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5 Fakten zum Thema Zifferblatt

Arnold & Son: Luna Magna Platinum Meteorite
© Arnold & Son
Es ist das Gesicht der Uhr: Das Zifferblatt dient sowohl der Darstellung der Zeit als auch dem Anzeigen verschiedener Zusatzfunktionen. Mit seinem Material, der Farbe und der Gestaltung bestimmt es ganz entscheidend den Charakter der Uhr. Manche Zifferblätter sind sehr ruhig, andere bieten ungewöhnliche Strukturen, changierende Farben, aufwendige Emailkunst oder außergewöhnliche Materialien.

Fakt #1 zum Thema Zifferblatt: Materialien

Typische Materialien, aus denen hochwertige Zifferblätter gefertigt werden, sind Messing, Neusilber, Bronze, Kupfer, Gold, Silber, Platin und Perlmutt. Es gibt aber auch ungewöhnliche Materialien, sogar außerirdische! Beliebt sind in den letzten Jahren Zifferblätter aus Meteoritengestein. Man findet sie u.a. bei so unterschiedlichen Herstellern wie Rolex, De Bethune, Omega, Hermès oder Piaget. Aktuell hat Arnold & Son für seine Luna Magna Platinum Meteoriten mit dem mineralischen Schmuckstein Opal vereint, und nicht nur das: Der Meteorit wird zusätzlich sandfarben PVD-beschichtet und der Opal mit Leuchtmasse belegt. Somit wirken das Hauptzifferblatt und die dunkle Seite des Mondes eleganter als natürlich gefärbte Meteoriten, und das kleine Zifferblatt für die Zeitanzeige sowie die helle Seite des Mondes leuchten im Dunkeln. Eine besondere handwerkliche Leistung ist auch die dreidimensionale Verarbeitung des Meteoriten zur Herstellung der Mondkugel. Einen eigenen Artikel zum Thema Meteoritenzifferblätter finden Sie hier.

Fakt #2 zum Thema Zifferblatt: Strukturen

Speake-Marin: Ripples Blue Jeans © Speake-Marin
Eine aufwendige Art, einzigartige Zifferblätter zu gestalten, ist es, sie mit bestimmten Strukturen auszustatten. Dazu ist großes handwerkliches Können und viel Erfahrung vonnöten. Bei der Ripples von Speake-Marin sieht es fast so aus, als haben sich Genfer Streifen vom Werk aufs Zifferblatt verirrt. Doch die Wirklichkeit ist noch einmal um einiges dreidimensionaler: Breite, längs geschliffene Bahnen steigen zu schmalen, deutlich erhöhten Rändern hin an und erinnern so an Meereswellen. Die Kunstfertigkeit in der Zifferblattgestaltung wird vor allem dort deutlich, wo die langen Stundenindexe die erhabenen "Wellenkämme" durchbrechen. Ein weiteres Highlight ist die dezentral platzierte kleine Sekunde: Sie liegt weit außen und fügt sich somit harmonisch in die Stundeneinteilung ein. Mehr über Struktur-Zifferblätter finden Sie hier.

Fakt #3 zum Thema Zifferblatt: Das Hilfszifferblatt

Audemars Piguet: Royal Oak Chronograph Automatik © Audemars Piguet
Hilfszifferblätter nennt man die kleineren, ins Hauptzifferblatt integrierten Unterzifferblätter. Am häufigsten genutzt werden sie für die kleine Sekunde, bei Chronographen außerdem für den (meist 12-) Stunden- und (meist 30-) Minuten-Totalisator.

Fakt #4 zum Thema Zifferblatt: Das größte Zifferblatt der Welt

Größtes Zifferblatt der Welt: Mecca Royal Clock Tower © PR
Das Zifferblatt mit den weltweit gigantischsten Ausmaßen hat die riesige Turmuhr des Mecca Royal Clock Tower Hotels in Mekka, Saudi-Arabien. Der Durchmesser beträgt 43 Meter, Stunden- und Minutenzeiger sind 17 bzw. 22 Meter lang, jede Ziffer rund sieben Meter groß, denn die auf 426 Metern Höhe angebrachte Uhr muss von unten gut ablesbar sein. Gebaut wurde die mit Solarstrom betriebene Uhr vom deutschen Unternehmen Perrot aus Calw im Schwarzwald.

Fakt #5 zum Thema Zifferblatt: Zifferblatt mit Weltkarte

Patek Philippe: Referenz 5531G in Weißgold, Minutenrepetition mit Weltzeit, 640.850 Euro © Patek Philippe
Weltkarten auf dem Zifferblatt haben Tradition – vor allem bei Weltzeituhren. Sie sind ein beliebtes Motiv bei historischen, aber auch aktuellen Uhren wie der 2023 lancierten Patek Philippe Weltzeituhr mit Minutenrepetition Referenz 5531G-001 in Weißgold (640.854 Euro), bei der das Zifferblattzentrum mit einem Motiv (Genfer See mit Dampfschiff) in Grand-Feu-Cloisonné-Email ausgeführt ist. Texte: Rüdiger Bucher und Alexander Krupp

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