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Lesedauer 4 Min.

Micro Monday: Christopher Ward – C1 Bel Canto Classic

Eine Bühne für die feine Kunst der kleinen Marken.
Christopher Ward – C1 Bel Canto Classic, Klanguhr aus Edelstahl
© Christopher Ward

Mit unserer neuen Serie „Micro-Monday“ rücken wir wöchentlich außergewöhnliche Microbrands ins Rampenlicht – kleine Manufakturen, die jenseits der großen Namen durch besondere Konzepte, handwerkliche Raffinesse und eine markante gestalterische Handschrift faszinieren.

Diese zumeist unabhängigen Häuser überzeugen nicht nur durch ihr Gespür für Ästhetik und Innovation, sondern auch durch den Mut, neue Wege zu gehen. Ob avantgardistisches Design, traditionsbewusste Mechanik oder ungewöhnliche Materialwahl – jede dieser Marken trägt eine charakteristische Handschrift, die den Blick für das Außergewöhnliche schärft.

So ergänzen sie die Welt der etablierten Luxusmarken um spannende Perspektiven und sprechen all jene an, die in der Uhrmacherkunst nicht nur Perfektion, sondern auch Individualität suchen.

 

#5 Christopher Ward – C1 Bel Canto Classic

 

Christopher Ward – C1 Bel Canto Classic, Automatikuhr mit Klangkomplikation

Christopher Ward – C1 Bel Canto Classic

© Christopher Ward 

Britische Uhrenrevolution

 

Im Jahr 2004, während einer Bootsfahrt auf der Themse, beschlossen Mike France, Peter Ellis und Chris Ward, den Luxusuhrenmarkt zu revolutionieren. Sie hatten erfahren, dass bestimmte Schweizer Marken auf vergleichbare Komponenten zurückgreifen, diese aber zum Teil mit enormen Aufschlägen verkauften. Ihre Idee: hochwertige mechanische Uhren zu fairen Preisen, ausschließlich im Direktvertrieb und ohne teure Marketingkampagnen. Am 2. Juni 2005 war es schließlich so weit: Christopher Ward startete aus einem umgebauten Hühnerstall in Berkshire als erste rein online-basierte Luxusuhrenmarke der Welt. Bereits die ersten Modelle kombinierten Schweizer Präzision mit vergleichsweise erschwinglichen Preisen. Nach zahlreichen spannenden Entwicklungen präsentierte das Unternehmen 2014 mit dem Kaliber SH21 das erste in Großbritannien entwickelte mechanische Uhrwerk seit über 50 Jahren – und setzte damit ein klares Zeichen, dass British Design und Swiss Engineering gemeinsam neue Maßstäbe setzen können.

Christopher Ward – C1 Bel Canto Classic, Automatikuhr mit blauem Zifferblatt und sichtbarer Mechanik

Christopher Ward – C1 Bel Canto Classic

© Christopher Ward 

Schöner Gesang

 

Der Name „Bel Canto“ stammt aus dem Italienischen und bedeutet „schöner Gesang“ – eine Anspielung auf eine Operntradition, in der Eleganz, Technik und Ausdruck zusammenfinden. Genau diesen Dreiklang aus visueller Schönheit, technischer Raffinesse und akustischer Faszination verkörpert die „C1 Bel Canto Classic“. Sie ist die zweite offene Serienversion nach dem Ur-Modell und richtet sich an Liebhaber klassischer Uhrmacherkunst mit einem Sinn für Details.

Christopher Ward – C1 Bel Canto Classic, Automatikuhr mit sichtbarer Mechanik

Christopher Ward – C1 Bel Canto Classic

© Christopher Ward 

Harmonische Architektur

 

Das Gehäuse des Zeitmessers präsentiert sich in luxuriös bearbeitetem Edelstahl und verfügt über ein Box-Saphirglas, die nicht nur kratzfest ist, sondern dank des gewölbten Profils zudem einen charmanten Vintage-Charakter erzeugt. Die Wasserdichtigkeit liegt bei alltagstauglichen drei Bar. Die elegante Korpus-Architektur gibt dem komplexen Zifferblatt Raum zu wirken und integriert die Bedienelemente harmonisch – darunter der charakteristische Chime-Ein/Aus-Drücker bei vier Uhr.

Christopher Ward – C1 Bel Canto Classic, Automatikuhr mit Metallband

Christopher Ward – C1 Bel Canto Classic

© Christopher Ward 

Hommage an die Haute Horlogerie

 

Das Zifferblatt ist eine Hommage an klassische Haute Horlogerie: fein guillochiert, mit einer traditionellen Zeit-Anzeige auf einem dezentralen, mit römischen Indizes versehenen Zifferblatt. Die Farbpalette umfasst die ikonischen Azzurro- und Verde-Töne der limitierten Originalmodelle sowie die neuen, eleganten Varianten Argento und Oro. Durch die offene Gestaltung bleibt der Blick auf das Herzstück des Designs frei: den kunstvoll gestalteten Schlagmechanismus.

 

Akustisch reiner Schlag

 

Angetrieben wird die "Bel Canto Classic" vom hauseigenen Kaliber FS01, entwickelt unter Leitung von Christopher Wards technischem Direktor Frank Seltzer. Besagte Feinmechanik basiert auf dem bewährten Sellita SW200-1 mit 38 Stunden Gangreserve. Die „Jumping Hour“-Architektur des JJ01 wurde dabei um mehr als 60 neu entwickelte Bauteile erweitert, um einen präzisen Stundenschlag-Mechanismus zu integrieren. Das Ergebnis: ein akustisch reiner Schlag im Ton D zu jeder vollen Stunde.

Christopher Ward – C1 Bel Canto Classic, Automatikuhr mit Schlagwerk

Christopher Ward – C1 Bel Canto Classic

© Christopher Ward

Zwei seltene Disziplinen

 

Die außergewöhnliche Uhr vereint zwei seltene Disziplinen: ein sichtbares Schlagwerk auf der Zifferblattseite sowie ein feinsinniges Klangkonzept. Der Hammer – gestaltet wie der Schwanz eines Singvogels – zieht sich über die Stunde hinweg zurück, um anschließend auf den federnden Stahlring am Zifferblattrand zu schlagen. Ein kleiner roter Pfeil, der „Schnabel“ des Vogels, zeigt an, ob die Chime-Funktion aktiviert ist.

Für 4.550 Euro wird das besondere Beispiel innovativer Uhrmacherkunst Teil der eigenen Sammlung.

 

Micro Monday: Anoma – A1 Optical

ausgefallene Uhren Uhren bis 5.000 Euro

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