Neun Uhren zum 50. Geburtstag: Raymond Weil lässt 1977 wiederaufleben
2026 feiert Raymond Weil sein 50-jähriges Bestehen – und blickt dafür ziemlich weit an die eigenen Anfänge zurück. Mit der neuen Toccata Heritage greift die Genfer Uhrenmarke einen Entwurf aus dem Jahr 1977 auf, also aus dem zweiten Jahr ihrer Geschichte. Statt einer möglichst originalgetreuen Neuauflage entsteht daraus eine Kollektion aus neun Varianten, die historische Proportionen mit zeitgemäßer Verarbeitung verbinden soll.
Dass ausgerechnet eine Damenuhr für das Jubiläum ausgewählt wurde, begründet Raymond Weil auch mit der eigenen Unternehmensgeschichte. Uhren für Frauen stehen nach Angaben der Marke heute für fast 40 Prozent ihres Umsatzes. Die Toccata Heritage soll deshalb zugleich eine Hommage an die Frauen sein, die Raymond Weil während der vergangenen fünf Jahrzehnte begleitet und geprägt haben.
27,8 Millimeter und ein Design mit deutlichem Vintage-Einschlag
Die Grundform orientiert sich am historischen Vorbild von 1977. Das runde Edelstahlgehäuse misst lediglich 27,8 Millimeter im Durchmesser und 7,45 Millimeter in der Höhe. Die sanft geschwungene Lünette und die doppelte Godronierung des Gehäuses geben der Uhr einen bewusst schmuckartigen Charakter. Einige der neun Ausführungen verstärken diesen Eindruck mit einer diamantbesetzten Lünette.
Diamantbesetzte Lünetten verleihen ausgewählten Varianten der Toccata Heritage einen schmuckartigen Charakter.
Raymond WeilBesonders charakteristisch ist das sogenannte Glass-Box-Saphirglas. Durch seine gewölbte Konstruktion entsteht zusätzliche optische Tiefe, die an Plexiglas-Uhren vergangener Jahrzehnte erinnert. Anders als beim historischen Vorbild verwendet Raymond Weil jedoch modernes Saphirglas mit einer Antireflexbeschichtung auf der Innenseite.
Auch die Krone setzt einen kleinen Farbakzent: Sie trägt einen tiefblau lackierten Cabochon, der bei entsprechenden Versionen die Farbe der gebläuten Dauphinezeiger aufgreift. Die römischen Ziffern wurden für die Neuauflage neu gestaltet, während die Minuterie an den äußeren Rand des Zifferblatts gewandert ist.
Vier Zifferblätter und neun Varianten
Insgesamt stehen vier unterschiedliche Zifferblattgestaltungen zur Wahl. Dazu gehören eine silberfarbene opaline Variante mit leicht strukturierter Oberfläche, ein hochglänzend lackiertes Zifferblatt mit spiegelnder Wirkung, Perlmutt sowie eine silberfarbene Version mit Sonnenschliff.
Die Toccata Heritage erscheint in neun Varianten mit unterschiedlichen Zifferblättern, Bändern und PVD-Finishes.
Raymond WeilJe nach Referenz kombiniert Raymond Weil diese mit polierten Stabindizes und Dauphinezeigern. Bei der hochglänzenden Ausführung werden Zeiger und Stundenmarkierungen dagegen sandgestrahlt, um den Kontrast und damit die Ablesbarkeit zu erhöhen. Einige Ausführungen erhalten zudem schwarze Superluminova mit grüner Leuchtwirkung.
Neben klassischem Edelstahl gibt es Gehäuse mit Roségold- oder Gelbgold-PVD-Beschichtung. Getragen werden die Uhren entweder an einem Kalbslederband mit Eidechsenprägung oder an einem Metallband. Damit reicht die Kollektion von vergleichsweise zurückhaltenden Stahlmodellen bis zu stärker schmuckorientierten Varianten mit Diamanten und goldfarbenen Oberflächen.
Quarz statt Mechanik
Bei der Toccata Heritage konzentriert sich Raymond Weil auf Gestaltung und unkomplizierte Alltagstauglichkeit: Im Inneren arbeitet ein Swiss-Made-Quarzwerk, das Stunden und Minuten anzeigt. Auf eine Sekundenanzeige verzichtet die Kollektion.
Der geschlossene Gehäuseboden wird aufgedrückt, die Wasserdichtigkeit beträgt drei bar beziehungsweise 30 Meter. Gerade angesichts des Jubiläums wäre ein mechanisches Werk zwar die uhrmacherisch ambitioniertere Lösung gewesen. Andererseits bleiben die Neuheiten dadurch mit 7,45 Millimetern sehr flach und entsprechen dem unkomplizierten Charakter einer klassischen, kleinen Dresswatch.