Produkt: Download Chronos: Omega Seamaster Diver 300m im Test
Download Chronos: Omega Seamaster Diver 300m im Test
Die Chronos-Redaktion testet die brandneue Omega Seamaster Diver 300m aus Keramik und Titan.

Lieblingsuhr: Rennfahrer Martin Tomczyk

Der BMW-Rennpilot gönnte sich als Belohnung für seinen ersten DTM-Erfolg eine Panerai Luminor Marina

Automobilrennsport und Zeitmessung verbindet seit jeher eine Wahlverwandtschaft. Seit den 1960er-Jahren stoppten Uhrenmarken die Zeiten bei Autorennen und brachten Chronographen heraus, die dem Motorsport gewidmet waren. Beispiele sind die TAG-Heuer-Modelle Autavia, Carrera und Monaco sowie der Rolex Cosmograph Daytona. Seit Ende der 1960er-Jahre statteten die Hersteller Autorennfahrer mit Uhren aus. Manchmal kaufen sich Rennpiloten ihre Zeitmesser auch selbst, etwa um sich für Siege zu belohnen. So war es bei Martin Tomczyk, dem Gesamtsieger der Deutschen Tourenwagen-Masters von 2011, der seit 2012 für das BMW-Motorsport-Team im Einsatz ist. Als er 2006 auf dem Circuit de Catalunya seinen ersten Sieg in der deutschen Motorsportserie erzielte, gönnte er sich zur Belohnung eine Panerai Luminor Marina (PAM 111).

Seit 2012 gehört Martin Tomczyk, DTM-Champion von 2011, dem BWM-Team an. Eine Panerai Luminor Marina gönnte er sich zu seinem ersten DTM-Erfolg im Jahr 2006.
Seit 2012 gehört Martin Tomczyk, DTM-Champion von 2011, dem BWM-Team an. Eine Panerai Luminor Marina gönnte er sich zu seinem ersten DTM-Erfolg im Jahr 2006. (Bild: BMW/Andreas Beil)

“Sie war meine erste mechanische Uhr”, verrät der 37-Jährige. 2Mit ihr erwachte meine Leidenschaft für Zeitmesser. Die Panerai Luminor bleibt daher immer etwas Besonderes für mich.” Als der Rosenheimer im Februar die Verleihung der Goldenen Unruh besuchte, trug er diese Uhr.

Anzeige

Die PAM 111 ist kein Chronograph und hat auch keine Verbindung mit dem Motorsport. Sie kommt aus der Tradition der Marine-Taucheruhren, für die der italienische Hersteller seit den 1930er-Jahren bekannt ist, als Panerai die Kampfschwimmer-Einheit Gamma ausstattete. Den Beinamen Luminor verdankt die Uhr dem Leuchtstoff, der dafür sorgt, dass die Uhr in der dunklen Tiefe des Meeres ablesbar ist. Unverkennbare Design-Merkmale sind das 44 Millimeter große Edelstahlgehäuse in Kissenform, der stählerne Halbmondbügel zum Schutz der Krone und die kleine Sekunde bei der Neun. Angetrieben wird die PAM 111 vom Panerai-Handaufzugskaliber OP XI mit 56 Stunden Gangreserve und amagnetischer Glucydur-Unruh. Ihr Design ist puristisch. “Minimalismus, zeitlose Eleganz und gute Ablesbarkeit sind Merkmale, die eine Uhr für mich attraktiv machen”, sagt der hochgewachsene Oberbayer. Typische Motorsportuhren – also Chronographen mit Tachymeterlünette – schätzt er für ihre Finesse und ihr Design. Im Cockpit verlässt er sich aber lieber auf die eingebauten Instrumente.

Die Panerai Luminor Marina (PAM 111): Unverkennbare Merkmale sind das 44 Millimeter große Edelstahlgehäuse und der Halbmondbügel zum Schutz der Krone.
Die Panerai Luminor Marina (PAM 111): Unverkennbare Merkmale sind das 44 Millimeter große Edelstahlgehäuse und der Halbmondbügel zum Schutz der Krone.

