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Lesedauer 8 Min.

Über 4 Millionen Euro: Louis Vuitton x De Bethune bauen besonders seltene Uhr

Louis Vuitton und De Bethune präsentieren mit dem LVDB-03 Louis Varius Project die erste mechanische Sympathique-Uhr seit 1991 – für über 4 Millionen Euro.
Louis Vuitton LVDB-03 GMT Louis Varius WATI11, caliber DB2507LV

Louis Vuitton x De Bethune LVDB-03 GMT Louis Varius WATI11, caliber DB2507LV

© Louis Vuitton x De Bethune 

Mit dem LVDB-03 Louis Varius Project präsentieren Louis Vuitton und De Bethune die erste mechanische Sympathique-Uhr seit über 30 Jahren. Ein Set aus monumentaler Tischuhr und Armbanduhr – nur zweimal gebaut, für über 4 Millionen Euro. Zehn weitere Armbanduhren gibt es solo für 375.000 Euro.

Als Jean Arnault, Director of Watches bei Louis Vuitton, 2021 zum ersten Mal Denis Flageollet traf, hatte er keine Ahnung, worauf er sich einließ. Flageollet – Mitgründer von De Bethune und eine der diskretesten Legenden der zeitgenössischen Uhrmacherei – ist kein Mann für oberflächliche Kooperationen. Er arbeitet nur mit Menschen, deren Vision mit seiner eigenen resoniert. Und genau das passierte. Was als Gespräch über historische Uhrmacherkunst begann, mündete in ein Geheimprojekt mit dem Codenamen "Phase 3". Das Ergebnis: Das LVDB-03 Louis Varius Project bestehend aus einer Armbanduhr angesiedelt zwischen zwei markentypischen Linien sowie einer modernen Interpretation der legendären Sympathique-Uhr, die Abraham-Louis Breguet 1795 erfand. Ein mechanisches Meisterwerk, das eine Armbanduhr automatisch aufzieht und synchronisiert, während sie in ihrer Tischuhr ruht. Klingt wie Magie? Ist es fast. 

"Im Rahmen dieser Kooperationen geben wir den Uhrmachern die Freiheit, ihre eigene Vision von Zeit und ihre eigene Vision von Louis Vuitton zu definieren. Wir bringen eine Außenperspektive ein, die es uns ermöglicht, unabhängige Uhrmacher zu unterstützen, und im Gegenzug bringen diese ihre eigene frische Perspektive rund um Louis Vuitton ein. Diese Dynamik bringt beiden Seiten viel Kreativität und neue Ideen", erklärt Jean Arnault das Projekt, welches auf die Chronographe à Sonnerie LVRR-01 mit Rexhep Rexhepi, dem Gründer von Atelier Akrivia, sowie der LVKV-02 GMR 6 folgt, die gemeinsam mit dem Uhrmacher Kari Voutilainen entstanden ist.

Louis Vuitton x De Bethune LVDB-03 Sympathique Louis Varius Q1TA10

Louis Vuitton x De Bethune LVDB-03 Sympathique Louis Varius Q1TA10

© Louis Vuitton x De Bethune

Was ist eine Sympathique-Uhr?

Die Sympathique (französisch für "sympathetisch" oder "mitfühlend") zählt zu den prägendsten Erfindungen der Uhrmachergeschichte. Breguet entwickelte sie, damit Besitzer ihre Taschenuhr über Nacht in eine Tischuhr legen konnten und diese am Morgen aufgezogen und auf die Sekunde genau gestellt war. Automatisch. Mechanisch. Ohne Elektronik, ohne Batterien. Nur fünf solcher Uhren entstanden zu Breguets Lebzeiten. Sein Sohn verfeinerte das Konzept später, doch die Idee blieb eine Rarität. In den frühen 1990er-Jahren schuf Denis Flageollet – damals noch mit Vincent Halter und François-Paul Journe – einige Uhrwerke für Breguet, die das Konzept wieder aufgriffen. 

Eine Begegnung zweier Welten 

"Als ich das erste Mal von Denis Flageollet hörte, war ich sehr perplex", sagt Jean Arnault. "Erst nach dem Besuch bei De Bethune und dem Erleben der außergewöhnlichen Strenge und Vorstellungskraft hinter jeder Entscheidung begann ich zu verstehen, wer er wirklich ist: ein moderner Leonardo da Vinci." Flageollet selbst ergänzt: "Wir sprachen viel über Uhrmacherei und fanden gemeinsame Grundlagen in den Stücken, die wir schätzen. Ich realisierte, dass wir dieselbe Sprache sprechen und ein starkes Verantwortungsgefühl für das Handwerk und dessen Bewahrung teilen." Ihre Gespräche drifteten zu den Urvätern der Uhrmacherei – und schließlich zur rätselhaften Sympathique. Was als Ideenaustausch begann, entwickelte sich zu einer stillen Ambition: eine der kühnsten Kreationen der Uhrmachergeschichte neu zu denken, aber durch eine zeitgenössische Linse. 

