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Lesedauer 4 Min.

Römisches Erbe, modernes Gold: Bulgari denkt Monete und Tubogas neu

Gold als Haltung: Bulgari interpretiert Monete und Tubogas neu – zwischen römischer Geschichte, Mailänder Handwerk und feiner Mechanik.
Bulgari Maglia Milanese Monete 104328 / 104385

Bulgari Maglia Milanese Monete 104328 / 104385

© Bulgari

Gold ist keine Oberfläche, sondern Substanz: Bulgari denkt Uhren nie vom Werk allein her. Und auch nicht vom Schmuck. Sondern von der Spannung dazwischen. Zur LVMH Watch Week 2026 zeigt die römische Maison in Mailand genau das mit zwei Modellen, die tiefer kaum im eigenen Archiv verwurzelt sein könnten: Monete und Tubogas. Zwei verankerte Modelle, neu interpretiert – mit spürbarem Respekt vor der Geschichte und bemerkenswerter Lust an der Gegenwart.

Aus der Verbindung von Goldschmiedetradition und Uhrmacherkunst entstanden, werden die Zeitmesser vom Piccolissimo mit neuer Aufzugskrone sowie vom nun neu verzierten Lady Solotempo Automatic angetrieben.

Bulgari Maglia Milanese Monete 104328 / 104385

Bulgari Maglia Milanese Monete 104328 / 104385

© Bulgari

Monete: Zeit, die aus der Antike kommt 

Die Monete war schon bei ihrer Einführung in den 1960er-Jahren mehr als ein ästhetisches Statement. Antike Münzen, einst Zahlungsmittel, wurden zu Trägern von Zeit. Die neue Maglia Milanese Monete führt diese Idee konsequent weiter. Im Zentrum: eine echte römische Silbermünze aus den Jahren 198 bis 297 n. Chr., mit dem Porträt von Kaiser Caracalla. Kein Zitat, kein Abguss – sondern Geschichte in Metall. Neu ist das, was sie trägt. Zum ersten Mal setzt Bulgari auf Maglia Milanese, das klassische Mailänder Mesh-Geflecht, entstanden in der Renaissance. Ein Gewebe aus Goldfäden, außergewöhnlich flexibel, fast textil. Dass Bulgari diese Technik bisher nicht eingesetzt hat, wirkt im Rückblick fast erstaunlich. Umso stimmiger ist diese Premiere: Die Weichheit des Geflechts kontrastiert entsprechend harmonisch mit der Strenge der Münze.
Das Roségoldgehäuse mit einem Durchmesser von 25 mm ist mit Diamanten (0,50 ct) und einer silbernen Monete besetzt, auch die Krone besteht aus Roségold und ist mit einem Diamanten (0,06 ct) besetzt. Das weiße Perlmuttzifferblatt ist mit 12 Diamantindexen (0,10 ct) verziert, die Zeiger sind ebenfalls Roségold-beschichtet. Das Milanaise-Armband besteht ebenfalls aus Roségold. Es sind zwei Größen – 135-145-155 mm und 160-170-180 mm – erhältlich.

Bulgari Maglia Milanese Monete 104328 / 104385

Bulgari Maglia Milanese Monete 104328 / 104385

© Bulgari

Das Verborgene sichtbar machen 

Als Secret Watch bleibt die Maglia Milanese Monete ihrer diskreten Natur treu. Doch unter der Oberfläche arbeitet eines der faszinierendsten Uhrwerke der Gegenwart: das Piccolissimo BVP100. Mit 13,5 Millimetern Durchmesser und 2,5 Millimetern Höhe ist es das kleinste runde Kaliber der Welt. Neu ist nicht nur der Aufzug über die Krone, sondern auch der transparente Gehäuseboden, über den diese Miniatur-Faszination sichtbar wird. Das kleine Werk nutzt eine Frequenz von 21.600 vph und kommt damit auf eine Gangdauer von 30 Stunden.

Die Referenz 104328 (Armbandlänge 135-145-155 mm) bezihungsweise 104385 (Armbandlänge 160-170-180 mm) kostet je 157.000 Euro. 

Bulgari Tubogas Manchette Referenz 104093

Bulgari Tubogas Manchette Referenz 104093

© Bulgari

Tubogas: Die Siebziger im Farbmodus 

Wo Monete nach innen blickt, ist Tubogas pure Präsenz. Die neue Tubogas Manchette greift ein Modell von 1974 auf – breite Manschette, eckiges Gehäuse, selbstbewusste Proportionen. Für die neue Ausführung setzt Bulgari auf Farbe in Form von Edelsteinen. Gelbgold trifft auf Citrine, Rubellite, Peridots, Amethyste, Topase und Spessartite. 

Fast zwölf Karat Diamanten legen sich wie ein glitzerndes Fundament unter diese chromatische Explosion. Das Ergebnis ist kein unauffäliges Schmuckstück, sondern eines mit absolutem Hingucker-Charakter. Ein Objekt, das den Raum kennt, den es einnimmt.

Das 16 mm große Gehäuse samt Lünette ist aus Gelbgold gefertigt und mit Diamanten besetzt, ebenso die Krone. Das pavébesetzte Zifferblatt (0,6 ct) wird von vergoldeten Zeigern akzentuiert.

Bulgari Tubogas Manchette, Werk Lady Solotempo BVS 100

Lady Solotempo BVS 100 mit neuer Verzierung für Bulgari Tubogas Manchette

© Bulgari

Technik, die man spürt

Im Inneren arbeitet das im letzten Jahr neu eingeführte Lady Solotempo Automatic BVS100. Ein rundes, kompaktes Automatikkaliber mit 19 mm Durchmesser und 3,9 mm Höhe und 50 Stunden Gangreserve und klarer Funktionalität. Es ist kein Werk, das sich in den Vordergrund drängt – sondern eines, das genau versteht, was eine Schmuckuhr leisten muss: Verlässlichkeit ohne Dominanz. Die Schwungmasse ist mit dem Bulgari-Logo und einem Sonnenstrahlenmotiv verziert.

Neu ist auch die Konstruktion des Tubogas-Armbands. Das einreihige Armband aus Gelbgold ist reich mit Edelsteinen besetzt: 11,98 Karat Diamanten, dazu Spessartine (1,06 ct), Citrine (1,05 ct), Rubellite (0,87 ct), Peridots (0,62 ct), Amethyste (0,63 ct) und Topase (0,59 ct), bei einer Länge von 135 mm. Jedes einzelne Glied wird geformt, poliert und anschließend auf eine Titan-Klinge montiert. Modular, präzise, beweglich. Tubogas bleibt Tubogas – aber technisch auf der Höhe der Zeit. Der Preis der Referenz 104903 beträgt 194.000 Euro.

Bulgari Tubogas Manchette 104093

Bulgari Tubogas Manchette 104093

© Bulgari

Zwischen Rom, Mailand und Le Sentier 

Was diese beiden Uhren verbindet, ist nicht nur Gold. Es ist die Fähigkeit, Gegensätze zu vereinen: römische Geschichte und Schweizer Präzision, Mailänder Handwerk und zeitgenössisches Design, Schmuck und Uhrmacherei. Bulgari bleibt dabei unverkennbar Bulgari und zeigt zwei neue Kapitel und eine Geschichte, die längst nicht auserzählt ist.

Bulgari LVMH Schweizer Uhren Goldene Uhr

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