Die Freude an der Panerai Marina Luminor bewog Martin Tomczyk dazu, sich jedes Jahr eine weitere Uhr zuzulegen. Er besitzt heute Modelle von Rolex, IWC, Breitling, Hublot und Baume & Mercier. Auch seiner Frau, der Schweizer Rennfahrerin und TV-Moderatorin Christina Surer, schenkt er hin und wieder so ein mechanisches Schmuckstück fürs Handgelenk. “Zum Glück habe ich bisher noch immer ihren Geschmack getroffen”, stellt er erleichtert fest.
Bei der Wahl eines Zeitmessers zählt für Tomczyk vor allem das ästhetische Erscheinungsbild. “Eine Uhr muss mich optisch ansprechen und zu mir passen. Ich kaufe Uhren, weil sie mir gefallen und weil ich sie tragen möchte, nicht, um sie nur im Safe aufzubewahren.” Traditionsbewusst kauft er seine Uhren am liebsten beim Juwelier. Händler seines Vertrauens ist der Regensburger Juwelier Mühlbacher. “Eine Uhr hat einen Wert. Es ist mir daher wichtig, sie in Ruhe anzuprobieren und vom Service des Juweliers zu profitieren.”

Martin Tomczyk mit seinem Rennwagen, dem neuen BMW M8 GTE, fotografiert auf der Teststrecke im südfranzösischen Le Castellet.
Martin Tomczyk mit seinem Rennwagen, dem neuen BMW M8 GTE, fotografiert auf der Teststrecke im südfranzösischen Le Castellet. (Bild: BMW/Andreas Beil)

Mechanische Uhren und Rennwagen hätten viel gemeinsam, stellt Tomczyk fest. “Beide sind hochtechnische Produkte. Wie ein Uhrwerk wird das Fahrwerk eines Rennwagens feinreguliert. Die Dämpferverstellungen eines Boliden sind dabei oft nicht größer als die Krone einer Uhr.” An der Entwicklung seines Rennwagens – des BMW M8 GTE – wirkte er persönlich mit. “Ein Rennwagen wird am Computer entwickelt. Der Fahrer testet das Fahrzeug dann mit den Ingenieuren auf der Strecke.” Dabei prüft er zum Beispiel, wie sich das Fahrzeug aerodynamisch verhält. “Wenn ich in eine schnelle Kurve einfahre, bleibt die Aerodynamik dann über die ganze Kurve hinweg konstant oder reißt sie ab, und ich habe Probleme, das Auto stabil zu halten? Verbraucht der Wagen die Reifen zu schnell? Oder kann ich das Setup ändern, so dass ich über einen längeren Zeitraum bessere Runden fahren kann?”
Martin Tomczyk tritt für BMW in der Gran-Turismo-Klasse (GT) an. Immer wieder aufs Neue begeistert ihn die spezielle Atmosphäre an historisch bedeutenden Rennstrecken. 2019 nahm er am 12-Stunden-Rennen von Bathurst in Australien teil, es folgte in Florida das 1.000-Meilen-Rennen von Sebring. “Krönender Abschluss ist im Juni das 24-Stunden-Rennen von Le Mans.” Während eines Telefonats mit dem UHREN-MAGAZIN fährt Tomczyk mit einem BMW-Teamkollegen, dem brasilianischen Rennfahrer Augusto Farfus, vor dem Rennen von Sebring im Auto durch Miami. Farfus und dem österreichischen Team-Mitglied Philip Eng gelang 2019 der Sieg beim 24 Stunden-Rennen von Daytona. Beide sind jetzt stolze Besitzer einer Rolex Daytona mit Sieger-Gravur. Einmal am Speedway in Daytona Beach auf dem Podest zu stehen, das wäre so ein Traum, den auch Martin Tomczyk noch verfolgt. Im Vordergrund steht für ihn dabei zwar der sportliche Erfolg, wie er betont. Aber diesen Chronographen zu gewinnen, das wäre natürlich gerade für einen Uhrenliebhaber wie Martin Tomczyk “ein zusätzlicher Anreiz”. hc

Die “Lieblingsuhr” ist eine Artikelserie des UHREN-MAGAZINS über Persönlichkeiten mit besonderem Bezug zur mechanischen Uhr. Worin liegt die Faszination der Mechanik? Wie kommt man überhaupt dazu, sich mit mechanischen Uhren auseinanderzusetzen? Welche ist die Lieblingsuhr dieser Person? Um diese – und manchmal auch völlig andere – Themen drehen sich die Gespräche.

[9419]

Produkt: Download Einzeltest: Panerai Luminor Base 8 Days Acciaio
Download Einzeltest: Panerai Luminor Base 8 Days Acciaio
Chronos-Redakteur Alexander Krupp testet die Panerai Luminor Base 8 Days Acciaio – und verrät, womit das Manufakturwerk aufwartet.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren