Produkt: UHREN-MAGAZIN 4/2018
UHREN-MAGAZIN 4/2018
Schwerpunkt Quarzuhren +++ Omega Railmaster +++ Große Marktübersicht: 75 GMT-Uhren +++ Der Polaris Chronograph im Test: Jaeger-LeCoultre +++ 5 Fakten über IWC

10 extrem robuste Uhren

Stoßsicher, kratzfest, wasserdicht, unterdrucksicher - diese 10 Uhren halten einiges aus

Für Jetpiloten, Sättigungstaucher oder Mitglieder von Sondereinsatzkommandos haben wir die richtige Uhr. Aber auch im Alltag sind Eigenschaften wie kratzfeste Oberflächen, ein Magnetfeldschutz oder druckfeste Gehäuse sinnvoll. Und falls es doch mal hart auf hart kommt, ist man perfekt ausgerüstet.

#1 der robusten Uhren – extrem stoßsicher: Richard Mille RM 53-01 Tourbillon Pablo Mac Donough

Richard Mille: RM 53-01 Tourbillon Pablo Mac Donough
Richard Mille: RM 53-01 Tourbillon Pablo Mac Donough

Die RM 53-01 Tourbillon Pablo Mac Donough von Richard Mille ist dem argentinischen Polospieler Pablo Mac Donough gewidmet. Er gilt als einer der besten Polospieler der Welt und lag 2017 auf Platz vier der Weltrangliste. Was viele nicht wissen: Polo ist ein harter Kontaktsport und Donough hat sich schon einige Knochenbrüche zugezogen. Richard Mille wollte daher eine robuste und leichte Uhr bauen, die selbst einen Schlägertreffer übersteht. Dafür setzt die Manufaktur zum ersten Mal in der Uhrenwelt ein Verbundglas ähnlich dem Sicherheitsglas von Autofrontscheiben ein. Zwischen zwei Schichten Saphirglas sorgt ein dünner Polyvinylfilm für Bruchfestigkeit des Verbundglases. Um das manufaktureigene Tourbillonkaliber zu schützen, hat Richard Mille es im Gehäuse aufgehängt. Geflochtene Stahlkabel mit nur 0,27 Millimeter Durchmesser laufen über zehn Rollen und vier Spanner und federn grobe Stöße ab. Auch das leichte Gehäuse aus TPT-Karbon macht die Uhr robuster. Das Verbundmaterial besteht aus vielen dünnen Karbonschichten, die jeweils 45 Grad gedreht sind. So erhöht sich die Bruchfestigkeit und eine einzigartige Oberflächenstruktur entsteht. Richard Mille baut 30 Exemplare der RM 53-01 Tourbillon Pablo Mac Donough für je 941.500 Euro.

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#2 der robusten Uhren – extrem wasserdicht: Rolex Deepsea

Rolex: Oyster Perpetual Deepsea

Die Druckfestigkeit kann eigentlich nicht hoch genug sein. Zwar erreichen selbst Berufstaucher höchstens Tiefen von 300 Metern, aber zum Wasserdruck kommt noch der Druck, der durch die Bewegung entsteht. Außerdem macht eine hohe Druckfestigkeit die Uhr robuster. Rolex baut mit der Deepsea eine Taucheruhr, die dank innovativer Technik eine hohe Druckfestigkeit mit einem tragbaren Gehäuse verbindet. Mit 44 Millimetern Durchmesser und 18 Millimetern Höhe hält die Uhr dem Druck bis 3.900 Meter Wassertiefe stand. Das Gehäuse besteht aus drei Elementen: einem 5,5 Millimeter dicken Saphirglas, einem 3,28 Millimeter dicken Boden aus Titan Grade 5 und einem dazwischen liegenden Innenring aus Biodur-108-Stahl, auf dem beide aufliegen. Diese Materialien verformen sich unter Druck deutlich weniger als der Gehäusestahl, weshalb die Uhr flacher ausfallen kann. Seit 2018 baut Rolex die zweite Generation, nun mit dem automatischen Manufakturkaliber 3235, das die Gangreserve auf 70 Stunden verlängert, ohne die Robustheit des Werks zu beeinträchtigen. Ganz im Gegenteil: die neue Hemmung hält Magnetfeldern besser stand. Das Zifferblatt mit Farbverlauf soll an James Camerons Tauchfahrt in den Marianengraben im Jahr 2012 erinnern. Für 11.450 Euro erhält man eine Uhr, die mehr aushält als man selbst.

