Bei Phillips New York schreibt eine F.P. Journe Résonance Auktionsgeschichte
Die New York Watch Auction: XIV von Phillips in Association with Bacs & Russo hat einen neuen Meilenstein gesetzt. Mit einem Gesamtergebnis von 75,8 Millionen US-Dollar (ca. 65,3 Millionen Euro) war die Auktion nicht nur die erfolgreichste Uhrenversteigerung, die jemals in den USA durchgeführt wurde, sondern auch eine Demonstration der ungebrochenen Nachfrage nach außergewöhnlichen Sammlerstücken. Besonders zwei Uhren standen im Mittelpunkt des Geschehens: die F.P. Journe Chronomètre à Résonance Souscription No. 007 und die Patek Philippe Ref. 5004G-020 aus dem Besitz von Eric Clapton.
F.P. Journe schreibt Auktionsgeschichte
Die absolute Sensation der Auktion war die F.P. Journe Chronomètre à Résonance Souscription No. 007. Nach fast neun Minuten Bietergefecht erzielte sie 13,9 Millionen US-Dollar (etwa 12 Millionen Euro) und stellte damit gleich mehrere Rekorde auf. Nie zuvor wurde eine Uhr von F.P. Journe teurer versteigert. Gleichzeitig handelt es sich um den höchsten jemals erzielten Preis für eine Uhr eines unabhängigen Uhrmachers sowie für eine Uhr des 21. Jahrhunderts in einer kommerziellen Auktion.
Die Bedeutung dieses Stücks reicht weit über den Preis hinaus. Die Résonance gilt als eines der technisch faszinierendsten Werke von François-Paul Journe. Das Modell nutzt zwei Unruhen, die durch das physikalische Prinzip der Resonanz miteinander interagieren und so die Ganggenauigkeit verbessern sollen. Die hier versteigerte Souscription-Version gehört zu den ersten 20 Exemplaren überhaupt, die für die Gründungskundschaft der Marke gefertigt wurden. Die Nummer 007 zählt zudem zu lediglich zwei bekannten Exemplaren mit einem Gehäuse aus Platin und Roségold sowie einem roségoldfarbenen Zifferblatt. Frisch aus Privatbesitz und erstmals öffentlich angeboten, vereinte die Uhr Seltenheit, technische Bedeutung und historische Relevanz in außergewöhnlicher Weise.
Die frühe Souscription-Résonance erzielte 13,9 Millionen US-Dollar und stellte mehrere Auktionsrekorde auf.
Phillips New YorkEric Claptons Patek Philippe erzielt Weltrekord
Für den zweithöchsten Zuschlag der Auktion sorgte eine Patek Philippe Ref. 5004G-020, die ursprünglich für Musiklegende Eric Clapton angefertigt wurde. Die Uhr erzielte 5,2 Millionen US-Dollar (etwa 4,5 Millionen Euro) und übertraf damit ihre untere Schätzung von 700.000 US-Dollar (etwa 603.000 Euro) um ein Vielfaches. Gleichzeitig markiert das Ergebnis einen neuen Auktionsrekord für die Referenz 5004.
Die Referenz 5004 besitzt innerhalb der modernen Patek-Philippe-Geschichte einen besonderen Stellenwert. Sie war die erste serienmäßig produzierte Armbanduhr der Genfer Manufaktur, die einen Ewigen Kalender mit einem Schleppzeiger-Chronographen kombinierte. Das nun versteigerte Exemplar hebt sich zusätzlich durch zahlreiche Besonderheiten ab. Das Weißgoldgehäuse wird mit einem rosafarbenen Zifferblatt kombiniert, hinzu kommen eine Tachymeterskala und eine applizierte Breguet-Ziffer bei 12 Uhr. Phillips bezeichnete die Uhr als möglicherweise einzigartig; öffentlich war diese Konfiguration bislang nicht bekannt. Gemeinsam mit der prominenten Provenienz machte genau diese Kombination das Modell zu einem der begehrtesten Lose der Saison.
Diese einzigartige Patek Philippe aus dem Besitz von Eric Clapton wurde für 5,2 Millionen US-Dollar versteigert.
Phillips New YorkEin Signal für den Spitzenmarkt
Die Rekordpreise für F.P. Journe und Patek Philippe zeigen, wohin sich der Markt für Spitzenstücke entwickelt. Sammler suchen zunehmend nach Uhren, die nicht nur selten sind, sondern auch eine außergewöhnliche Geschichte erzählen. Während die Journe als Meilenstein der unabhängigen Uhrmacherei gilt, verbindet die Patek Philippe technische Komplexität mit prominenter Provenienz.
Die zehn teuersten Lose der New York Watch Auction XIV zeigen eindrucksvoll die Dominanz von F.P. Journe und Patek Philippe – angeführt von der Résonance Souscription No. 007 für 13,9 Millionen US-Dollar, also etwa 12 Millionen Euro.
Phillips New YorkDass Phillips innerhalb einer einzigen Saison in Genf, Hongkong und New York gleich drei Uhren für jeweils mehr als zehn Millionen US-Dollar (etwa acht Millionen Euro) versteigern konnte, unterstreicht die Stärke des internationalen Sammlermarktes. Die Ergebnisse der New York Watch Auction: XIV dürften daher noch lange als Referenz für die Bewertung außergewöhnlicher Zeitmesser dienen.