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Genialer Coup oder Enttäuschung: Was Sammler und Branchenkenner von Swatch × Audemars Piguet halten

Zwischen Begeisterung, Skepsis langjähriger Sammler und strategischen Einschätzungen von Branchenbeobachtern zeigt sich ein bemerkenswert differenziertes Bild.
Swatch x Audemars Piguet, Taschenuhr mit Handaufzugswerk
© Swatch x Audemars Piguet

Kaum eine Kooperation hat die Uhrenwelt in den vergangenen Jahren so nachhaltig beschäftigt wie die von Swatch und traditionsreicher Luxusuhrenmarken. Seit der MoonSwatch ist klar: Kollaborationen können weit mehr sein als kurzfristige Marketingaktionen. Sie beeinflussen Wahrnehmung, Begehrlichkeit und mitunter sogar den Zugang zu Luxus selbst. Mit der neuen Zusammenarbeit zwischen Swatch und Audemars Piguet erreicht diese Diskussion nun eine neue Stufe. Denn anders als viele frühere Partner steht Audemars Piguet für eine besonders elitäre Welt. Geringe Stückzahlen, hohe Einstiegspreise und eine Markenidentität, die stark auf Exklusivität basiert, machen das Unternehmen aus. Entsprechend emotional fallen die Reaktionen aus. Zwischen Begeisterung, Skepsis langjähriger Sammler und strategischen Einschätzungen von Branchenbeobachtern zeigt sich ein bemerkenswert differenziertes Bild.

Swatch x Audemars Piguet, Taschenuhr mit Handaufzugswerk

Royal Pop

© Swatch x Audemars Piguet
„Wenn man sich anschaut, was bei der MoonSwatch passiert ist, haben solche Kooperationen das Interesse am Original eher gesteigert als geschwächt. Die Verkäufe der Speedmaster sind nach dem Launch spürbar gestiegen – und ich würde hier etwas Ähnliches erwarten: Eine Swatch ersetzt keine Royal Oak. Wenn überhaupt, schafft sie eher zukünftige Käufer für die echte Royal Oak.“
Joshua Ganjei, CEO European Watch Company
„Als Accessoire – gerade für Frauen – finde ich die Uhr eigentlich ziemlich cool. Ich glaube nicht, dass sie riesige Stückzahlen erreicht, aber genau das könnte ihren Charme ausmachen. So ein bisschen speziell, modisch und eher etwas für Leute, die Lust auf etwas anderes haben.“
Andreas W., Sammler aus Düsseldorf

„Die neue Kollaboration zwischen Audemars Piguet und Swatch macht einfach Spaß. Der ganze Bag-Charms- und Collectible-Hype ist wieder in der Uhrenwelt angekommen – und ehrlich gesagt liebe ich genau das daran. Es erinnert mich an den Hype um Sammelstücke zu meinen Teenagerzeiten: diese kleinen Dinge, die plötzlich jeder wollte, weil sie Persönlichkeit hatten und Gespräche ausgelöst haben. Ich finde es schön, dass Uhren weiterhin Teil dieser Collectible-Kultur sein können – vor allem bei einem zugänglicheren Preisniveau. Ich bin gespannt, wie sich das Ganze entwickelt. Anstehen vor dem Store werde ich nicht, tragen würde ich sie. Ich werde in ein paar Wochen mal mein Glück versuchen. Mein Favorit: das weiße Modell mit den bunten Schrauben.“

Daniela Pusch, Unit and Editorial Director WatchTime Germany
Swatch x Audemars Piguet, Taschenuhr mit Handaufzugswerk

Royal Pop

© Swatch x Audemars Piguet
„Für mich steigert eine solche Kooperation die Begehrlichkeit der Marke eher nicht. Im Gegenteil – ein Stück weit nimmt sie ihr vielleicht sogar etwas von dem Besonderen, das ich ursprünglich damit verbinde.“
Leo S., Sammler aus München
„Die Swatch-Kollaboration übersetzt das ursprüngliche Prinzip der Royal Oak in eine neue Generation von Konsumcodes. Weniger Ehrfurcht, mehr Lockerheit, extrovertiertes Auftreten und spielerische Gestaltung. Weniger Safe, mehr Straße. Vielleicht liegt genau darin die größte Stärke dieser Kooperation. Sie nimmt die Uhr ernst genug, um ihre Geschichte zu respektieren, aber nicht so ernst, dass man keinen Spaß mehr mit ihr haben dürfte. Und während andere Luxusmarken weiterhin versuchen, künstlich Distanz aufzubauen, akzeptiert Swatch etwas, das die Modewelt längst verstanden hat: Menschen wollen Objekte heute nicht nur besitzen, sondern sichtbar in ihren Alltag integrieren. Möglichst kreativ, möglichst individuell und auch unkompliziert.“
Johannes Beer, Junior Editor WatchTime Germany
„Was die Kooperation zwischen Swatch und Audemars Piguet besonders spannend macht, ist nicht nur ihre Zugänglichkeit, sondern vor allem ihre kulturelle Positionierung. Durch die Neuinterpretation als Taschenuhr bewegt sich das Produkt über klassische Codes der Uhrmacherei hinaus und wird eher zum sammelbaren Accessoire – etwas, das individuell getragen, inszeniert und auf persönliche Weise genutzt werden kann. In einer Zeit, in der Trends wie Taschenanhänger oder Individualisierung das Konsumverhalten prägen, wirkt dieser Ansatz bemerkenswert zeitgemäß. Gleichzeitig ermöglicht er es einer Marke, deren durchschnittliches Preisniveau sonst bei rund 50.000 Pfund liegt, eine deutlich breitere Zielgruppe anzusprechen, Aufmerksamkeit zu erzeugen und langfristige Begehrlichkeit aufzubauen – ohne den eigentlichen Kern der Marke zu verwässern.“
Beth Hannaway, Director of Buying, Fine Jewellery & Watches bei Harrods
Swatch x Audemars Piguet, Taschenuhr mit Handaufzugswerk

Royal Pop

© Swatch x Audemars Piguet

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Swatch Group Swatch Sistem51 Swatch Audemars Piguet Audemars Piguet Royal Oak Taschenuhr

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