrrad. Neben der hochfeinen Dekoration beeindruckt das Werk durch verschiedene konstruktive Besonderheiten, darunter die Entriegelung der Zeigerstellung und der Start des Uhrwerks durch einen seitlichen Drücker oder der separat herausnehmbare Kupplungsaufzug. Die Preise der 16 Unikate liegen zwischen 47.000 Euro für die Edelstahlmodelle und 65.900 Euro für die Golduhren.

Mehr von Moritz Grossmann: eine ganz andere Uhr, aber mit dem gleichen Werk

Moritz-Grossmann-Art-Edition-Max-Frintrop-Boden

Den Boden der Uhren ziert die Unterschrift des Künstlers.

© Moritz Grossmann

„Mich hat von Beginn der Zusammenarbeit an der Aspekt der Veredelung von etwas vermeintlich Profanem fasziniert: Dass ein Atelierfußboden, auf dem gearbeitet und gelaufen wird, sich durch den Transfer zum Zifferblatt in ein höchst wertvolles Objekt verwandelt. Da findet eine Metamorphose ins Lyrische, in die Vergeistigung statt.“

Christine Hutter, Geschäftsführerin Moritz Grossmann
Moritz-Grossmann-Art-Edition-Max-Frintrop-Artwork1

Eines von 16 Unikaten: Moritz Grossmann Art Edition Max Frintrop, Artwork 1

© Moritz Grossmann
Moritz Grossmann Glashütte Uhren Zweizeigeruhr Goldene Uhr Edelstahl Uhren

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