#3 der robusten Uhren – extrem kratzfest: Damasko DA 43 Black

Damasko: DA 43 Black
Damasko: DA 43 Black

Von harten Oberflächen profitieren nicht nur Extremsportler, sondern wir alle im ganz normalen Alltag. Während das übliche Saphirglas von Uhren mit 2.000 Vickers sehr kratzfest ist, sind Stahlgehäuse empfindlich: Die Vickershärte des meist verwendeten Edelstahls 316L liegt bei circa 220. Das Gehäuse der DA 43 Black und sämtlicher anderer Zeitmesser von Damasko besteht dagegen aus eisgehärtetem, nickelfreien Edelstahl. Dadurch wird er viermal härter als herkömmlicher Stahl. Eine zusätzliche Damest-Beschichtung verhindert das Verkratzen des Gehäuses. Im Innern des 42-Millimeter-Gehäuses arbeitet das Automatikkaliber Eta 2836, das dank eines Weicheiseninnengehäuses vor Magnetfeldeinflüssen geschützt bleibt. Die kratzfeste Uhr kostet 1.540 Euro.

#4 der robusten Uhren – für extreme Situationen: Breitling Emergency

Breitling: Emergency
Breitling: Emergency

Wenn man in unbewohntem Gebiet notlanden muss oder die Segelyacht kentert, hilft eine robuste Uhr auch nicht mehr viel. Wer einen Breitling Emergency trägt, kann in dieser Situation jedoch Hilfe herbeirufen und bei der Ortung helfen: Die Multifunktionsuhr mit chronometergenauem Quarzwerk besitzt einen Notfunksender. Im Ernstfall schraubt der Träger den Sicherheitsknopf unten rechts am Titangehäuse auf und zieht die Antenne heraus. Der Mikrosender funkt dann 48 Stunden lang auf der Satellitenfrequenz 406 MHz und der Notpeilfrequenz 121,5 Megahertz. Dabei überträgt die Uhr eine eindeutige Kennung, anhand derer das Rettungszentrum feststellen kann, wer den Notruf sendet, und entsprechend meist auch, nach welcher Art von Fluggerät oder Schiff gesucht werden muss. Ein Suchflugzeug kann die Uhr aus 160 Kilometern Entfernung orten. Die Emergency hat schon über 20 Menschen das Leben gerettet; viele Jetpiloten tragen sie. Das Quarzwerk bietet zahlreiche Funktionen. Die Uhr fällt mit 51 Millimetern Durchmesser sehr markant aus, wiegt aber dank des Titangehäuses nur 140 Gramm. Die zusätzliche Sicherheit kostet 14.780 Euro.

#5 der robusten Uhren – extrem magnetfeldgeschützt: Omega Seamaster Ploprof

Omega: Seamaster PloProf 1200M
Omega: Seamaster PloProf 1200M

Magnete sind schädlich für Uhren. Teile des Uhrwerks können dauerhaft magnetisch werden, was die Ganggenauigkeit beeinträchtigt. Die unsichtbaren Kräfte lauern auch im Alltag: Sie gehen von Lautsprecherboxen oder Elektromotoren aus. Den besten Schutz davor bietet Omega mit seinen Master genannten Manufakturwerken, wie dem automatischen Kaliber 8500 mit Co-Axial-Hemmung. Dort sorgen amagnetische Materialen dafür, dass die Uhren trotz Glasböden 15.000 Gauß aushalten. Dass ist 15-mal mehr, als ein Weicheisen-Innengehäuse erreicht. Die neue Omega Seamaster Ploprof besteht aus Titan und misst 48 Millimeter im Durchmesser. Die Keramiklünette wird mit dem auffälligen Drücker auf der rechten Seite gesichert; die Krone schützt ein Bügel, der sich erst beim Aufdrehen der Krone öffnet. Zudem hält die Ploprof bis 1.200 Meter dicht. Die Extremuhr kostet mit Rotgolddetails 14.900 Euro.