Louis Vuitton x De Bethune LVDB-03 Sympathique Louis Varius Q1TA10

Louis Vuitton x De Bethune LVDB-03 Sympathique Louis Varius Q1TA10

© Louis Vuitton x De Bethune

Die Tischuhr: LVDB-03 Sympathique Louis Varius

Hier wird es richtig verrückt. Die monumentale Tischuhr ist nicht nur ein Statement-Piece – sie ist ein funktionales mechanisches Meisterwerk aus 763 Komponenten.

Das komplett von De Bethune gefertigte Uhrwerk Kaliber DB5006 wird manuell mit einem Schlüssel aufgezogen. Mit zwei großen Federbarrels und einem Remontoir d'égalité (Kraftausgleicher) liefert das Kaliber beeindruckende Stabilität und Autonomie. Mit 18.000 Halbschwingungen pro Stunde (2,5 Hz) bietet es eine Gangreserve von elf Tagen.

Die Funktionen: Stunden, Minuten, rotierende Scheiben-Animation – und natürlich die Sympathique-Funktion. Wenn die Armbanduhr in ihre Halterung gelegt wird, greift das System über die Krone. Über einen Zeitraum von etwa 9 bis 12 Stunden zieht die Tischuhr die Armbanduhr automatisch auf. Alle zwei Stunden stellt ein dedizierter Mechanismus die Anzeige der Armbanduhr zurück, um sie mit der Master-Uhr zu synchronisieren. Eine Genauigkeit von +/- 7 Minuten ist möglich. Anders als frühere Sympathique-Uhren muss die Armbanduhr nicht vorbereitet werden.

Die Minutenbahn, inspiriert von der charakteristischen Tambour-Lünette, ersetzt die traditionelle "Louis Vuitton"-Beschriftung durch zwölf Stundenindizes. Zwei dreieckige Zeiger, die aus dem zentralen "Milky Way"-Zifferblatt hervorgehen, zeigen Stunden und Minuten an. Die Uhr ist auf einer Titanbasis befestigt, die mit einer Marketerie aus geblautem Meteorit verziert ist. Ein Kippschloss sichert sie in ihrer festen Halterung. Die Uhr kann in mehreren Ausrichtungen aufgestellt werden – eine Referenz an die verstellbare Präsentation historischer Marine-Chronometer. In ihrer Referenzposition, die einen Marine-Chronometer spiegelt, misst die Uhr 310 mm Breite, 266 mm Tiefe und 260 mm Höhe. Geneigt erreicht sie eine maximale Höhe von 313 mm. Das Dock-Interface – der Schlüssel zur Sympathique-Funktion – ist diskret unter einer gewölbten, gravierten Abdeckung auf der oberen Ebene der Uhr verborgen. Aus Roségold gefertigt, ist die Kuppel mit der Konstellation des Herkules verziert – eine subtile Referenz an das astrologische Zeichen des Louis Vuitton-Gründers.

Um eine der poetischsten Komponenten der Uhr zu realisieren, wandte sich Flageollet an François Schuiten, einen belgischen Illustrator, bekannt für seine imaginativen, spekulativen Welten. Inspiriert von Dioramen des frühen 19. Jahrhunderts schuf Schuiten drei Landschaften mit immersiven Erkundungsszenen: ein Dampfzug, der über ein Viadukt donnert, Heißluftballons über der afrikanischen Savanne, Sherpas, die steile Berge erklimmen. Diese Miniaturwelten umkreisen den Mechanismus und rotieren langsam. Das Ergebnis ist eine sich ständig weiterentwickelnde Traumlandschaft, die suggeriert, dass Zeit nicht linear ist, sondern zyklisch – surreal und erhaben. Jeder Moment des Tages erzählt eine einzigartige Geschichte. Um diese komplexen Illustrationen auf drei separate 5N-Roségold-Ringe zu bringen, engagierte Flageollet die Meistergraveurin Michèle Rothen. Ihre Aufgabe war monumental: über einen Meter handgravierte Oberfläche, jede Linie aus François Schuitens Originalzeichnungen gezogen. Mit traditionellem Grabstichel und Meißel formte Rothen das gesamte Panorama von Hand – Ergebnisse, die den dekorativen Uhren der Spätrenaissance ebenbürtig sind.

Louis Vuitton x De Bethune LVDB-03 GMT Louis Varius WATI11

Louis Vuitton x De Bethune LVDB-03 GMT Louis Varius WATI11

© Louis Vuitton x De Bethune

Tambour trifft De Bethune: LVDB-03 GMT Louis Varius 

Die Armbanduhr ist keine einfache DB25 GMT Starry Varius im Tambour-Gehäuse. Sie ist eine komplett neu konzipierte Kreation, die sowohl De Bethunes DNA als auch Louis Vuittons Designcodes trägt – und dabei eine völlig neue Funktion integriert: die Sympathique-Synchronisation. 

