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Lesedauer 3 Min.

Nur für Kenner: Fünf außergewöhnliche Uhren, die auf ein Markenlogo verzichten

In einer Zeit, in der Luxus zunehmend plakativ inszeniert wird, wächst zugleich das Bedürfnis nach leiser Souveränität. In der Uhrmacherei zeigt sich diese Gegenbewegung besonders eindrucksvoll bei Zeitmessern, die bewusst auf ein Markenlogo auf dem Zifferblatt verzichten.
De Bethune, ausgefallene Uhr mit Tourbillon
© De Bethune

Uhren ohne Markenlogo richten sich an Kenner, die Qualität, Proportion und handwerkliche Herkunft erkennen und schätzen, ohne durch sichtbare Signaturen daran erinnert werden zu müssen. Im folgenden Artikel präsentieren wir fünf spannende Referenzen.

H. Moser & Cie Streamliner Perpetual Moon Concept Meteorite, Uhr aus Edelstahl mit Manufakturkaliber und Meteorit-Zifferblatt

H. Moser & Cie – Streamliner Perpetual Moon Concept Meteorite

© H. Moser & Cie 

H. Moser & Cie – Streamliner Perpetual Moon Concept Meteorite

Mosers Neuvorstellung verbindet kosmische Inspiration mit puristischem Design: Das Zifferblatt besteht aus echtem Gibeon-Meteorit. Eingebettet in das 40 Millimeter große Edelstahlgehäuse mit integriertem Stahlarmband ist ein Automatikkaliber mit präziser Mondphasenanzeige, deren Abweichung nur einen Tag in 1027 Jahren beträgt. Die Gangreserve der 37.600 Euro teuren Referenz 6270-1200 beläuft sich auf 72 Stunden.

De Bethune - DB28xs Yellow Tones, ausgefallene Uhrenkreation mit teilskelettiertem Zifferblatt

De Bethune – DB28xs Yellow Tones

 

© De Bethune

De Bethune – DB28xs Yellow Tones

Leuchtend gelb präsentiert sich die thermisch oxidierte Referenz aus Grade-5-Titan. Das Gehäuse misst lediglich acht Millimeter in der Höhe, 38,7 Millimeter im Durchmesser und wird von den patentierten „Floating Lugs“ komplettiert. Ein Titanzifferblatt greift die Ästhetik des Manufaktur-Handaufzugskalibers DB2115V14 mit selbstregulierendem Doppelfederhaus und einer Gangreserve von sechs Tagen auf. Für 98.400 Euro wechselt die Uhr der besonderen Art in die eigene Sammlung.

Christopher Ward - C1 Bel Canto Lumière, ausgefallene Automatikuhr mit sichtbarer Mechanik

Christopher Ward – C1 Bel Canto Lumière

© Christopher Ward 

Christopher Ward – C1 Bel Canto Lumière

Die C1 Bel Canto Lumière verbindet akustische Uhrmacherkunst mit spektakulärer Lichtinszenierung. Das 41 Millimeter große Gehäuse aus Grade-5-Titan beherbergt ein schwebendes, rauchfarbenes Saphirzifferblatt mit einem intensiv leuchtenden Globolight-Keramikring und einer zweifarbig lumineszierenden Platine. Dank des Automatikkalibers FS01 auf Basis des Sellita SW200-1 erklingt zur vollen Stunde ein charakteristischer Ton. Die Gangreserve beträgt 38 Stunden, der Preis liegt bei 4.885 Euro.

Louis Erard x Wire Art – Fil d’Or, elegante Automatikuhr aus Edelstahl mit Lederband und kunstvollem Zifferblatt

Louis Erard x Wire Art – Fil d’Or

© Louis Erard x Wire Art 

Louis Erard x Wire Art – Fil d’Or

Dieses tragbare Kunstobjekt ist in Zusammenarbeit mit den Wire-Art-Künstlern Sylvie Villa und Mark Miehlbradt entstanden. Eingebettet in das 39 Millimeter große Edelstahlgehäuse ist ein handgefertigtes Gold-Draht-Zifferblatt, das jedes Exemplar zum Unikat werden lässt. Für zuverlässigen Antrieb sorgt das Automatikkaliber Sellita SW261-1 mit einer Gangreserve von 38 Stunden. Für einen Preis von rund 4.830 Euro darf man den Zeitmesser sein Eigen nennen. 

Anoma A1 Optical, ausgefallene, asymmetrische Uhrenkreation aus Edelstahl mit Automatikkaliber

Anoma – A1 Optical

© Anoma 

Anoma – A1 Optical

Die 39 Millimeter große A1 Optical versteht sich als tragbare Skulptur. Ihr außergewöhnliches, rundes Dreiecksgehäuse verzichtet bewusst auf sichtbare Hörner sowie eine klassische Krone und beherbergt das Automatikkaliber Sellita SW100 mit einer Gangreserve von 42 Stunden. Das silberfarbene Zifferblatt wird von 50 einzeln gravierten Dreiecken geprägt, die je nach Blickwinkel optische Illusionen erzeugen. Der Preis liegt bei rund 2.540 Euro.

5 Argumente gegen (aufdringliche) Markenlogos

#1 Zeitlose Ästhetik: Logofreie Zifferblätter altern unabhängig von Markenzyklen oder Trends.

#2 Erkennbar nur für Kenner: Solche Uhren richten sich an Erfahrung, nicht nur an Wiedererkennbarkeit.

#3 Understatement statt Signalwirkung: Der Verzicht auf Markenkennzeichnung ist ein bewusstes Bekenntnis zu leiser Präsenz.

#4 Reduktion auf das Wesentliche: Ohne Logo treten Gestaltung, Proportion und Mechanik in den Vordergrund.

#5 Schutz vor Langfingern: Uhren ohne Markenlogo ziehen weniger Aufmerksamkeit auf sich – ein nicht zu unterschätzender Vorteil in puncto Sicherheit.

 

Dieser Artikel erschien ursprünglich in der WatchTime-Ausgabe 02/2026.

 

Das könnte Sie ebenfalls interessieren: Wie aus einer Uhr plötzlich zwanzig werden: Die fünf Phasen eines jeden Uhrensammlers

H. Moser & Cie. Luxusuhren ausgefallene Uhren Titan Uhr

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