#6 der robusten Uhren – extrem salzwasserbeständig: Oris Dive Control Limited Edition

Oris: Dive Control Limited Edition mit gelbem Kautschukband
Oris: Dive Control Limited Edition mit gelbem Kautschukband

Mit der Dive Control Limited Edition, einer Weiterentwicklung der ProDiver-Uhr, die für professionelle Taucher entwickelt wurde, kehrt Oris symbolisch in die Tiefen der Meere zurück. Denn die 51 Millimeter große Uhr ist bis 100 Bar druckfest, was den Verhältnissen in 1.000 Metern Wassertiefe entspricht. Das Gehäuse besteht aus vollständig salzwasserbeständigem Titan Grad 2, ist schwarz DLC-beschichtet und damit hochkratzfest. Die einseitig drehbare und minutengenau skalierte Lünette wird aus Keramik hergestellt und verfügt über das von Oris patentierte Rotation Safety System (RSS), eine spezielle Technik, welche die drehbare Lünette während eines Tauchgangs sicher arretiert. Das Oris Caliber 774 basiert auf dem Sellita- Automatikwerk SW 500. Eine verblüffend einfache wie interessante Lösung stellt dabei der 60-Minuten-Chronographenzähler bei zwölf Uhr über eine doppelte Skalierung und einen Zeiger mit zwei unterschiedlichen langen Enden dar. Passend zu den gelben Akzenten kann die Uhr am knallgelben Kautschukband getragen werden, das zusätzlich zu einem schwarzen und zusammen mit der Uhr in einer wasserdichten Box ausgeliefert wird. Das Ganze gibt es nur 500 Mal zum Preis von 4.800 Euro.

#7 der robusten Uhren – extrem unterdrucksicher: Omega Speedmaster

Omega: Speedmaster Professional
Omega: Speedmaster Professional

Während zu großer Druck zur Zerstörung der Uhr führt, kann zu wenig Druck das Gleiche bewirken. Ist der Außendruck viel geringer als der Innendruck, kann das Glas herausgedrückt werden oder sogar explodieren. So ein Druckabfall in einem hoch fliegenden Passagierflugzeug durch einen Defekt tritt etwa 40- bis 50-mal im Jahr auf. Im Weltall ist der Druck noch geringer, es herrscht nahezu ein Vakuum. Als die Apollo-Astronauten vor fast 50 Jahren über den Mond gingen, verließen sie sich auf ihre Omega Speedmaster. Das Modell wird heute noch fast genauso gebaut, auch mit dem inzwischen selten bei Uhren verwendeten Hesalitglas. Es hält zwar Kratzern nicht so gut stand wie Saphirglas, hat aber den Vorteil, dass es bei einem plötzlichen Druckabfall nicht explodieren und so den Träger verletzen kann. Die Omega Speedmaster Professional Moonwatch treibt noch immer das Handaufzugskaliber 1861 an, eine Weiterentwicklung des ursprünglichen Chronographenwerks. Im 42-Millimeter-Edelstahlgehäuse und mit Edelstahlband kostet die Uhrenlegende 4.300 Euro.

#8 der robusten Uhren – extrem temperaturresistent: Sinn 206 Arktis II

Sinn Spezialuhren 206 Arktis II
Sinn Spezialuhren 206 Arktis II

Auch extreme Temperaturen können der Uhr gefährlich werden und sogar zum Stillstand führen. Daher benutzt Sinn bei der 206 Arktis II und bei anderen Modellen ein Spezialöl und achtet auf besondere Toleranzen. Das macht die Uhr im Bereich zwischen –45 und +80 Grad Celsius funktionssicher, was einer Steigerung um 50 Prozent entspricht. Jede einzelne Uhr wird auf diese extremen Temperaturen hin getestet. Vor 20 Jahren lancierte die Frankfurter Uhrenschmiede Sinn Spezialuhren den Vorgänger Modell 203 Arktis als ersten Taucherchronographen mit der markeneigenen Temperaturresistenztechnologie. Diese stellt sicher, dass eine Sinn-Uhr zwischen –45 bis +80 Grad Celsius einwandfrei funktioniert. Nun kommt der Klassiker mit dem blauen Zifferblatt zurück, und zwar unter dem Namen 206 Arktis II und um zwei Millimeter auf 43 Millimeter vergrößert. Das Edelstahlgehäuse ist bis 300 Meter wasserdicht, dank der Sinn-eigenen Ar-Trockenhaltetechnik vor Beschlag geschützt, unterdrucksicher und mit dem markentypischen unverlierbaren Drehring ausgestattet. Im Innern tickt – zwischen zwei Saphirgläsern – das Eta-Chronographenkaliber Valjoux 7750 mit Automatikaufzug, Datum und Wochentag. Die 206 Arktis II kostet mit geprägtem Rindslederband 3.490 Euro und mit Silikon- oder Edelstahlband 3.660 Euro.

