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Parmigiani: Mysteriöser Chronograph, eine Platin-Trilogie und neue Toric-Modelle

Viel Platin, feine Handwerkskunst und eine neue Art von Chronograph: Parmigiani nutzt seinen 30. Geburtstag zu einer eindrucksvollen Demonstration seiner Fähigkeiten. Das sind die Neuheiten zur Watches and Wonders 2026.
Parmigiani: Tonda PF Chronographe Mystérieux Stahl Aufmacher

Parmigiani: Tonda PF Chronographe Mystérieux in Edelstahl

© Parmigiani

Die Marke Parmigiani Fleurier wurde 1996 vom Uhrmacher und Restaurateur Michel Parmigiani gegründet und feiert dementsprechend ihren 30. Geburtstag. Zur Watches and Wonders stellen CEO Guido Terreni und sein Team in den Linien Tonda PF und Toric nicht weniger als 8 neue Uhren vor – einen neuartigen Chronographen, zwei Jubiläumstrilogien und einen neuen Roségoldchronographen. 5 dieser 8 Uhren kommen in einem Gehäuse aus Platin.

Parmigiani-Neuheit #1: Tonda PF Chronographe Mystérieux

Parmigiani: Tonda PF Chronographe Mystérieux in Edelstahl

Parmigiani: Tonda PF Chronographe Mystérieux in Edelstahl

© Parmigiani

Parmigiani Fleurier hat sich in den letzten Jahren zu einer Marke entwickelt, die Luxus auf sehr entspannte und klare Weise interpretiert. Dazu gehört auch das Prinzip, die Anzeigen auf dem Zifferblatt so reduziert wie möglich zu präsentieren und Zusatzfunktionen nur dann sichtbar zu machen, wenn sie gerade benutzt werden. Dieses Prinzip erfüllte schon Neuvorstellungen der letzten Jahre wie die Tonda PF GMT Rattrapante oder die Tonda PF Minute Rattrapante. Auch die neue Tonda PF Chronographe Mystérieux funktioniert auf diese Weise. 

Chronograph ohne Totalisatoren

Im Ruhezustand sieht das Zifferblatt des Ein-Drücker-Chronographen aus wie das einer Dreizeigeruhr: Man sieht nur die skelettierten Zeiger für Stunden und Minuten sowie den feinen Sekundenzeiger. Erst bei der Aktivierung des Chronographen über den in die linke Gehäuseflanke integrierten Drücker zwischen 7 und 8 Uhr tritt die Chronographenfunktion in Erscheinung. Die zuvor unsichtbaren Zeiger entkoppeln sich von den Zeigern der Uhrzeit, führen eine Flyback-Sequenz aus und beginnen unmittelbar mit der Messung. Die Anzeige erfolgt dabei nicht über separate Totalisatoren, sondern zentral über das gesamte Zifferblatt. Interessanterweise sind die rhodinierten Chronographenzeiger aus Gold nicht unter, sondern über den Zeigern für die Uhrzeit positioniert. Solange nicht gestoppt wird, sieht man nur sie sowie den rhodinierten Sekundenzeiger aus Stahl. Beim Betätigen des Chronographen springen sie zuerst auf die Null-Position, um dann sofort loszulaufen. Währenddessen kann man die Uhrzeit weiterhin von den roségoldenen Zeigern ablesen. Da der Chronograph nur einen Drücker besitzt, laufen Start, Stopp und Nullstellung zwingend hintereinander ab. Sobald die Nullstellung erfolgt ist, ordnen sich die Chronographenzeiger erneut exakt über den Zeigern der zivilen Zeit an, sodass diese optisch vollständig maskiert werden. Diese Konstruktion erfordert eine präzise Steuerung von Synchronisation, Energiefluss und mechanischem Gedächtnis – insbesondere bei der Rückführung in die Ausgangsposition.

Parmigiani-Tonda-PF-Chronographe-Mysterieux-Kaliber-PF053
PF053: neues Chronographenkaliber für die "mysteriöse" Darstellung © Parmigiani

Kaliber und Gehäuse

Eigens für diese Komplikation hat Parmigiani das Manufakturkaliber PF053 kreiert: ein integrierter Chronograph mit Säulenradsteuerung und 60 Stunden Gangreserve. Das 40-mm-Edelstahlgehäuse ist 13 mm hoch und wie alle Stahluhren der Tonda PF mit einer gerändelten Lünette aus Platin ausgestattet. Das Zifferblatt in der Farbe Mineral Blue ist von Hand mit dem klassischen Gerstenkornmuster (frz. grain d'orge) guillochiert. Die Uhr ist bis 100 Meter wasserdicht und wird an einem integrierten Edelstahlarmband getragen. Der Preis liegt bei 41.700 Euro.