Das 45 mm große Gehäuse aus poliertem Titan ist durch De Bethunes proprietären thermischen Oxidationsprozess gebläut – ein tiefes, vibrierendes Blau, das je nach Lichteinfall lebendig wird. Die Tambour-Lünette trägt die zwölf Buchstaben "Louis Vuitton", sandgestrahlt und einzeln poliert. Die Krone aus Platin zeigt Louis Vuittons ikonische Monogram Flower und kombiniert polierte, sandgestrahlte und satinierte Oberflächen. Die Bandanstöße sind ausgehöhlt, mit lasergestrahlten Innenflächen – ein subtiler texturaler Kontrast, der die architektonische Form der Uhr unterstreicht. Mit 14,05 mm Höhe ist die Uhr erstaunlich flach für die Komplexität, die sie beherbergt. 

Louis Vuitton x De Bethune LVDB-03 GMT Louis Varius WATI11, caliber DB2507LV

Louis Vuitton x De Bethune LVDB-03 GMT Louis Varius WATI11, caliber DB2507LV

© Louis Vuitton x De Bethune

Der Gehäuseboden ist offen und gewährt freien Blick auf das Kaliber DB2507LV, ein Handaufzugsuhrwerk mit fünf Tagen Gangreserve. Mit 404 Komponenten und 40 Steinen vereint es fortschrittliches Engineering mit traditionellem Savoir-faire. Das Uhrwerk zeigt Stunden und Minuten, eine zweite Zeitzone (GMT), eine Tag/Nacht-Anzeige und ein springendes Datum. Reguliert wird es durch eine gebläute Titanunruh, manuell ausbalanciert mit Weißgold-Einsätzen und einer Spirale mit flacher Endkurve. Ein Silizium-Hemmungsrad und De Bethunes proprietäres Triple-Pare-Chute-Stoßdämpfungssystem erhöhen die chronometrische Leistung weiter. Graviert ist der Satz "Louis cruises with Denis" – eine intime Signatur, die die Zusammenarbeit würdigt. Darunter steht die individuelle limitierte Nummer, von 01 of 12 bis 12 of 12. 

Das Zifferblatt ist eine Hommage an De Bethunes charakteristische kosmische Sprache. Eine einzigartige Sternenkarte bildet diskret die Buchstaben "LV", integriert in die Konstellation. Die Sterne sind handgesetzte Weißgold-Pins in mikroperforierten Löchern unterschiedlicher Größe – ein exklusiver, handwerklicher Prozess, entwickelt in der De Bethune-Manufaktur. Feines Blattgold wird von Hand durch einen Dekorationskünstler appliziert. Um das Zifferblatt läuft ein sphärischer Tag-und-Nacht-Indikator, der zwei volle Rotationen alle 24 Stunden vollzieht. Basierend auf De Bethunes patentierter sphärischer Mondphasen-Konstruktion ist der Indikator aus 5N-Roségold (Tag) und flammgeblautem Stahl (Nacht) gefertigt. Polierte Indizes und Tambour-Ziffern verstärken Louis Vuittons Designcodes. Die facettierten Zeiger – besonders anspruchsvoll in der Ausführung – spiegeln die tiefen Blautöne sowohl des Zifferblatts als auch des Gehäuses wider.

Louis Vuitton x De Bethune

Louis Vuitton x De Bethune 

© Louis Vuitton x De Bethune 

Zwei Arten außergewöhnlicher Koffer wurden für das LVDB-03 Louis Varius Project gefertigt. Erstens: Ein Koffer, inspiriert von Louis Vuittons emblematischen Trophy Trunks, entworfen und gefertigt, um die LVDB-03 Sympathique Louis Varius Tischuhr aufzunehmen. Auch für die LVDB-03 GMT Louis Varius Armbanduhren wurde ein dedizierter Titan-High-Watchmaking-Koffer im gleichen Standard gefertigt. In jedem dieser individuellen High-Watchmaking-Koffer ist eine maßgefertigte Leder-Reisetasche enthalten, speziell für die LVDB-03 GMT Louis Varius konzipiert. Die maßgeschneiderten Louis Vuitton-Koffer sind aus poliertem Titan gefertigt – ein Material, das sowohl wegen seiner Seltenheit als auch wegen der technischen Herausforderung gewählt wurde. 

Radikale Exklusivität 

Nur zwei komplette Sets – jeweils bestehend aus einer monumentalen Tischuhr und einer begleitenden Armbanduhr – werden produziert. Dazu kommen zehn weitere Armbanduhren, die separat verkauft werden. Die Armbanduhr allein kostet bereits 375.000 Euro, das komplette Set mit Sympathique-Uhr: 4.000.000 Euro.

Denis Flageollet bringt 23 Jahre De Bethune-Innovation mit, Jean Arnault die Vision eines Hauses, das Reisen zum Teil seiner DNA gemacht hat. François Schuiten liefert die poetische Ebene, Michèle Rothen die handwerkliche Perfektion. Das Ergebnis ist mehr als die Summe seiner Teile. 

Louis Vuitton Louis Vuitton Tambour De Bethune Schweizer Uhren Standuhr

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