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Lesedauer 3 Min.

Stabilität auf dem Zweitmarkt: Luxusuhren behaupten ihren Wert in 2024

Luxusuhren-Zweitmarkt 2024: Preise stabil – Breitling mit starkem Plus, Rolex & Co. erholen sich leicht, doch Experten sehen noch keine Trendwende.
Breitling Navitimer Kollektion
© Breitling

Eine aktuelle Analyse von Chrono24, dem weltweit führenden Online-Marktplatz für Luxusuhren, zeigt: Die Preise für exklusive Zeitmesser zeigten sich im Jahr 2024 wieder stabil. Der einzigartige ChronoPulse-Uhrenindex des Unternehmens, der auf realen Transaktionsdaten basiert, verzeichnete einen minimalen Anstieg von 0,35 Prozent. Nach einem Tiefpunkt im Oktober setzte eine sanfte Erholung ein, die das zweite Halbjahr mit einem Plus von 1,18 Prozent abschließt.

Breitling als Spitzenreiter: Positive Wertentwicklung bei acht Luxusmarken

Der jüngste Anstieg markiert die stärkste positive Entwicklung über mehrere Wochen seit dem Allzeithoch im Frühjahr 2022. Seit diesem Höchststand hatten die Zweitmarktpreise für Luxusuhren zwischen April 2022 und Oktober 2024 einen Rückgang von 25 Prozent hinnehmen müssen. Während das erste Halbjahr 2024 mit einem leichten Minus von 0,83 Prozent endete, zeigt die zweite Jahreshälfte eine spürbare Stabilisierung.

Unter den 13 im ChronoPulse-Index gelisteten Luxusmarken gab es signifikante Verschiebungen. Im ersten Halbjahr konnten nur Jaeger-LeCoultre (+1,51 Prozent) und Cartier (+8,47 Prozent) Wertzuwächse verbuchen. In der zweiten Jahreshälfte jedoch zeigten sich bei acht Marken positive Entwicklungen.

Allen voran brillierte Breitling, dessen Modelle im Schnitt um 8 Prozent zulegten – eine beachtliche Erholung. Auf den weiteren Plätzen folgten TAG Heuer (+4,52 Prozent) und Hublot (+3,61 Prozent). Auch Zeitmesser von Panerai (+3,06 Prozent), Omega (+2,15 Prozent), Jaeger-LeCoultre (+1,87 Prozent), Rolex (+1,34 Prozent) und Cartier (+1,01 Prozent) verteuerten sich.

Auf der anderen Seite mussten einige prestigeträchtige Marken leichte Rückgänge hinnehmen: Patek Philippe (-0,09 Prozent), Audemars Piguet (-1,29 Prozent), Tudor (-2,53 Prozent), Vacheron Constantin (-3,26 Prozent) und IWC (-3,89 Prozent) verloren an Wert.

Kein klarer Aufwärtstrend in Sicht

Obwohl sich der Markt für Luxusuhren im zweiten Halbjahr 2024 leicht erholen konnte, sieht Chrono24-Experte Balazs Ferenczi (Head of Content bei Chrono24) noch keine klare Trendwende:

“Im zweiten Halbjahr 2024 kam es am Sekundärmarkt für Luxusuhren zumindest zu einem kleinen Preisanstieg. Nun von einer Trendwende zu sprechen, wäre jedoch verfrüht. Der leichte Preisanstieg im zweiten Halbjahr 2024 lässt sich vor allem auf externe Faktoren zurückführen: So hat etwa der jüngste Krypto-Boom nach der US-Präsidentschaftswahl die Nachfrage nach Luxusuhren vorübergehend angeheizt. Schon in der Vergangenheit zeigte sich, dass ein starker Krypto-Markt die Nachfrage nach Luxusuhren erheblich steigern kann."

Die nächsten Monate werden zeigen, ob sich der Markt nachhaltig stabilisiert – oder ob Luxusuhren-Kenner weiterhin mit Preisschwankungen rechnen müssen.

Luxusuhren Automatikuhren

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