Parmigiani-Neuheit #2: die Jubiläumstrilogie in Platin

Parmigiani-Tonda-PF-Chronographe-Mysterieux-Platin
Im Ruhezustand: Parmigiani Tonda PF Chronographe Mystérieux in Platin © Parmigiani

Zum 30-jährigen Bestehen bündelt Parmigiani Fleurier seine jüngsten Entwicklungen in einer Trilogie von Tonda-PF-Modellen aus 950er Platin. Die drei Uhren – Chronographe Mystérieux, GMT-Rattrapante und Minuten-Rattrapante – sind jeweils auf 30 Exemplare limitiert und folgen einer gemeinsamen konstruktiven und gestalterischen Idee: Komplikationen treten nur bei Bedarf in Erscheinung und verschwinden anschließend wieder zugunsten einer reduzierten Anzeige.

Parmigiani: Tonda PF GMT Rattrapante in Platin

Parmigiani: Tonda PF GMT Rattrapante in Platin

© Parmigiani

Die oben vorgestellte Tonda PF Chronographe Mystérieux kommt, mit derselben Technik, auch in Platin und bildet den ersten Teil der Trilogie. Ihr Preis liegt bei 112.400 Euro. Die zweite Uhr ist die Tonda PF GMT-Rattrapante (102.700 Euro), die erstmals 2022 vorgestellt wurde. Ihr zentrales Merkmal ist eine zweite Zeitzone, die nur bei Bedarf sichtbar wird. Ein zusätzlicher Stundenzeiger bleibt im Ruhezustand verborgen und wird über einen Drücker bei 8 Uhr aktiviert. Nach der Nutzung lässt er sich über den Drücker in der Krone wieder in seine Ausgangsposition zurückführen und verschwindet erneut. 

Parmigiani: Tonda PF Minute Rattrapante in Platin

Parmigiani: Tonda PF Minute Rattrapante in Platin

© Parmigiani

Die dritte Uhr, die Tonda PF Minuten-Rattrapante (105.000 Euro), überträgt dieses Konzept auf die Messung kurzer Zeitspannen. Hier kommen zwei überlagerte Minutenzeiger zum Einsatz: ein Hauptzeiger und ein zusätzlicher Zeiger, der über Drücker bei 8 und 10 Uhr schrittweise verstellt werden kann. Damit lassen sich Zeitintervalle von wenigen Minuten präzise einstellen. Nach der Nutzung kehrt der Zusatzzeiger über einen Drücker in der Krone wieder in seine Ausgangsposition zurück und verschwindet optisch.

Parmigiani-Neuheit #3: Tonda PF Chronograph No Date 40 mm

Parmigiani: Tonda PF Chronograph No Date 40 mm in Roségold

Parmigiani: Tonda PF Chronograph No Date 40 mm in Roségold

© Parmigiani

Die Tonda PF Chronograph No Date 40 mm erweitert die Chronographenlinie von Parmigiani Fleurier um eine datumslose Variante. Im Gegensatz zur zuvor vorgestellten Chronographe Mystérieux steht hier nicht das Prinzip des Verschwindens im Vordergrund, sondern die klassische, klar ablesbare Chronographenanzeige. Das 40 mm große und 12,7 mm hohe Roségoldgehäuse umfasst ein Zifferblatt in der Farbe Mineral Blue, das von Hand mit einem Grain-d’Orge-Muster guillochiert ist. Die feine Struktur reagiert sensibel auf Licht und verändert ihre Wirkung je nach Betrachtungswinkel. Applizierte Indizes und skelettierte Delta-Zeiger aus Roségold greifen die Gestaltung der Tonda-PF-Linie auf und sorgen für eine klare, gleichmäßige Ablesbarkeit. Im Inneren arbeitet das integrierte Manufakturkaliber PF070, ein Hochfrequenz-Chronograph mit 5 Hertz (36.000 A/h). Das von der COSC chronometerzertifizierte Kaliber bietet eine Gangreserve von 65 Stunden. Die Uhr bis 100 Meter wasserdichte Uhr wird an einem integrierten Armband aus Roségold getragen. Der Preis liegt bei 79.000 Euro.

