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Lesedauer 4 Min.

Armin Strom: Minute Repeater Resonance 12:59 First Edition

Armin Strom kombiniert Minutenrepetition und Resonanz erstmals in einer neu konstruierten Architektur. Die Minute Repeater Resonance 12:59 First Edition erweitert das Schlagwerk um vier Hämmer und bietet zwei unterschiedliche Schlagmodi – darunter die maximal mögliche Sequenz auf Abruf.
Armin Strom: Minute Repeater Resonance 12:59 First Edition

Armin Strom: Minute Repeater Resonance 12:59 First Edition

© Armin Strom

Mit der Minute Repeater Resonance 12:59 First Edition stellt Armin Strom zur Watches and Wonders 2026 eine seiner bislang komplexesten Konstruktionen vor. Die Neuheit kombiniert zwei anspruchsvolle Prinzipien der Uhrmacherei – Minutenrepetition und Resonanz – in einer vollständig neu entwickelten Architektur und erweitert das Konzept um zusätzliche Funktionen.

Minutenrepetition mit erweitertem Klangspektrum

Im Zentrum steht ein neu konzipiertes Schlagwerk, das gegenüber klassischen Minutenrepetitionen erweitert wurde. Statt der üblichen zwei Hämmer und Tonfedern arbeitet die Uhr mit vier Hämmern und vier Tonfedern, die eine vollständige Westminster-Melodie erzeugen. Diese Konstruktion ermöglicht eine differenziertere akustische Wiedergabe, stellt jedoch gleichzeitig höhere Anforderungen an die Abstimmung aller Komponenten. Insbesondere die Integration in ein vergleichsweise flaches Werk verlangt eine präzise Koordination von Energiefluss und Mechanik. Der sichtbare Fliehkraftregler auf der Zifferblattseite übernimmt die Steuerung der Schlagfolge und sorgt für eine gleichmäßige Abspielgeschwindigkeit. Gleichzeitig fungiert er als dynamisches Element innerhalb der offenen Konstruktion.

Armin Strom: Minute Repeater Resonance 12:59 First Edition

Limitiert auf 25 Stück: Armin Strom Minute Repeater Resonance 12:59 First Edition

© Armin Strom

Zwei Schlagmodi: klassische Repetition und 12:59-Funktion

Eine zentrale Neuerung ist die Integration von zwei unterschiedlichen Schlagmodi. Im Standardmodus gibt die Uhr die aktuell angezeigte Zeit wieder. Zusätzlich kann jedoch eine sogenannte „12:59 Anytime“-Sequenz ausgelöst werden. Dabei handelt es sich um die längste mögliche Schlagfolge des Mechanismus – bestehend aus 12 Stunden, drei Viertelstunden und 14 Minuten. Die Umschaltung zwischen beiden Modi erfolgt über ein Säulenrad, das für präzise und zuverlässige Funktionswechsel sorgt. Die gewählte Einstellung wird über eine dezente Anzeige (weiß/rot) visualisiert, während die Aktivierung des Schlagwerks über einen Schieber bei 9 Uhr erfolgt.

Resonanzsystem mit zwei Regulierorganen

Parallel zum Schlagwerk arbeitet das neue Manufakturkaliber ARR25 mit einem Resonanzsystem, das zwei vollständig unabhängige Reguliersysteme umfasst. Jedes dieser Systeme verfügt über ein eigenes Federhaus, Räderwerk, Hemmung und eine eigene Unruh. Über eine patentierte Resonanzkupplung werden beide Einheiten synchronisiert, sodass sie in stabiler Wechselwirkung zueinander schwingen. Die Kombination von Resonanz und Minutenrepetition stellt eine besondere konstruktive Herausforderung dar, da beide Systeme unterschiedliche Anforderungen an Energie und Stabilität stellen. Ziel ist es, die Synchronität der Unruhen auch während der Aktivierung des Schlagwerks aufrechtzuerhalten.

Armin Strom: Kaliber ARR25 Vorderseite

Die Vorderseite des Manufakturkalibers ARR25 mit Hämmern und Fliehkraftregler bei 12 Uhr

© Armin Strom

Kaliber ARR25: Konstruktion und Leistung

Das Handaufzugskaliber ARR25 besteht aus 506 Komponenten und arbeitet mit einer Frequenz von 3,5 Hertz (25.200 Halbschwingungen pro Stunde). Die Gangreserve beträgt rund 40 Stunden. Mit einer Bauhöhe von 6,53 Millimetern bleibt das Werk vergleichsweise flach, insbesondere im Hinblick auf die integrierten Funktionen. Die Resonanzkupplung wurde gegenüber früheren Modellen neu positioniert und stärker ins Zentrum der visuellen Wahrnehmung gerückt.

Armin Strom: Rückansicht des Kalibers ARR25. Oben sieht man den Mechanismus, unten die beiden Federhäuser.

Armin Strom: Rückansicht des Kalibers ARR25. Oben sieht man den Mechanismus, unten die beiden Federhäuser.

© Armin Strom

Gestaltung und Gehäuse

Das Gehäuse besteht aus Titan und misst 42 mm im Durchmesser bei einer Höhe von 11,7 mm. Die Gestaltung folgt der für Armin Strom typischen offenen Architektur. Auf der Zifferblattseite sind die zentralen Elemente sichtbar angeordnet: Resonanzsystem, Hämmer, Tonfedern und Fliehkraftregler. Trotz dieser Komplexität bleibt die Anzeige von Stunden und Minuten zentriert und klassisch aufgebaut. Das Zifferblatt aus Titan ist anthrazitfarben gehalten und dient als ruhiger Hintergrund für die mechanischen Komponenten. Die Linienführung ist weich und fließend gehalten, um die Vielzahl an Elementen optisch zu strukturieren.

Armin Strom: Minute Repeater Resonance 12:59 Schieber

Mit dem Schieber am Gehäuserand wir die Minutenrepetition ausgelöst.

© Armin Strom

Finissierung

Wie bei Armin Strom üblich, wird jedes Bauteil von Hand finissiert. Polierte und mattierte Oberflächen wechseln sich ab und erzeugen Kontraste zwischen den einzelnen Komponenten. Hämmer, Tonfedern und Resonanzkupplung sind spiegelpoliert, während Grundplatine und Brücken überwiegend mattiert sind. Auf der Rückseite ergänzen klassische Veredelungstechniken wie Genfer Streifen, Kreis- und Längsschliffe das Gesamtbild.

Limitierung und Preis

Die Minute Repeater Resonance 12:59 First Edition ist auf 25 Exemplare limitiert und wird an einem matten Alligatorlederband mit Dornschließe aus Titan getragen. Der Preis beträgt 390.000 Schweizer Franken.

Armin Strom Luxusuhren Schweizer Uhren Uhren über 50.000 Euro Manufakturkaliber Titan Uhr

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