IWC: Pilot’s Watch Chronograph Top Gun „Woodland“

Spezielle Keramik für einen speziellen Chronographen

IWC stellt die neue Edition des Pilot’s Watch Chronograph Top Gun „Woodland“ vor. Der 44,5 Millimeter große Chronograph besteht aus dunkelgrüner Keramik. Auch wenn die Schaffhauser seit Jahren Spezialisten bei der Herstellung technischer Keramik sind, basiert das Gehäuse auf einer speziellen Rezeptur und entsteht in ausgeklügelten Herstellungsprozessen, die eine große Herausforderung darstellen.

IWC: Pilot’s Watch Chronographen Top Gun „Woodland“
IWC: Pilot’s Watch Chronograph Top Gun „Woodland“

Mit „Woodland Green“ hat IWC eine neue Keramikfarbe entwickelt. Eine Herausforderung bestand darin, das daraus hergestellten Chronographen-Gehäuse an zahlreiche andere Komponenten aus unterschiedlichen Materialien und mit speziellen Herstellungsverfahren anzupassen, zum Beispiel an Bänder, Drücker, Kronen, Zifferblätter und Zeiger bis hin zu deren Leuchtfarbe. Gerade bei der „Woodland“ gestaltet sich die Materialfrage sehr komplex: Für das Keramikgehäuse und das Zifferblatt kommt das neu entwickelte „Woodland Green“ zum Einsatz, während zur besseren Ablesbarkeit Ziffern und Indexe in einem helleren Farbton aufgedruckt sind. Bei Dunkelheit leuchten IWC-Fliegeruhren-typisch das Dreieck mit seinen zwei Punkten, die drei Indexe für Drei, Sechs und Neun sowie die Zeiger der Hauptzeit in kräftigem Grün.

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Drücker, Krone und Gehäuseboden bestehen aus mattschwarzem Ceratanium, ein von der IWC entwickeltes Material, das die Leichtigkeit von Titan mit einer ähnlichen Härte und Kratzfestigkeit von Keramik kombiniert. Ein passendes grünes Kautschukband mit Textileinlage rundet das Design ab.

IWC: Pilot’s Watch Chronographen Top Gun „Woodland“ mit einem Gehäuseboden aus dem markeneigenen Ceratanium
IWC: Pilot’s Watch Chronograph Top Gun „Woodland“ mit einem Gehäuseboden aus dem markeneigenen Ceratanium

Für die Entwicklung des finalen Farbtons des Modells waren zahlreiche Versuche notwendig, um die exakte Pigmentmischung zu treffen. Erschwerend kam hinzu, den Farbton perfekt auf die restlichen Komponenten der Uhr abzustimmen. Um der Keramik ihre Farbe zu geben, wird Zirkonoxid mit weiteren metallischen Oxiden kombiniert. Die Rohstoffe und das Mischverhältnis sind dabei für jede Farbe anders. Dazu kommt, dass der Herstellungsprozess und seine spezifischen Bedingungen auf die farbige Keramik und ihre jeweiligen Bestandteile adaptiert werden müssen – beispielsweise die Temperatur und Dauer des Sinterprozesses. Farbige Keramik stellt zudem noch einmal deutlich höhere Anforderungen an die Reinheit der Rohstoffe. Eine weitere Herausforderung besteht darin, dass Keramik während des Sinterns um rund ein Drittel schrumpft. Damit das automatische Chronographenkaliber 69380 später präzise in das Gehäuse passt, musste dieser Größenverlust schon bei der Konstruktion einkalkuliert werden.

IWC: Pilot's Watch Chronographen Top Gun "Woodland" am Handgelenk
IWC: Pilot’s Watch Chronograph Top Gun “Woodland” am Handgelenk

Im Ergebnis ist technische Keramik leichter als Edelstahl, besitzt aber eine Härte und Kratzfestigkeit, die nur noch von Diamant übertroffen wird. Die speziell entwickelte Ingenieurkeramik ist zudem äußerst beständig gegenüber physikalischen oder chemischen Einflüssen, und selbst Temperaturen von weit über 1.000 Grad Celsius können ihr nichts anhaben – ideal also, um für Gehäuse mechanischer Uhren eingesetzt zu werden, für deren Herstellung die IWC ein über Jahrzehnte erworbenes Expertenwissen besitzt. Die Edition Pilot’s Watch Chronograph „Woodland“ ist auf eine Jahresproduktion von 1.000 Stück limitiert und kostet 11.200 Euro. MaRi

Produkt: Die IWC Fliegeruhr Top Gun Miramar im Chronos-Test
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