Parmigiani-Neuheit #4: die Toric-Geburtstagskollektion

Die vierte Neuheit bildet eine weitere Jubiläumstrilogie, diesmal innerhalb der Toric-Kollektion, die Parmigiani zum 30-jährigen Bestehen der Marke neu interpretiert. Anders als die sportlich-elegant ausgerichtete Tonda-PF-Linie steht hier klassische Eleganz im Mittelpunkt – mit einem starken Fokus auf Métiers d’Art und Materialität. Gemeinsam ist allen drei Modellen ein zentrales gestalterisches Element: das handgehämmerte Goldzifferblatt. Diese manuelle Technik erzeugt eine bewusst unregelmäßige Oberfläche, die Licht diffus reflektiert und jedem Zifferblatt einen individuellen Charakter verleiht. Ergänzt wird sie durch azurierte Hilfszifferblätter und fein satinierte Minuterien.

Toric Petite Seconde

Parmigiani: Toric Petite Seconde Platinum Anniversaire

Parmigiani: Toric Petite Seconde Platinum Anniversaire

© Parmigiani

Die Toric Petite Seconde ist die puristischste Ausführung der Trilogie. Sie beschränkt sich auf Stunden, Minuten und eine kleine Sekunde, das Platin-Gehäuse misst 40,6 mm im Durchmesser bei einer Höhe von 8,8 mm. Typisch für die Toric ist die doppelte Rändelung von Lünette und Gehäuseboden. Im Inneren arbeitet das Handaufzugskaliber PF780 mit 60 Stunden Gangreserve und Brücken aus Roségold. Die von handuillochierten Oberflächen im Clou-de-Paris-Muster sowie anglierte Kanten unterstreichen den Anspruch, den Parmigiani an sein Niveau der Finissierung stellt. Das Zifferblatt aus Weißgold zeigt sich in der Farbe Morning Blue und trägt das charakteristische Hammerschlag-Finish. Der Preis für die Platinuhr mit kleiner Sekunde liegt bei 84.700 Euro.

Toric Quantième Perpétuel

Parmigiani-Toric-Quantieme-Perpetuel-Rose-Gold-Anniversaire
Parmigiani: Toric Ewiger Kalender in Roségold, Geburtstagsmodell © Parmigiani

Die Toric Ewiger Kalender, für die Parmigiani bei ihrer Einführung 2025 so viel Lob erhalten hat, bildet den 2. Teil der Toric-Geburtstagskollektion. Das Handaufzugskaliber PF733 mit 60 Stunden Gangreserve sorgt für die bekannte reduzierte Darstellung der Kalenderfunktionen, bei der nichts von der aktuellen Uhrzeit ablenkt. Die Hilfszifferblätter stellen Wochentag und Datum bei 4 Uhr, Monat und Schaltjahr bei 8 Uhr dar. Während die Zifferblätter der Toric Ewiger Kalender sich bislang in der feinen Grainé-main-Struktur zeigten, kommt hier eine von Hand gehämmerte Oberfläche zum Vorschein. Als Zifferblattfarbe kommt "Peony" (Pfingstrose) zu Einsatz. Umschlossen wird das Uhrengesicht von einem 40,6 mm großen Gehäuse aus Roségold. Die roségoldene Toric Ewiger Kalender aus der Geburtstagskollektion kostet 127.500 Euro.

Toric Chronographe Rattrapante

Parmigiani: Toric Chronographe-Rattrapante Platinum Anniversaire

Parmigiani: Schleppzeigerchronograph in Platin aus der Toric-Geburtstagskollektion

© Parmigiani

Die technisch anspruchsvollste Ausführung ist die Toric Chronographe Rattrapante (178.300 Euro). Der Schleppzeigerchronograph ermöglicht die Messung zweier gleichzeitig startender Zeitintervalle mit unterschiedlichen Endpunkten. Das integrierte Chronographenkaliber PF361 mit Handaufzug ist auf 5 Hertz (36.000 A/h) getaktet arbeitet und erlaubt damit Messungen bis auf eine Zehntelsekunde. Es verfügt über zwei Säulenräder und eine Gangreserve von 65 Stunden. Das Werk ist teilweise skelettiert und gibt den Blick auf die Chronographenmechanik frei, wobei Brücken aus Roségold und Stahlkomponenten kombiniert werden. Das Platingehäuse ist mit 42,5 mm etwas größer als die der beiden anderen Modelle. Das Zifferblatt aus gehämmertem Weißgold ist in Agave Blue gehalten.

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