#9 der robusten Uhren – extrem hart im Nehmen: Victorinox I.N.O.X. Diver

Victorinox: I.N.O.X. Professional Diver
Victorinox: I.N.O.X. Professional Diver

Ein Radlader und ein 64 Tonnen schwerer Panzer haben sie überfahren, sie wurde eingefroren und mit einem Brenner wieder freigeschmolzen, sie sauste an der Kufe eines Bobs einen Eiskanal hinab, wurde aus zehn Metern Höhe auf einen Steinboden fallen gelassen und überstand ein zweistündiges 90-Grad-Programm in der Waschmaschine. Das sind nur einige der 130 Tests, die die Victorinox I.N.O.X. Diver über sich ergehen lassen musste. Zudem wurde der bis 20 Bar wasserdichte Zeitmesser nach den entsprechenden Normen als professionelle Taucheruhr zertifiziert. Mit abnehmbarem Schutz aus transparentem Silikon und Nylon bleibt die 45 Millimeter große Taucheruhr sogar von Kratzern verschont. Das Ronda-Quarzwerk 715 sorgt für einen präzisen Gang. Für 589 Euro kann man mit der I.N.O.X. durch dick und dünn gehen.

#10 der robusten Uhren – extrem leuchtstark: Ball Engineer Hydrocarbon DEVGRU

Ball Engineer Hydrocarbon DEVGRU Leuchtmasse
Ball Engineer Hydrocarbon DEVGRU Leuchtmasse

Eine Uhr für extreme Einsätze muss in jeder Situation schnell ablesbar sein. Bei der Nachtablesbarkeit kommt es auch darauf an, wie lang die Leuchtmasse durchhält. Manche Uhren lassen sich sogar nach acht Stunden noch entziffern. Bei längerer Dunkelheit geht aber auch moderner Superluminova-Leuchtmasse der Atem aus. Anders verhält es sich bei Tritiumgaslichtquellen. Das sind kleine, mit Tritium gefüllte Glasröhren, die innen mit einem Leuchtstoff beschichtet sind, der durch das schwach radioaktive Tritium zum Leuchten gebracht wird. Die Röhrchen strahlen auch nach Jahren in der Dunkelheit noch hell. Besonders beim Militär und in Spezialeinheiten werden Uhren mit Leuchtröhren gerne eingesetzt. Ball Watch kombiniert bei der Engineer Hydrocarbon DEVGRU die Technik mit einem robusten Edelstahlgehäuse, das einen Fall aus 1,5 Meter Höhe unbeschadet übersteht, und einem vier Millimeter dicken Saphirglas.

Ball Watch: Engineer Hydrocarbon DEVGRU
Ball Watch: Engineer Hydrocarbon DEVGRU

Ein patentiertes System schützt die Krone vor Stößen. Außerdem modifiziert Ball die Stoßsicherung der Unruh, um die Resistenz seiner Uhren gegen Erschütterungen zu steigern. Angetrieben wird der Zeitmesser vom Automatikkaliber Eta 2836. Die 42 Millimeter große Uhr ist bis 100 Meter wasserdicht und kostet mit Kautschukband 2.055 Euro.

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Produkt: Download Marktübersicht: Mechanische Uhren unter 39 Millimeter
Download Marktübersicht: Mechanische Uhren unter 39 Millimeter
Das Angebot des Uhrenmarkts im Überblick: 90 mechanische Uhren unter 39 Millimeter zeigt die Marktübersicht aus UHREN-MAGAZIN 1.2018 mit Bild, Daten und Preis.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Hier fehlt noch eine Empfehlung für eine Uhr, die besonders stoßempfindlich ist.

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  2. Hier fehlt noch die Mühle Glashütte SAR-Rescue-Timer.

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  3. Vor allem fehlt DIE robuste Uhr schlechthin (nur leider ist sie nicht mehr zu kaufen):
    CERTINA DS-2 (von 1968 – 1976)

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  4. Wo ist die Casio G-Shock Serie?

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