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Lesedauer 3 Min.

Jaeger-LeCoultre Reverso „Or Deco“: Diese Cocktail-Uhren zeigen die eleganteste Seite der Reverso

Mit diesen neuen Reversos interpretiert Jaeger-LeCoultre die Cocktail-Uhr der 30er-Jahre luxuriös und überraschend modern neu.
Nahaufnahme, Zifferblatt der drei versionen der Jaeger-LeCoultre Reverso „Or Deco“
©  Jaeger-LeCoultre

Kaum eine Uhr eignet sich so selbstverständlich für eine luxuriöse Art-Déco-Interpretation wie die Reverso. Ihre klaren Linien, das wendbare Gehäuse und die fast architektonische Formensprache wirken daher heute genauso elegant wie in den 30er-Jahren – jener Epoche, in der die klassische Cocktail-Uhr überhaupt erst entstand.

Die neuen Modelle der Reverso Tribute Monoface „Or Deco Cocktail“ von Jaeger-LeCoultre greifen genau dieses historische Umfeld nun wieder auf. Statt die Reverso sportlicher oder technischer zu machen, rückt die Manufaktur aktuell ihre schmuckhafte Seite in den Mittelpunkt – mit Edelsteinen, massivem Gold und außergewöhnlich aufwendigen Milanaise-Armbändern.

Die goldene Version der Jaeger-LeCoultre Reverso „Or Deco“ von vorne

Die Reverso Tribute Monoface „Or Deco Cocktail“ in Roségold kombiniert rubinbesetzte Art-Déco-Elemente mit einem fein gearbeiteten Milanaiseband aus Gold.

©  Jaeger-LeCoultre

Dabei ist der Begriff „Cocktail Watch“ keineswegs bloß ein nostalgisches Marketingmotiv. In den 20er- und 30er-Jahren entstanden solche Uhren als luxuriöse Abendstücke, die bewusst sichtbar getragen wurden – weniger als Instrument zur Zeitmessung als eher ein Ausdruck von Stil, Eleganz und gesellschaftlicher Präsenz. Genau dort setzt Jaeger-LeCoultre 2026 wieder an.

Jaeger-LeCoultre: Edelsteine, Gold und Art-Déco-Geometrie

Besonders eindrucksvoll wirken die drei streng limitierten Cocktail-Varianten mit Rubinen, Smaragden oder blauen Saphiren. Die rechteckige Reverso-Architektur eignet sich nahezu perfekt für diese Interpretation: Die langen Linien des Gehäuses werden durch insgesamt 46 Baguette-Steine zusätzlich betont und verstärken die ohnehin ausgeprägte Art-Déco-Geometrie der Reverso.

Technisch interessant ist dabei vor allem die sogenannte Rail-Setting-Technik des Métiers Rares™-Ateliers von Jaeger-LeCoultre. Die Edelsteine sitzen nahezu nahtlos zwischen den Godrons des Gehäuses und erzeugen dadurch einen fast durchgehenden Lichtstreifen entlang der Uhr. Besonders anspruchsvoll sei laut Manufaktur die Verarbeitung der Smaragde gewesen, da diese deutlich empfindlicher als Saphire oder Rubine reagieren.

Die blaue versione der Jaeger-LeCoultre Reverso „Or Deco“ von vorne

Die weißgoldene Reverso Tribute Monoface „Or Deco Cocktail“ mit Saphirbesatz interpretiert die klassische Cocktailuhr in kühlem Blau neu.

©  Jaeger-LeCoultre

Das Handaufzugskaliber 822 mit 42 Stunden Gangreserve – ein Werk, das aufgrund seiner rechteckigen Architektur perfekt zur Reverso passt und seit Jahren zu den elegantesten klassischen Manufakturkalibern im Segment zählt, treibt die Uhr an.

Die vielleicht eleganteste Reverso der Gegenwart

Fast noch spannender als die Edelsteinfassungen ist allerdings das Gesamtkonzept der neuen „Or Deco“-Serie. Denn Jaeger-LeCoultre kombiniert die Reverso erstmals so konsequent mit Milanaise-Armbändern aus massivem Gold. Dafür werden laut Maison mehr als zehn Meter Goldfäden verarbeitet.

Die grüne version der Jaeger-LeCoultre Reverso „Or Deco“

Mit Smaragden besetzt und auf nur 30 Exemplare limitiert, zählt diese Reverso Tribute Monoface zu den exklusivsten Neuheiten von Jaeger-LeCoultre 2026.

©  Jaeger-LeCoultre

Gerade diese Kombination macht die neuen Modelle außergewöhnlich. Die Reverso wirkt plötzlich weicher, fließender und fast wie ein Schmuckstück aus der Hochphase des europäischen Art Déco – ohne ihre berühmte Identität zu verlieren.

Mit nur 30 Exemplaren pro Edelsteinvariante gehören die neuen Cocktail-Reversos zudem klar zur Welt der diskreten Sammleruhren. Nicht laut, nicht sportlich, nicht trendgetrieben – sondern luxuriös auf eine fast vergessene Weise.

Die neuen Reverso-Modelle wurden erstmals bei der Met Gala 2026 gezeigt – getragen unter anderem von Schauspielern wie Tyriq Withers und Finn Wolfhard, die die smaragd- beziehungsweise saphirbesetzten Varianten am Handgelenk präsentierten.

Limitiert aber offiziell

Die neuen Reverso „Or Deco“-Modelle von Jaeger-LeCoultre wirken zwar extrem exklusiv und sind stark limitiert, sie sind aber Teil der regulären 2026-Neuheiten. 

Das ist der entscheidende Unterschied zu echten „Off-Katalog“-Modellen bei Rolex: Dort erscheinen viele Referenzen nie offiziell auf der Website oder in Katalogen und werden oft nur ausgewählten VIP-Kunden angeboten.

Offizielle Preise hat Jaeger-LeCoultre bislang nicht kommuniziert. Mehrere internationale Watch-Medien berichten jedoch von Preisen zwischen rund 100.000 und 130.000 Euro – je nach Edelsteinbesatz und Ausführung.

Jaeger-LeCoultre Reverso Jaeger-LeCoultre Richemont

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